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Wärmeverbund Nord in Embrach

Wärme aus erneuerbaren und regionalen Holzschnitzeln

Gemeinsam mit der Gemeinde Embrach realisieren wir im nördlichen Dorfteil einen klimaschonenden Wärmeverbund. Er produziert die Wärme zu mindestens 90% mit einem erneuerbaren und regionalen Energieträger: mit Holzschnitzeln, die vorwiegend aus dem gemeindeeigenen Wald stammen.

Luftaufnahme Embrach Wärmeverbund Dreispitz

Das Wichtigste in Kürze

  • Versorgung von rund 150 Liegenschaften im Embrach mit Wärme aus regionalen Holzschnitzeln

  • Erste Wärmelieferungen im Herbst 2020

  • CO2-Einsparung gegenüber den heutigen Heizungen um zirka 4000 Tonnen pro Jahr

     

Das Wichtigste in Kürze

  • Versorgung von rund 150 Liegenschaften im Embrach mit Wärme aus regionalen Holzschnitzeln

  • Erste Wärmelieferungen im Herbst 2020

  • CO2-Einsparung gegenüber den heutigen Heizungen um zirka 4000 Tonnen pro Jahr

     

Jetzt Fördergelder beantragen!

Der Kanton Zürich hat seit dem 1. Juli 2020 ein Programm zur Förderung erneuerbarer Energie aufgelegt. Wenn Sie Ihre Heizung auf einen Fernwärmeanschluss umstellen, können auch Sie einen kantonalen Förderbeitrag beantragen. Der Antrag muss vor dem Umbau der hauseigenen Heizanlage eingereicht werden. Sie können das Gesuch über portal.dasgebaeudeprogramm.ch/zh einreichen.

Möchten Sie mehr zum Förderprogramm des Kantons wissen, bietet die Baudirektion Zürich, Amt für Abfall, Wasser, Energie und Luft viele Informationen.

Das Gesuch für die Fördergelder verlangt eine Bescheinigung der Wärmeenergie für den Wärmeverbund Nord in Embrach. Bitte fügen Sie diese dem Antrag bei.

Wärmeverbund Nord wird erweitert

Die Akquise des Wärmeverbunds verlief sehr erfolgreich und Energie 360° hat bereits während der Planung des ersten Teils (Dreispitz) diverse Anfragen aus dem nördlichen Gemeindegebiet um den Embraport erhalten. Deshalb haben Energie 360° und die Gemeinde Embrach entschieden, den Wärmeverbund bis ins Gebiet Hard zu erweitern (siehe Grafik) und den Wärmeverbund in «Embrach Nord» umzubennen. Anstatt den ursprünglich vorgesehenen rund 80 Liegenschaften versorgt Energie 360° in Zukunftbis zu 150 Gebäude mit klimafreundlicher Energie.

 

Die Bauarbeiten für die Fernwärmeleitung der ersten Etappe sind in vollem Gange. Der Zeitplan ist straff, jedoch gehen die Arbeiten sehr gut voran und bisher kam es zu keinerlei Verzögerungen. Auch der Bau der Heizzentrale auf dem Areal des Embraports startete im April. Bereits im Herbst nimmt diese ihren Betrieb auf und versorgt die ersten 20 Liegenschaften mit Wärme.

 

Liegt Ihre Liegenschaft innerhalb der erweiterten Versorgungszone? Sie haben Interesse an einem Anschluss? - Teilen Sie uns Ihre Bedürfnisse per Fragebogen mit und lassen Sie uns diesen zukommen.

Lageplan Erweiterung Embrach Nord
Der Wärmeverbund Embrach Nord mit der ersten Etappe (blau) und der geplanten Erweiterung (grün)

So funktioniert der Wärmeverbund

Mithilfe einer gemeinsamen Heizzentrale beliefern wir verschiedene Liegenschaften in Embrach mit Wärmeenergie für die Heizung sowie das Warmwasser. Die Wärme gelangt in Form von heissem Wasser zu den Kundinnen und Kunden. Dazu verlegen wir voraussichtlich mehr als 4000 Meter wärmegedämmte Fernwärmeleitungen. In jedem angeschlossenen Gebäude geht die Wärme mit Hilfe eines Wärmetauschers auf das bestehende Wärmeverteilsystem über und stellt die Energie für die Heizung und das Warmwasser bereit.

Das Kernstück der Heizzentrale umfasst mehrere Holzschnitzelkessel. Die grösseren Kessel decken den Energiebedarf während der Heizperiode. Der kleine Kessel gewährleistet den Betrieb im Sommerhalbjahr. Um den Betrieb der Holzschnitzelkessel zu optimieren, planen wir einen grossen Warmwasserspeicher. Für den Spitzenbedarf an sehr kalten Wintertagen und für eine optimale Versorgungssicherheit installieren wir zusätzlich einen Ölkessel.

