Kontakt
Suche
Newsletter
Downloads

Wärmeverbund Arosa

Mit einheimischer, lokaler Energie das Klima schonen

Durch den Wärmeverbund hat Arosa die Chance, klimafreundlich zu heizen und den Ruf als nachhaltigen Ferienort zu stärken. Die Heizzentrale nutzt Holzschnitzel – ein einheimischer und erneuerbarer Energieträger. Der Wärmeverbund ist ein gemeinsames Projekt von der Gemeinde Arosa und Energie 360° AG.

Arosa

Das Wichtigste in Kürze

  • Versorgung von rund 200 Liegenschaften in Arosa mit Wärme aus regionalen Holzschnitzeln

  • Zu 85% erneuerbare Energie

  • Einsparung von rund 1,5 Millionen Liter Heizöl pro Jahr

  • C02 Einsparung gegenüber den heutigen Heizungen um jährlich rund 4000 Tonnen

Gemeinsamer Wärmeverbund

Die zwei Verbundgebiete in Arosa werden zusammengelegt und von einer Heizzentrale mit Wärme beliefert. Gemeinsam mit der Gemeinde Arosa wurde der Heizzentralen-Standort ausserhalb des Gemeindegebietes definiert. Das schützt das Ortsbild und verringert den Verkehr im Dorf.

Perimeter WV Arosa

So funktioniert der Wärmeverbund

Die Heizzentrale umfasst mehrere Holzschnitzelkessel. Die grösseren decken den Energiebedarf während der Heizperiode. Der kleine Holzschnitzelkessel reicht für den Betrieb im Sommerhalbjahr aus. Zusätzlich ist ein Warmwasserspeicher geplant, um den Betrieb der Holzschnitzelkessel zu optimieren.

Die in der Heizzentrale erzeugte Wärme gelangt in Form von heissem Wasser, über ein insgesamt rund 7000 Meter langes Netz von wärmegedämmten Fernwärmeleitungen, zu den Kundinnen und Kunden. In jedem ans Fernwärmenetz angeschlossenen Gebäude wird eine Wärmeübergabestation installiert. Mit Hilfe eines Wärmetauschers geht die Energie auf das bestehende Wärmeverteilsystem im Haus über.

Die Realisierung des Wärmeverbundes ist nur möglich, wenn sich genügend Hauseigentümerinnen und -eigentümer für einen Anschluss ans Wärmenetz entscheiden. Mit dem Vorliegen der Baubewilligung und genügend Wärmekunden kann Energie 360° einen positiven Realisierungsentscheid fällen.

Vorteile für die Kundinnen und Kunden

Ökologische Vorteile

  • Klimaschonend heizen: Holz als Brennstoff ist erneuerbar und CO2-neutral.

  • Bessere Luft: Dank des Wärmeverbunds entfallen in Arosa zahlreiche fossile Heizungen.

  • Zukunftssichere Technologie: Der Wärmeverbund erfüllt die Anforderungen des neuen Energiegesetzes.

Finanzielle Vorteile

  • Keine unerwarteten Kosten: Beim Heizen mit Fernwärme bleiben böse Überraschungen wie hohe Reparaturkosten aus.

  • Konstantere Preise: Preisschwankungen, wie sie bei fossiler Heizenergie vorkommen, treten bei regionalen Holzschnitzeln weniger stark auf.

  • Höherer Gebäudewert: Der Anschluss einer Liegenschaft an den Wärmeverbund ist eine zukunftssichere Heizlösung und wertet das Gebäude auf.

Betriebliche Vorteile

  • Geringer Aufwand: Die Wärmekunden brauchen sich nicht länger um Betrieb, Wartung und Instandhaltung einer eigenen Heizung zu kümmern.

  • Zuverlässiger Betrieb: Der Anschluss an den Wärmeverbund garantiert eine hohe Versorgungssicherheit.

  • Mehr Raum: Einen eigenen Heizkessel braucht es beim Heizen mit Fernwärme nicht. So wird Raum für andere Zwecke frei.

Die 7 Schritte zum Anschluss an den Wärmeverbund

  1. Füllen Sie für eine unverbindliche Anfrage unseren Fragebogen aus.

  2. Wir prüfen die Anfrage und informieren Sie, ob ein Anschluss Ihres Gebäudes an den Wärmeverbund möglich ist.

  3. Bei einem positiven Bescheid erhalten Sie von uns ein individuelles Angebot, das auf Ihren bisherigen Verbrauchsdaten basiert.

  4. Wenn Sie mit dieser Richtpreisofferte einverstanden sind, beantragen Sie den Anschluss an den Wärmeverbund. Damit bestätigen Sie auch die benötigte Leistung.

  5. Wir besuchen Sie, um mit Ihnen vor Ort alle Details zum Hausanschluss zu besprechen.

  6. Anschliessend erhalten Sie von uns den Wärmeliefervertrag.

  7. Sie prüfen den Vertrag und senden ihn uns unterzeichnet zurück. Damit beauftragen Sie uns, den Hausanschluss zu erstellen.

Fragen und Antworten zum Projekt

Welche Kosten trage ich als Hauseigentümer, wenn ich die Liegenschaft an den Wärmeverbund Arosa anschliesse?

