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Wie die Energieplanung die 2000-Watt-Ziele unterstützt

Massnahmen im Gebäudebereich

Mit der Energiestrategie 2050 hat sich die Schweiz klare Ziele gesetzt: Sie will die Energieeffizienz steigern und fossile Energien schrittweise durch erneuerbare Energien ersetzen. Die kommunale Energieplanung bildet für die Städte und Gemeinden eine wichtige Grundlage, um diese Ziele zu erreichen.

Wichtiges Planungsinstrument

Die Energieplanung einer Stadt oder einer Gemeinde zeigt auf, wie die Versorgung mit Wärme und Kälte gleichzeitig sicher, wirtschaftlich und umweltfreundlich erfolgen kann. Deshalb ist sie ein wichtiges Planungsinstrument, um die Ziele der Energiestrategie 2050 und – je nach Gemeinde – die 2000-Watt-Ziele zu erreichen. Dazu beurteilt die Energieplanung den künftigen Energiebedarf und das Angebot an erneuerbaren Energien und Abwärme.

Die Energieplanung zeigt auf, in welchen Gebieten einer Stadt oder einer Gemeinde welche Energielösungen zum Heizen und zum Kühlen Sinn machen – wo sich also zum Beispiel Fernwärme, Grundwasser, Seewasser und Erdwärme als Energieträger empfehlen. Basierend auf diesen Erkenntnissen legt die Energieplanung die anzustrebende Entwicklung der Energieversorgung sowie des Fernwärmenetzes, des Gasnetzes und der Netze von Energieverbünden fest. Für die Behörden ist die Energieplanung verbindlich. Hauseigentümerinnen und Hauseigentümer hingegen sind nicht daran gebunden.

Neue Energieplanung der Stadt Zürich

Die Energieplanung hat einen Planungshorizont von 15 Jahren. Die Stadt Zürich hat ihre Energieplanung unter der Leitung des Energiebeauftragten vollständig überarbeitet und auf die Ziele der 2000-Watt-Gesellschaft ausgerichtet. Die überarbeitete Energieplanung wurde vom Stadtrat Ende 2016 beschlossen und von der kantonalen Baudirektion im Frühjahr 2017 genehmigt.

Mit der neuen Energieplanung setzt die Stadt Zürich auf drei Stossrichtungen.

  1. Mehr Gebäude mit Fernwärme aus Kehrichtheizkraftwerken und dem gereinigten Abwasser des Klärwerks Werdhölzli versorgen

  2. Grundwasser und Seewasser als Energieträger zum Heizen und zum Kühlen nutzen

  3. Den Anteil Biogas an der Gasversorgung bis 2050 auf 45% erhöhen

Künftige Bedeutung von Erdgas/Biogas

Gemäss der neuen Energieplanung bleibt unser Stadtzürcher Versorgungsgebiet für Erdgas/Biogas in den nächsten 15 Jahren mit Ausnahme des Fernwärmegebiets Zürich-Nord unverändert. In den anderen Stadtgebieten mit Fernwärme sind zwar keine neuen Anschlüsse für Erdgas/Biogas mehr vorgesehen. Erdgas/Biogas spielt jedoch auch künftig eine wichtige Rolle: bei bestehenden Gasheizungen, für die Deckung der Spitzenlast bei Wärmeverbünden und in Fällen, in denen Fernwärme oder Wärmeverbünde nicht in Frage kommen.

Wenn Ihre bestehende Gasheizung in der Stadt Zürich das Lebensende erreicht, können Sie sie auch mit der neuen Energieplanung weiterhin durch eine Gasheizung ersetzen und zum Beispiel mit einem höheren Anteil Biogas kombinieren. Möchten Sie auf eine komplett erneuerbare Energielösung setzen? Wir zeigen Ihnen gerne die verschiedenen Möglichkeiten auf.

Sollte die Stadt Zürich in Zukunft beschliessen, die Versorgung mit Erdgas/Biogas in weiteren Stadtgebieten durch einen anderen Energieträger abzulösen, wird zwischen Beschluss und Ablösung eine Zeitspanne von mindestens 15 Jahren liegen. So können wir Sie frühzeitig informieren und Ihnen eine neue Lösung anbieten.

Unser Engagement

Die neue Energieplanung bedeutet aus unserer Sicht eine grosse Chance für die Stadt Zürich. Auf Basis des Volksentscheids zur 2000-Watt-Gesellschaft ebnet sie den Weg für weitere umweltschonende Wärmelösungen. Wir realisieren diese Lösungen und ermöglichen Ihnen damit den zukunftsorientierten Umgang mit Energie.

  • Erhöhung Biogas-Anteil: Bei unserem Erdgas-Standardprodukt setzen wir auf eine schrittweise Erhöhung des Biogas-Anteils. Dieser beträgt heute bereits 10%. Zudem haben Sie die Möglichkeit, den Biogas-Anteil individuell zu wählen.
    Zum Biogas-Shop

  • Gemeinschaftsanschlüsse ans Fernwärmenetz: In Quartieren mit kompakter Bauweise ist es nicht nötig, dass jede Liegenschaft ihre Fernwärme direkt ab der Versorgungsleitung bezieht und einen eigenen Anschluss erhält. Stattdessen realisieren wir Gemeinschaftsanschlüsse, bei denen mehrere Gebäude durch eine gemeinsame Wärmeleitung verbunden sind.
    Zu Heizen mit Fernwärme

  • Übergangslösungen: Bei Gebäuden, die zu einem späteren Zeitpunkt ans Fernwärmenetz angeschlossen werden, aber bereits jetzt ein neues Heizsystem benötigen, realisieren wir eine Übergangslösung mit flexibler Laufzeit. Diese Lösung stimmen wir individuell auf den Wärmebedarf und die technischen Möglichkeiten ab.

  • Energieverbünde: Zur Nutzung von Grundwasser und Seewasser als Energieträger planen, realisieren, finanzieren und betreiben wir Energieverbünde.
    Zu Energielösungen

Um für Sie die besten Lösungen zu realisieren und den 2000-Watt-Zielen näherzukommen, arbeiten wir eng mit Partnern wie ERZ Entsorgung + Recycling Zürich und ewz zusammen.

Auch Sie sind Energiewender oder -wenderin?

Egal ob Sie umweltfreundlich heizen, Gebrauchtes wiederverwenden oder das Auto mit Biogas tanken, wir wollen Sie kennenlernen. Erzählen Sie in einem Porträt von ihrem Engagement.

Haben Sie Fragen zur neuen Energieplanung oder steht die Sanierung Ihrer Heizung an?

Unsere Energieberater zeigen Ihnen unverbindlich und kostenlos verschiedene umweltschonende Wärmelösungen.

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