Kundinnen und Kunden werden gebietsweise bzw. etappiert im Zeitraum 2020-2023 angeschlossen (vgl. Plan rechts) und können so von der erneuerbaren Energie des Wärmeverbunds profitieren.

Etappierung Wärmeverbund Dreispitz

Bauetappen 2020:

  1. Stationsstrasse: Anfang Februar bis Ende März - abgeschlossen

  2. Querstrasse - Etappe 1: Mitte Februar bis Mitte April - abgeschlossen

  3. Unterquerung Rheinstrasse: Anfang März bis Ende April - abgeschlossen

  4. Anschluss Querstrasse/Im Feld - Etappe 1: Juni bis August

  5. Unterquerung Dorfstrasse/Blauenweg - Etappe 1: Mitte April bis Anfang Juni - im Bau

  6. Querstrasse - Teil 2: Ende April bis Ende Juni - im Bau

  7. Verbindung Rheinstrasse/Im Feld - Etappe 2: Mitte Mai bis Mitte Juli - im Bau

  8. Eichenweg: Anfang Juni bis Ende Juli

  9. Rheinstrasse - Etappe 1: Ende Juni bis Mitte August

  10. Im Feld - Etappe 3: Mitte Juli bis Anfang September - vorgezogen, abgeschlossen

  11. Blauenweg - Etappe 2: Anfang August bis Ende September - Hausanschlüsse im Bau

  12. Rheinstrasse - Etappe 2: Mitte August bis Mitte Oktober

Bauetappen 2021:

  • Unterquerung Bülachstrasse

Bauetappen 2022:

  • Illingerstrasse

  • Stationsstrasse

  • Kellersackerstrasse

Lageplan Embrach

Vorteile für die Kundinnen und Kunden

Ökologische Vorteile

  • Gut fürs Klima: Die eingesetzte Energie ist zu über 90% CO2-neutral und erneuerbar.

  • Kurze Transportwege: Durch den Einsatz von regionalen Holzschnitzeln sinkt die Abhängigkeit von importierter Energie mit langen Transportwegen.

  • Zukunftssichere Technologie: Der Wärmeverbund erfüllt die Anforderungen des neuen Energiegesetzes.

Finanzielle Vorteile

  • Kein Risiko: Vor bösen Überraschungen wie etwa hohen Reparaturkosten bleiben die Wärmekunden verschont.

  • Planbare Kosten: Bei regionalen Holzschnitzeln als Energieträger sind die Wärmekunden weniger von Preisschwankungen betroffen als bei fossiler Heizenergie.

  • Wert steigern: Der Anschluss ans Fernwärmenetz wertet das Gebäude auf.

     

Betriebliche Vorteile

  • Wenig Aufwand: Die Wärmekunden brauchen sich nicht länger um Betrieb, Wartung und Instandhaltung einer eigenen Heizung zu kümmern.

  • Platz gewinnen: Der bisherige Heizkessel und Öltank entfallen. Das schafft Platz.

  • Sicher versorgt: Das Fernwärmenetz funktioniert äusserst zuverlässig.

     

Die 7 Schritte zum Anschluss an den Wärmeverbund

  1. Füllen Sie für eine unverbindliche Anfrage unseren Fragebogen aus.

  2. Wir prüfen die Anfrage und informieren Sie, ob ein Anschluss Ihres Gebäudes an den Wärmeverbund möglich ist.

  3. Bei einem positiven Bescheid erhalten Sie von uns ein individuelles Angebot, das auf Ihren bisherigen Verbrauchsdaten basiert.

  4. Wenn Sie mit dieser Richtpreisofferte einverstanden sind, beantragen Sie den Anschluss an den Wärmeverbund. Damit bestätigen Sie auch die benötigte Leistung.

  5. Wir besuchen Sie, um mit Ihnen vor Ort alle Details zum Hausanschluss zu besprechen.

  6. Anschliessend erhalten Sie von uns den Wärmeliefervertrag.

  7. Sie prüfen den Vertrag und senden ihn uns unterzeichnet zurück. Damit beauftragen Sie uns, den Hausanschluss zu erstellen.

     

Fragen und Antworten zum Projekt

Warum ist für das nördliche Gebiet in Embrach die Idee eines Wärmeverbunds entstanden?

