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Wasserstoff-Test im Gasnetz: Infos für Winkel & Bachenbülach

Testphase mit Wasserstoff im Gasnetz: Das müssen Sie wissen

Vom 25. Mai bis 5. Juni 2026 testet Energie 360° gemeinsam mit der Gemeinde Winkel die Beimischung von bis zu 20% grünem Wasserstoff im Gasnetz von Winkel und Bachenbülach. Ziel ist es, unter realen Bedingungen zu untersuchen, wie erneuerbare Gase sicher eingesetzt werden können – ohne Einschränkungen für Sie.

Warum dieser Test wichtig ist

Erneuerbare Gase werden in Zukunft eine wichtige Rolle in der Energieversorgung spielen. Sie ermöglichen es:

  • lokal erzeugte erneuerbare Energie flexibel zu speichern
  • Lastspitzen zu brechen
  • fossile Energieträger zu ersetzen
  • zur Erreichung der Klimaziele der Schweiz beizutragen
  • die Versorgungssicherheit langfristig zu stärken

Energie 360° verfolgt das Ziel, bis 2040 vollständig erneuerbare Energie zu liefern. Das Pilotprojekt H2-Bülach ist ein wichtiger Baustein auf diesem Weg.

Was bedeutet die Testwoche für Sie?

Kurz gesagt: Für Sie ändert sich nichts.

  • Ihre Gasgeräte funktionieren wie gewohnt.
  • Die Gasqualität und der Brennwert werden laufend überwacht.
  • Unser Fachpersonal gewährleistet jederzeit die gewohnte Sicherheit.

Während der Testphase möchten wir ein- bis zweimal Messungen in Ihrem Heizraum durchführen. Unser Team der Installationskontrolle meldet sich dafür frühzeitig bei Ihnen.

FAQ - Häufig gestellte Fragen

Was bedeutet H₂?

Hist die chemische Schreibweise für molekularen Wasserstoff. Es handelt sich um ein zweiatomiges, unpolares Molekül aus zwei Wasserstoffatomen. Unter atmosphärischen Bedingungen ist Wasserstoff ein farb- und geruchloses Gas. 

Warum wurden Bachenbülach und Winkel als Untersuchungsgebiet gewählt?

Das Gasnetz in Bülach/Bachenbülach/Winkel ist modern, überschaubar und in einem sehr guten Zustand. Es besteht ausschliesslich aus Kunststoffleitungen und ist damit grundsätzlich wasserstofftauglich. Die Rahmenbedingungen sind repräsentativ und liefern Erkenntnisse mit hoher Aussagekraft.

Weshalb wird die Beimischung getestet?

Wir prüfen in der Praxis, wie sich eine Beimischung von bis zu 20% erneuerbarem Wasserstoff in der Gasversorgung bewährt – sicher, zuverlässig und normkonform. Die Resultate liefern wichtige Erkenntnisse für die erneuerbare Gasversorgung der Zukunft. Das Monitoring schafft zudem Erfahrung für Betrieb, Messung sowie die Zusammenarbeit mit Kundinnen und Kunden.

Was bedeutet „bis zu 20% Wasserstoff“?

Dem Erdgas wird zeitweise bis zu 20% erneuerbarer Wasserstoff beigemischt. Die Gasqualität bleibt dabei im zulässigen Bereich und ist für Endgeräte unkritisch.

Ist Wasserstoff im Gasnetz sicher?

Ja. Die Beimischung ist befristet, wird eng überwacht und entspricht den relevanten Normen (SVGW). Der Wobbe-Index bleibt im zulässigen Bereich; Geräte arbeiten im gewohnten Betriebsfenster. Bei Abweichungen schalten wir umgehend auf den Normalbetrieb zurück.

Welchen Nutzen habe ich als Kund*in?

Sie leisten einen konkreten Beitrag zur Energiewende. Als Dank erhalten alle betroffenen Rechnungsempfänger*innen eine Gutschrift von 200 CHF. Ihre Versorgung bleibt sicher und zuverlässig; ein Handlungsbedarf für Sie besteht nicht.

Wie lange dauert der Pilotversuch?

Der Pilotversuch läuft während zweier Wochen. Start- und Enddatum kommunizieren wir in einem Brief an die betroffenen Liegenschaftsverwaltungen und auf dieser Webseite.

Ändert sich die Flamme oder der Gerätebetrieb?

Nein. Für Haushaltsgeräte sind für ein Gasgemisch mit bis zu 20% Wasserstoff keine Veränderungen zu erwarten. Die Gasqualität bleibt innerhalb des normgerechten Bereichs. Heizung, Warmwasser und Kochgeräte funktionieren wie gewohnt.

Muss jemand in meinen Heizraum?

Ja. Vorgängig möchten wir die Heizinstallation in Ihrem Heizraum prüfen. Dafür werden Sie von Energie 360° kontaktiert. Zusätzlich dazu würden wir gerne während des Testbetriebs 1–2 Messungen in Ihrem Heizraum mit einem speziellen Messgerät durchführen.

Riecht oder klingt das Gas anders?

Nein. Die Odorierung bleibt normgerecht; Gasgeruch wäre – wie immer – ein Warnsignal. Auch an der Geräuschentwicklung ändert sich nichts.

Worum geht es im erwähnten Pilotprojekt?

Im Rahmen des Pilotprojekts untersuchen wir technische Aspekte der Einspeisung und des Transports von Wasserstoff im Gasnetz. Die Studie wird vom Fachverband für Wasser, Gas und Wärme (SVGW) unterstützt.

Welche Rechtsgrundlagen gelten für die Einspeisung?

Grundlagen sind u. a. das Rohrleitungsgesetz, die Gasversorgungsverordnung sowie das SVGW-Regelwerk (insbesondere G18).

Was passiert bei unvorhergesehenen Ereignissen?

Sicherheit hat oberste Priorität. Technisch sind alle Leitungen abgesichert; bei einer Störung wird das System gesichert und bei Bedarf abgeschaltet. Bei Abweichungen schalten wir sofort auf den Normalbetrieb zurück und informieren transparent.

Kann ich die Teilnahme am Pilotprojekt ablehnen?

Das Pilotprojekt betrifft ein definiertes Netzsegment als Ganzes; eine individuelle Abtrennung ist nicht möglich. Ihre Versorgung bleibt sicher und normkonform.

Gibt es Einschränkungen im Alltag?

Nein. Vor-Ort-Aktivitäten beschränken sich auf unsere Anlagen und Messpunkte; es gibt keine Baustellen oder Sperrungen im Alltag.

Wer ist meine Ansprechperson?

Unser Projektteam ist via Direktwahl und per E-Mail erreichbar. Die Kontaktdaten finden Sie im Anschreiben und unten auf dieser Webseite.

Warum findet der Pilotversuch im Mai/Juni 2026 statt?

Der Pilotversuch findet nach der Heizperiode statt. So können wir mit stabilen Rahmenbedingungen für Messungen und Betrieb rechnen.

Haben Sie Fragen? Wir sind gerne für Sie da.

Joram Schito

Fachspezialist Netzmanagement

043 317 21 95 joram.schito@energie360.ch

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