Sie bezahlen als einmalige Investition einen Anschlusskostenbeitrag. Hinzu kommen möglicherweise Kosten, um die Wärmeverteilung im Haus sowie die Warmwasseraufbereitung anzupassen. Die laufenden Kosten setzen sich aus zwei Komponenten zusammen: dem Grundpreis pro Kilowatt Anschlussleistung und dem Arbeitspreis pro Kilowattstunde für die bezogene Wärme.

Um welche Arbeiten kümmert sich Energie 360° für den Anschluss in meinem Haus?

Einerseits um den Hausanschluss ans Fernwärmenetz und andererseits um die Wärmeübergabestation im Haus. Die Installationen ab der Übergabestation erledigt ein Heizungsunternehmen Ihrer Wahl.

Ich möchte meine Heizung noch nicht ersetzen. Empfiehlt sich ein Anschluss trotzdem?

Ja. Wenn der Hausanschluss gleichzeitig mit den Bauarbeiten fürs Fernwärmenetz realisiert wird, lässt er sich schneller, einfacher und vor allem zu geringeren Kosten erstellen. Falls Sie noch nicht auf Fernwärme wechseln möchten, bieten wir Ihnen einen etappierten Einstieg an. Bei dieser Lösung können Sie rasch auf Fernwärme wechseln, sobald die alte Heizung ihr Lebensende erreicht.

Ist bei einem solchen etappierten Einstieg bereits ein verbindlicher Vertrag nötig?

Ja. Sie schliessen einen Wärmeliefervertrag ab, der eine Zusatzvereinbarung enthält. Demnach zahlen Sie 50% des Anschlusskostenbeitrags, wenn der Hausanschluss realisiert wird. Anschliessend haben Sie fünf Jahre Zeit, um die Heizung auf Fernwärme umzustellen. Ihre Wärmeübergabestation installieren wir zu diesem späteren Zeitpunkt. Dann fällt auch die zweite Hälfte des Anschlusskostenbeitrags an.

Ist es möglich, mein Haus auch noch in einigen Jahren an den Wärmeverbund anzuschliessen?

Nicht mit Sicherheit. Den Wärmeverbund realisieren wir ohne grosse Leistungsreserven. Auch wenn Sie Ihr Gebäude erst in einigen Jahren an den Wärmeverbund anschliessen wollen, ist das heute schon für unsere Planung relevant.

 

Wann entscheidet Energie 360°, ob der Wärmeverbund tatsächlich realisiert wird?

Das hängt von zwei Faktoren ab: einerseits von der Baubewilligung und andererseits davon, wann genügend Hauseigentümer einen Wärmeliefervertrag unterzeichnet haben. Wenn diese beiden Meilensteine erreicht sind, informieren wir Sie über den Baustart.

Warum soll ich den Wärmeliefervertrag unterzeichnen, wenn mir Energie 360° nicht zusichert, dass der Wärmeverbund tatsächlich erstellt wird?

Einen Wärmeverbund zu realisieren, bedeutet hohe und langfristige Investitionen. Durch die unterzeichneten Wärmelieferverträge gewinnen wir Investitionssicherheit.

Welches Risiko trage ich bei einem unterzeichneten Wärmeliefervertrag, falls der Wärmeverbund nicht realisiert wird?

Sie gehen kein Risiko ein. In diesem Fall wird der Vertrag aufgelöst. Bis dahin entstehen für Sie keine Kosten.

Warum realisiert Energie 360° ein Projekt in Arosa?

Wir haben uns zum Ziel gesetzt, Energie immer mehr erneuerbar zu machen – ganz im Sinne der Energiestrategie 2050 und der 2000-Watt-Gesellschaft. Dazu engagieren wir uns in der ganzen Schweiz. Denn Klimaschutz macht nicht an der Stadtgrenze Halt. Beim Wärmeverbund Arosa handelt es sich um ein ökologisch und wirtschaftlich sinnvolles Projekt. Kommt der Wärmeverbund zustande, werden zahlreiche fossile Heizungen ersetzt.

Welche Rolle übernimmt Energie 360° bei diesem Projekt?

Wir planen, finanzieren, realisieren, betreiben und optimieren den Wärmeverbund. Dabei arbeiten wir mit der Gemeinde und lokalen Partnern zusammen.

Warum realisieren nicht die Gemeinde und das lokale Gewerbe den Wärmeverbund?

Ein solches Projekt bringt zahlreiche Herausforderungen mit sich. Die Gesamtverantwortung trägt daher am besten ein Unternehmen, das schon mehrere Wärmeverbünde realisiert hat. Viele Arbeiten für den Wärmeverbund Arosa erledigt das lokale Gewerbe.

Verfügt Energie 360° über das notwendige Know-how für ein solches Projekt?

Ja. Wir haben schon verschiedene Wärmeverbünde realisiert und verfügen über ein ganzes Team von Fachleuten mit den nötigen Kompetenzen.

Hat eine Holzschnitzelheizung gesamthaft betrachtet wirklich eine positive CO2-Bilanz?

Ja. Die Verbrennung der Holzschnitzel ist CO2-neutral. Denn die Bäume binden für ihr Wachstum gleich viel CO₂ aus der Luft, wie später beim Verbrennen des Holzes wieder freigesetzt wird. Zusätzliche CO2-Emissionen entstehen beim Aufbereiten und Transportieren der Holzschnitzel.

Gibt es in der Region genügend Holz für den Wärmeverbund?

Die lokalen Wälder liefern genügend Holz um den geplanten Wärmeverbund zu versorgen.

Markus Marty
ENERGIE360-6BGUBG6ITB
Seite teilen