Die Gemeinde Embrach besitzt grosse Waldflächen und somit den Rohstoff für klimaschonende Wärmeverbünde. Deshalb gehört zu den energiepolitischen Legislaturzielen der Gemeinde, einen weiteren Wärmeverbund zu realisieren. Als Quartier mit verdichteten Bauten und einer hohen Anzahl Wohneinheiten eignet sich der nördliche Dorfteil ideal dafür. Wegen des grossen Interesses haben wir den Wärmeverbund auf die umliegenden Gebiete ausgeweitet.

Welche Kosten muss ich als Hauseigentümer tragen, wenn ich meine Liegenschaft an den Wärmeverbund anschliesse?

Als einmalige Investition bezahlen Sie einen Anschlusskostenbeitrag. Zusätzlich muss Ihr Heizungspartner allenfalls die Wärmeverteilung im Haus sowie die Warmwasseraufbereitung anpassen. Die laufenden Kosten bestehen aus dem Grundpreis pro Kilowatt Anschlussleistung und dem Energiepreis pro Kilowattstunde für die bezogene Wärme.

Welche Arbeiten erledigt Energie 360° für den Anschluss in meiner Liegenschaft?

Wir kümmern uns um den Hausanschluss ans Fernwärmenetz und um die Übergabestation in Ihrem Gebäude. Mit den Installationen ab der Übergabestation beauftragen Sie ein Heizungsunternehmen Ihrer Wahl.

Kann ich mein Gebäude auch in einigen Jahren noch an den Wärmeverbund anschliessen?

Nicht mit Sicherheit. Wir bauen den Wärmeverbund ohne nennenswerte Reserven im Leitungsnetz. Falls Sie Ihr Gebäude in Zukunft an den Wärmeverbund anschliessen wollen, müssen wir das schon heute einplanen.

Empfiehlt sich ein Anschluss auch, wenn ich meine Heizung noch nicht ersetzen müsste?

Ja. Ihr Hausanschluss lässt sich einfacher, schneller und kostengünstiger erstellen, wenn das gleichzeitig mit den Bauarbeiten fürs Fernwärmenetz erfolgt. Daher bieten wir jenen Eigentümern, die ihre Heizung noch nicht sofort auf Fernwärme umstellen möchten, einen etappierten Einstieg an. So fallen beim Realisieren des Hausanschlusses erst 50% der Kosten an. Und wenn Ihre bestehende Heizung nicht mehr funktioniert, ist eine Umstellung besonders rasch möglich.

Muss ich bei diesem etappierten Einstieg auch schon einen verbindlichen Vertrag unterzeichnen?

Ja, Sie schliessen bereits jetzt einen Wärmeliefervertrag ab – jedoch verbunden mit einer Zusatzvereinbarung. Gemäss dieser Vereinbarung zahlen Sie beim Erstellen des Hausanschlusses 50% des Anschlusskostenbeitrags und haben fünf Jahre Zeit für die Umstellung Ihrer Heizung auf Fernwärme. Die neue Wärmeübergabestation wird dann in einem zweiten Schritt installiert. Zu diesem Zeitpunkt stellen wir Ihnen die andere Hälfte des Anschlusskostenbeitrags in Rechnung.

Wie lange läuft der Wärmeliefervertrag?

Der Wärmeliefervertrag wird für 30 Jahre abgeschlossen. Somit ist Ihre Wärmeversorgung auf lange Zeit preisstabil gesichert.

Was passiert nach dem Auslaufen des Wärmeliefervertrages?

Die Gemeinde Embrach kann Energie 360° die Konzession für den Betrieb des Wärmeverbundes für weitere Jahre erteilen oder den Wärmeverbund selber weiter betreiben. Falls Energie 360° den Wärmeverbund weiter betreibt, werden die Wärmelieferverträge in gegenseitigem Einverständnis mit den Kundinnen und Kunden weitergeführt.

Was passiert, wenn der Wärmebedarf meines Gebäudes sinkt – zum Beispiel durch eine nachträgliche Wärmedämmung?

Bei einer wesentlichen Änderung können Sie die abonnierte Leistung in Absprache mit uns auf den tatsächlichen Bedarf anpassen. Sie bezahlen dann nur noch den Grundpreis für die reduzierte Leistung.

Warum wird der Wärmeverbund nicht zu 100% erneuerbar betrieben?

Um Leistungsspitzen an sehr kalten Wintertagen abzudecken und die Versorgungssicherheit zu erhöhen, kommt ein Spitzenlastkessel zum Einsatz. Dieser ist nur wenige Stunden pro Jahr im Einsatz. Zugunsten eines fairen Wärmepreises wird darauf verzichtet diese Spitzen mit Holzschnitzeln abzudecken.

Interessieren Sie sich für den Wärmeverbund "Breiti" in Embrach?

Eugen Spitznagel, Account Manager Lösungen
ENERGIE360-6BGUBG6ITB
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