Häufig gestellte Fragen zum Energieverbund Lengg
Hier finden Sie die wichtigsten Informationen zum Energieverbund Lengg.
Die Stadt Zürich unterstützt den Energieverbund, da sie im Rahmen der neuen Gesetzgebung bis 2030 strengere Zielvorgaben für den CO2-Ausstoss erreichen muss. Der Energieverbund mit Seewasser bietet die einmalige Chance, regionale und erneuerbare Energie zu nutzen.
Nicht alle, aber die meisten städtischen Wärmenetze werden seit Januar 2025 von ewz betrieben. Um Synergien zu nutzen, hat die Stadt Zürich die Wärmeversorgung neu organisiert und die öffentlichen Netze von ERZ Fernwärme und Energie 360° an EWZ übergeben. Ausgenommen sind Netze, die über öffentliche Ausschreibungen vergeben wurden – wie die Energieverbünde Lengg und Hochschulgebiet an Energie 360° sowie einige kleinere private Energieverbünde.
Energieverbünde eignen sich besonders gut, um dicht besiedelte Quartiere oder Gewerbegebiete zuverlässig mit erneuerbarer Wärme und Kälte zu versorgen. Als Energiequellen dienen dabei Seewasser, lokales Holz sowie Abwärme aus Datencentern, Abwasserreinigungsanlagen oder Kehrrichtverbrennungsanlagen. Die Wärme- oder Kälteenergie wird in einer zentralen Anlage erzeugt und über ein Leitungsnetz an die angeschlossenen Gebäude verteilt. Dies reduziert den CO2-Ausstoss und schafft durch das Wegfallen des Heizkessels erst noch Platz.
Nein – bei sorgfältiger Planung und Umsetzung sind Seewasserverbünde eine umweltfreundliche Form der Wärme- und Kältegewinnung. Schweizer Seen bieten ein grosses, bisher wenig genutztes Potenzial für die klimafreundliche Energieversorgung. Wichtig ist, dass die Eingriffe in den natürlichen Temperaturhaushalt des Sees minimal bleiben. Tiere und Pflanzen sind an natürliche Temperaturschwankungen gewöhnt. Solange die durch die Nutzung verursachten Veränderungen kleiner sind als die natürlichen jahreszeitlichen Schwankungen, sind keine negativen Auswirkungen auf das Ökosystem zu erwarten.
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Clemens Högger, Leiter Verkauf