Netzwerke braucht die Welt

Der Mensch bringt gerne Dinge zusammen. Neue Technologien ermöglichen das Zusammenwachsen von Dingen, die bis anhin nicht kompatibel schienen. Diese neuen Netzwerke verändern unsere Welt – und ermöglichen uns, Ressourcen einzusparen. Denn Vernetzung bringt Effizienz.

Kennen Sie ihn auch, den Kühlschrank, der automatisch übers Internet frische Milch bestellt? Wenn es um Vernetzung und um intelligente Geräte geht, ist er unser aller Lieblingsbeispiel.

Nun, wer die Herausforderungen der Zukunft lösen will, braucht Vernetzung. Der «denkende Kühlschrank» bringt uns vielleicht nicht weiter. Doch der «denkende Cola-Automat», der 1982 an einer Universität in den USA dank Sensoren dem Besitzer meldete, wann es Zeit wurde, ihn mit neuen Flaschen wieder aufzufüllen (und nebenbei auch ein Kühlschrank war), war mehr als nur eine gute Idee. Er war einer der ersten Schritte ins «Internet of Things» (IoT). Neun Jahre später, 1991, gelangte ein «intelligenter Thermostat» auf den Markt. Dieser sammelte Wetterdaten und regulierte so die Heizung proaktiv. Resultat: Energie gespart. Beide Beispiele zeigen exemplarisch: Vernetzung bedeutet Effizienz.

 

Neue Dinge zusammenbringen

Wenn Vernetzung also die Effizienz steigert, warum nicht systematisch prüfen, ob sich Netzwerke, Systeme und Disziplinen miteinander verbinden lassen? Ein Ansatz, den auch Energie 360° verfolgt, etwa beim Management von Energiesystemen.
Paradebeispiel ist die Mobilität: Der Elektroauto-Boom steht kurz bevor. Darum muss das Netz an Ladestationen für Elektroautos grösser werden. Und es müssen neue Reservations- und Bezahlformen gefunden werden. Wie alltagstauglich diese neuen Netzwerke jetzt bereits sind, zeigt das aktuelle Beispiel einer Liegenschaft in Niederlenz AG: Deren Mieterinnen und Mieter haben vor ihrer Haustüre eine Ladestation für ihr Elektroauto. Der Strom stammt von der Solaranlage auf dem Hausdach; Verteilung und Abrechnung übernimmt eine intelligente Steuerung.

 

Auch Carsharing braucht Vernetzung

In den Stadtzürcher Siedlungen Schauenberg und Kreuzplatz stellte Energie 360° von Sommer 2016 bis Frühling 2019 gemeinsam mit Partnern je ein Elektroauto zur Verfügung. Reserviert wird ganz einfach per App. Wie auch aufgeschlossen und bezahlt. Der Ökostrom, der benötigt wird, um das Fahrzeug fahrtüchtig zu machen, ist ebenso wie die Versicherung im Mietpreis inbegriffen. Das «Sharing-Auto» wird bevorzugt für Gütertransporte und grössere Einkäufe genutzt. Durch die Vernetzung entstehen für die Anwohnerinnen und Anwohner Vorteile: Sie sparen Zeit (keine Parkplatzsuche) und Geld (kein eigenes Auto). Ausserdem verringern sie den CO2-Ausstoss (Antrieb durch Ökostrom statt durch Benzin), was dem Quartier und dem Klima gleichermassen zugutekommt.

 

Erneuerbare Energien einbinden

Wie rasch die bis anhin unabhängig voneinander funktionierenden Netzwerke «Strom», «Wärme» und «Mobilität» zu einem grossen System zusammenwachsen, zeigt die Statistik. Noch 1980 galt: Fast die Hälfte des Schweizer Energieverbrauchs entfallen auf Erdöl- und Gasbrennstoffe. Heizen war eine fossile Angelegenheit. Doch mittlerweile drängen mit Strom betriebene Lösungen auf den Wärmemarkt und fast jedes fünfte Gebäude wird in der Schweiz mit einer Wärmepumpe beheizt – was eine gute Sache ist, besonders wenn der Strom aus erneuerbaren Energiequellen stammt. Zum Beispiel von der Solaranlage auf dem eigenen Hausdach.

 

Netzwerke schlau verzahnen

Es ist auch hier die Aufgabe von Systemintegratoren wie Energie 360°, die verschiedenen Netzwerke so miteinander zu verzahnen, dass für jede Anwendung die effizienteste Energiequelle genutzt wird. Das bedeutet, wenn immer möglich lokal produzierte erneuerbare Energien mit einzubinden. Dafür braucht es intelligente Zähler, genügend Bandbreite, um die Daten zu übermitteln – und eine Software, die alles steuert. Lösungen, die Energie 360° im Griff hat. Wie gut dies bereits funktioniert, zeigt die Praxis eindrücklich: Längst kann der Energieverbrauch ganzer Wohnblöcke oder Areale zentral gesteuert werden – unter Einbezug lokal und nachhaltig produzierter Energie. In Huttwil BE beispielweise entsteht in den nächsten zwei Jahren die Siedlung Hohlen, eine Plus-Energie-Überbauung. Die Bewohner der rund hundert Wohneinheiten werden sich weitgehend selbständig mit Sonnenstrom versorgen. Auch in dieser Überbauung teilen sich die Bewohner im Carsharing verschiedene Elektroautos, was Zweitfahrzeuge überflüssig macht. Unter dem Strich bleibt das gute Gefühl, ohne Einschränkung einen aktiven Beitrag zum Klimaschutz zu leisten.

 

Mensch und Klima profitieren

Die gute Nachricht also: Die Technologien, um die Netzwerke zusammenzubringen, existieren und werden laufend verbessert. Die noch bessere Nachricht: Die Umwelt, das Klima und wir Menschen profitieren tatsächlich von der versprochenen Effizienzsteigerung der neuen Netzwerke. Ob unser Kühlschrank eines Tages tatsächlich die Milch automatisch bestellt, ist egal. Hauptsache, die benötigte Energie wird so effizient wie möglich eingesetzt.

 

Ausgeklügelte Energiegemeinschaft

Vernetzung und Digitalisierung sind wichtige Innovationstreiber für das Schweizer Unternehmen Smart Energy Link (SEL), an dem Energie 360° zu rund 60 Prozent beteiligt ist. SEL bietet eine intelligente Steuerung an, die den Energiehaushalt von Mehrfamilienhäusern, Gewerbebauten und ganzen Arealen regelt und optimiert– zum Beispiel von selber produziertem
Sonnenstrom. Das zahlt sich aus: Für Eigentümer und Investorinnen, für Gebäudeverwalter, für Planerinnen und Installateure und für die Nutzer der Liegenschaften.

Smart Energy Link AG kennen lernen

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