«Ich wünsche mir mehr kulturelle Vielfalt»

Diversität ist bei Energie 360° kein Modewort und bleibt auch nach dem «pride month» Juni aktuell. Das Unternehmen will diverser werden und ergreift dafür konkrete Massnahmen. Heidi Mazenauer, Leiterin Personal bei Energie 360°, spricht über die Vorteile einer vielfältigen Belegschaft und erklärt, was das Unternehmen konkret für mehr Diversität tut.

Heidi Mazenauer, was bedeutet Diversität für Sie?

Für mich ist es Vielfalt und Anderssein. Diversität ist lebendig und farbig, bereichernd und motivierend. Dazu gehört auch, Ängste vor Unbekanntem abzubauen und einander Vertrauen zu schenken. Für mich ist Diversität schlicht eine Bereicherung des Lebens – privat und beruflich.

 

Im Verhaltenskodex von Energie 360° steht geschrieben, das Unternehmen stehe für Gleichstellung der Geschlechter und die Gleichbehandlung der Menschen, unabhängig von ihrer Herkunft, ihrer sexuellen Orientierung oder ihrem Hintergrund. Weshalb ist es nötig, dies im Verhaltenskodex festzuhalten?

Es stimmt, es sollte nicht nötig sein. Aber mit der Schriftlichkeit gewinnt es an Relevanz und an Gewicht. Ich glaube, Diversität ist in unserer Gesellschaft nicht selbstverständlich. Deshalb ist es wichtig, daran zu arbeiten. Intern ist dieser Abschnitt aber glücklicherweise kein Thema, weil wir einen respektvollen Umgang pflegen.

Portrait von Heidi Mazenauer, Leiterin Personal.

Heidi Mazenauer, Leiterin Personal.

 

Wie fördern Sie Diversität bei Energie 360° konkret?

Wir wollen den Frauenanteil steigern, dafür haben wir klare Ziele formuliert. Zudem laden wir Frauen oder ältere Bewerberinnen und Bewerber ganz gezielt für ein Gespräch ein, auch wenn wir nicht restlos von ihren Dossiers überzeugt sind. Denn wir haben die Erfahrung gemacht, dass viele einfach sehr wenig Übung haben mit Bewerbungsprozessen und sich dann unter ihrem Wert verkaufen. Im Gespräch überzeugen sie dann aber.

 

Über Heidi Mazenauer

Heidi Mazenauer arbeitet seit mehr als elf Jahren bei Energie 360°, aktuell als Leiterin Personal. Ihre Ausbildung im Bereich Human Resources absolvierte sie an der Fachhochschule Nordwestschweiz und am Institut für Angewandte Psychologie der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften.

 

Wie wichtig sind Frauen in Kaderpositionen?

Sehr wichtig, weil Frauen gewisse Themen aus anderen Blickwinkeln betrachten und Situationen anders beurteilen als Männer. Wir wollen den Frauenanteil aber nicht nur in Kaderpositionen erhöhen, sondern im gesamten Unternehmen.

 

Energie 360° agiert in einem technischen Umfeld. Oft hört man, dass es für Unternehmen in diesem Sektor besonders schwierig ist, Frauen zu rekrutieren. Wie erleben Sie das?

Es ist wirklich nicht einfach. Wir sind oft schon froh, wenn sich für die technischen Berufen überhaupt eine Frau bewirbt. Ich beobachte aber, dass es Teams gut tut, wenn sie durchmischt sind. Alle können voneinander profitieren, vom Wissen und von den persönlichen und beruflichen Erfahrungen. Deshalb lohnt sich unser Engagement.

Illustration von Händen in verschiedenen Farben

«Diversität ist lebendig und farbig, bereichernd und motivierend.»

 

Was sind die Tücken von Diversität?

Für mich hat Diversität nur Vorteile. Es braucht natürlich die Bereitschaft aller, offen, neugierig und mit Freude auf andere zuzugehen. Und vielleicht ist es auch mal nötig, seine Meinung über eine Gesellschaftsgruppe zu ändern. Bei uns stelle ich fest, dass für viele, vor allem junge Mitarbeitende, Diversität ganz normal ist. Sie haben im Ausland studiert oder gearbeitet und pflegen Freundschaften zu Menschen aus anderen Kulturen. Sie leben Diversität schon ganz selbstverständlich, das färbt natürlich auch aufs Unternehmen ab.

 

Es ist mir wichtig, dass sich alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wohl fühlen bei der Arbeit. Geschlecht, sexuelle Orientierung oder Herkunft sollen keine Rolle spielen. Diversität macht ein Unternehmen reicher an Erfahrungen und Wissen.

Jörg Wild, CEO Energie 360°

Portrait von CEO Jörg Wild

Wie zufrieden sind Sie mit der Diversität bei Energie 360°?

Beim Alter haben wir eine sehr gute Durchmischung. Es ist schön zu sehen, wie die Jungen vom Erfahrungsschatz der Älteren lernen und diese wiederum vom frischen Wissen und von der Agilität der Neueinsteigerinnen und Neueinsteiger profitieren. Ebenfalls vorbildlich geht Energie 360° mit Mitarbeitenden jeglicher sexueller Orientierung um. Es ist schlicht egal. Das hört sich plump an, ist aber der richtige Weg. Es ist ein bisschen, wie mit dem Glauben: Vor einigen Jahrzehnten spielte es in manchen Unternehmen eine Rolle, ob man katholisch oder reformiert ist. Heute interessiert das niemanden mehr – und das ist gut so, weil Religion Privatsache ist. Steigern können wir uns sicher noch bei der Anzahl Frauen und bei der kulturellen Vielfalt. Aber wir arbeiten daran.

 

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