Spende an die Arche Zürich: Drei Geschichten mit Happy End

Die Arche Zürich hilft Menschen in schwierigen Situationen. Ende 2020 unterstützte Energie 360° diese wertvolle Arbeit mit einer Weihnachtsspende an den Fonds Einzelfallhilfe. Drei Begünstigte berichten, wie ihnen der Beitrag aus dem Fonds das Leben erleichtert hat.

Eine Frau probiert orthopädische Schuhsolen an

«Als mich mein Betreuer anrief und sagte, der Beitrag für die Schuhe sei genehmigt worden, fiel mir ein grosser Stein vom Herzen.» Tamara

Tamaras Geschichte

Tamara lebt im Wohnhaus der Arche Zürich und arbeitet zunächst in der Küche. Bis sie 2020 eine Stelle in der Pflege bekommt: «In einem externen Betrieb Fuss zu fassen, war eine grosse Chance für mich», blickt sie zurück. Doch kurz nach Stellenantritt plagen Tamara stechende Schmerzen im Fuss wegen eines Fersensporns: «Das stundenlange Stehen bereitete mir von Tag zu Tag mehr Mühe.» Als sie es nach einigen Monaten nicht mehr aushält, geht sie zum Arzt. Er empfiehlt Tamara, Gesundheitsschuhe und orthopädische Einlagen zu tragen. Die Sohlen haben an der Druckstelle eine Aussparung, sodass der Fuss entlastet wird und die Entzündung abklingen kann. Doch Schuhe und Sohlen sind teuer: Sie kosten mehr als 1000 Franken. Weder die Krankenkasse noch die Sozialhilfe kommt dafür auf. Weil Tamara das Geld fehlt, stellt ihr Betreuer Christian ein Gesuch für einen Beitrag aus dem Fonds Einzelfallhilfe. Mit Erfolg: «Als mich Christian anrief und sagte, der Beitrag für die Schuhe sei genehmigt worden, fiel mir ein grosser Stein vom Herzen», erinnert sich Tamara. Noch in der gleichen Woche lässt sie sich die Füsse ausmessen. Nun trägt sie bei der Arbeit die neuen Gesundheitsschuhe samt Einlagen. In der Freizeit verwendet sie die Sohlen auch in herkömmlichen Schuhen. «Seither kann ich den Alltag wieder schmerzfrei bewältigen.» Damit das Gewebe nicht erneut anschwillt, trainiert Tamara regelmässig ihre Fussmuskulatur. «Das ist anstrengend, aber es lohnt sich.»

 

Eine schwarze Katze sitz auf dem Schoss eines Mannes mit Shirt und kurzen Hosen

«Dank des Beitrags aus dem Fonds konnte ich die Besuche mit Bobby beim Tierarzt bezahlen – eine riesige Hilfe.» Mark

Marks Geschichte

«Als Bobby vor acht Jahren zu mir kam, war er noch ganz klein», erzählt Mark. Der 57-Jährige lebt im Wohnhaus für betreutes Wohnen der Arche Zürich. Die schwarze Katze mit den bernsteinfarbenen Augen und dem charakteristischen weissen Flecken auf der Brust bedeutet ihm alles. «Bobby ist lieb, lustig und für mich wie ein Familienmitglied.» Als die Katze erkrankt, sucht Mark mit ihr den Tierarzt auf. Dem Kater werden Ohrmilben entfernt und Antibiotika verabreicht. Doch es sind weitere Behandlungen nötig – solche, die IV-Rentner Mark nicht selbst bezahlen kann. Denn er lebt am Existenzminimum. «Zu dieser Zeit ging es mir gesundheitlich nicht gut. Es kam alles auf einmal, ich war verzweifelt.» Wie wichtig Kater Bobby für Mark ist, weiss auch dessen Betreuer Philipp. Deshalb beantragt er eine Unterstützung aus dem Fonds Einzelfallhilfe. Dank des Beitrags kann Mark zwei weitere Besuche beim Tierarzt bezahlen. «Eine riesige Hilfe», wie er sagt. Heute ist Bobby wieder gesund und munter, bereitet im Wohnheim viel Freude. Mark kann aufatmen: «Ich bin total erleichtert, dass es meinem vierbeinigen Freund gut geht.»

 

Eine Frau schreibt auf einem Block

«Durch den Sprachkurs sind Davids Deutschkenntnisse wesentlich besser geworden. Nun hat er grössere Chancen, eine Stelle zu finden.» Renate

Renates Geschichte

Der kleine Jonas kommt mitten in der Coronakrise zur Welt. Nachdem seine Mutter Renate längere Zeit im Ausland gelebt und gearbeitet hat, kehrt sie kurz vor der Geburt in die Schweiz zurück. Doch der Neustart in der Heimat gestaltet sich schwierig: Zwar arbeitet die junge Mutter zu 60 Prozent als medizinische Praxisassistentin. Ihr Partner David aus den USA hat aber kein Glück bei der Stellensuche. Das Geld ist knapp. «Oft sind es viele kleinere Ausgaben, die ein Loch in die Haushaltskasse reissen», erzählt Renate. «Kommt etwas Unvorhergesehenes hinzu, sind wir Ende Monat im Minus.» Umso glücklicher ist das Paar, bei der «Arche Für Familien» eine Anlaufstelle gefunden zu haben. Der Verein unterstützt die junge Familie mit Kinderkleidern und Spielsachen. Zusätzlich erhält sie einen Beitrag aus dem Fonds Einzelfallhilfe der Arche Zürich, damit David die Semestergebühren für einen Sprachkurs bezahlen kann. So verbessert er seine Deutschkenntnisse und hat nun grössere Chancen, eine Stelle zu finden. Renate ist dankbar: «Die Unterstützung durch die Arche hat uns sehr geholfen, besonders während der schwierigen Zeit in der Pandemie.»

 

Über den Fonds Einzelfallhilfe

Der Fonds Einzelfallhilfe ermöglicht der Arche Zürich, Klientinnen und Klienten schnell und unbürokratisch mit materiellen Hilfeleistungen zu unterstützen. Die Beiträge helfen gezielt bei Auslagen, für welche die Sozialhilfe nicht aufkommt. Wer für den Fonds Einzelfallhilfe spendet, hat die Gewissheit, den Klientinnen und Klienten der Arche Zürich ganz direkt in einer finanziellen Not zu helfen.

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