Vielseitig, vegan, erfolgreich

Catering-Unternehmerin und Veganerin Lauren Wildbolz transportiert die Zutaten für ihre Koch-Events mit den eCargo-Bikes von carvelo2go. Weil es praktisch ist und Sinn macht.

Lauren Wildbolz verlässt die Bäckerei Buchmann in der Zürcher Binz. Unter dem Arm trägt sie weder Baguette noch Berliner, sondern eine frisch aufgeladene Batterie fürs gemietete Carvelo, das sie vor dem Beck gekonnt in Betrieb nimmt. «Velo aufschliessen, Akku einsetzen, Waren ausliefern – ganz simpel», sagt Wildbolz. Sie nutzt das Angebot der Sharing-Plattform carvelo2go seit Jahren. «Grosse Transporte erledigen wir mit dem Hybrid-Auto, die kürzeren Fahrten mit dem eCargo-Bike.» Lauren Wildbolz ist Catering-Unternehmerin, leitet Kochkurse, organisiert Events, hält Vorträge zum Thema «Future Food» und berät Restaurants zu Fragen veganer Ernährung. «Ich mag diese Vielseitigkeit und versuche mich im Rahmen meines Themenfeldes immer wieder neu zu erfinden», sagt sie.

Veganes Starterpaket

Produkte für die pflanzliche Küche Lauren Wildbolz liefert heute mit dem gemieteten Lastenvelo Zutaten für private Kunden aus. «Das ist ein Starterpaket mit Gemüse, Früchten, Getreide und Hülsenfrüchten, das man bei mir bestellen kann. Zudem bekommen die Kunden Videos, in denen ich ihnen die Grundlagen der veganen Ernährung erkläre.» Und Rezepte, die inspirieren: «Es geht darum, zu zeigen, dass man auf pflanzlicher Basis unkompliziert, vielfältig und gar opulent kochen kann.» Dazu kommen die biologischen und gesundheitlichen Aspekte. «Nachhaltig produzierte Lebensmittel, die weder mit Hormonen noch mit Pestiziden behandelt wurden, sind gesünder und reichhaltiger und vor allem schmecken sie besser.»

Wie ernähren wir uns morgen?

Lauren Wildbolz ist überzeugt, dass das Thema der Nachhaltigkeit bei den Leuten inzwischen angekommen ist – auch was die Nahrung betrifft. «Die Lebensmittelindustrie hat das Thema der biomolekularen, pflanzlichen Proteine für sich entdeckt – vom Fleischersatz bis zum pflanzlichen Ei.» Es gebe Studien, die zeigten, dass sich der Konsum tierischer Produkte bis in zehn Jahren halbiert. Allerdings: «In der Schweiz wird die tierische Lebensmittelindustrie aus dem Steuertopf mitfinanziert. Letztlich ist dieser Wandel auch eine Frage der Politik.»

Sicher ans Ziel «Mit dem Carvelo durch die Stadt zu kurven ist ungefährlich», sagt Lauren Wildbolz. «Die Autofahrer haben Respekt vor der Grösse des Bikes und nehmen Rücksicht.»

Lauren Wildbolz

Lauren Wildbolz ist 39 Jahre alt und wohnt mit ihrer Tochter in Zürich. Vor ihrem Masterabschluss in Fine Arts arbeitete sie als Tauchlehrerin in Ägypten, auf den Kapverden und in der Karibik. Zum Kochen kam Wildbolz unter anderem beim Reisen, wo sie in Schiffsküchen tätig war. Die Catering-Unternehmerin ist Expertin für vegane Ernährung. 2009 eröffnete sie in Zürich das erste vegane Restaurant der Schweiz.

Sie stellt das Velo vor einem Hauseingang ab und bringt die bestellten Produkte ins Gebäude. Auf diese Weise liefert die Unternehmerin nicht nur Waren aus. «So transportiere ich auch die Produkte für meine Kochkurse oder nutze das Angebot privat, um beispielsweise ein altes Möbelstück in die Brocki zu bringen.» Lauren Wildbolz hat noch einen anderen wichtigen Termin: Die Unternehmerin holt ihre Tochter vom Spielen bei einer Freundin ab – mit dem Carvelo.

Lauren Wildbolz liefert ihre Produkte direkt vor die Haustüre ihrer Kundschaft. Dazu gibts eigene Videos mit den Grundlagen der veganen Ernährung.

Lauren Wildbolz liefert ihre Produkte direkt vor die Haustüre ihrer Kundschaft. Dazu gibts eigene Videos mit den Grundlagen der veganen Ernährung.

Velo aufschliessen, Aku einsetzen und einfach losfahren: Die elektrischen Cargo-Velos sind praktisch und einfach zu bedienen.

Velo aufschliessen, Aku einsetzen und einfach losfahren: Die elektrischen Cargo-Velos sind praktisch und einfach zu bedienen.

Unsere Energiewender: Mit gutem Beispiel voran
Mit Holz heizen, saisonal einkaufen, Ökostrom beziehen, ein Start-up gründen: Energiewenderinnen und Energiewender tun etwas, um ihren ökologischen Fussabdruck zu reduzieren.

2008 haben die Zürcherinnen und Zürcher Ja gesagt zur 2000-Watt-Gesellschaft. Auf dem Weg dorthin braucht es das Engagement von Politik, Institutionen, Unternehmen – und von Energiewenderinnen und Energiewendern, wie Energie 360° sie porträtiert. Wir stellen Menschen aus Zürich und der Schweiz vor und zeigen, was sie tun, um ihren ökologischen Fussabdruck zu reduzieren.
Sie sind auch Energiewender? Erzählen Sie anderen Leserinnen und Lesern davon.

Jetzt bewerben

Kommentar verfassen*