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Warum der Sonnenenergie die Zukunft gehört

Natürliche Energie für Strom und Wärme

Solarenergie können Sie auf zwei Arten nutzen: Mit einer Photovoltaikanlage produzieren Sie Solarstrom, mit einer thermischen Solaranlage Warmwasser und Wärme für Ihre Heizung. Beide Technologien sind ausgereift und lassen sich inzwischen auch wirtschaftlich nutzen.

Photovoltaikanlagen

Funktionsweise

Die Solarzellen einer Photovoltaikanlage verwandeln das Licht der Sonne in Strom. Jede Solarzelle besteht aus zwei übereinanderliegenden Siliziumschichten, von denen die eine positiv, die andere negativ geladen ist. Wenn Sonnenlicht auf die Solarzelle trifft, spaltet es elektrisch geladene Teilchen in negative und positive auf. Dabei werden die negativ geladenen Teilchen nach oben zur negativ geladenen Siliziumschicht gezogen. Allerdings streben die unterschiedlich geladenen Teilchen danach, sich wieder zu verbinden. Dazu muss das negativ geladene Teilchen einen Umweg über dünne Leiterbahnen auf der Solarzelle nehmen. So entsteht Gleichstrom. Das Stromnetz im Haus und im Quartier funktioniert jedoch mit Wechselstrom. Deshalb wandelt ein Wechselrichter den Gleichstrom der Solaranlage in Wechselstrom um.

Installation und Lebensdauer

Je nach Besonnung und Ausrichtung Ihres Gebäudes können Sie nicht nur auf dem Dach Solarpanels montieren lassen, sondern auch an der Fassade. Die durchschnittliche Lebensdauer einer Photovoltaikanlage beträgt gemäss dem Branchenverband Swissolar 30 bis 40 Jahre.

Nutzung des Solarstroms

Sie können den Solarstrom Ihrer Photovoltaikanlagen auf zwei Arten nutzen.

  1. Komplette Einspeisung ins Stromnetz

  2. Eigenverbrauch

Um die Solaranlage möglichst wirtschaftlich zu betreiben, empfiehlt sich der Eigenverbrauch. Denn auf den selbst verbrauchten Strom fallen keine Netznutzungskosten und Abgaben an. Daher lohnt es sich, den Anteil Eigenverbrauch von oft nur 20–30% so weit wie möglich zu erhöhen – etwa mit Hilfe einer intelligenten Steuerung und unserem Smarthome-System Smartacus.

In Mehrfamilienhäusern oder Überbauungen kann es sich lohnen, dass mehrere Parteien den selbst produzierten Solarstrom gemeinsam nutzen. Denn so lässt sich ein hoher Eigenverbrauch erreichen. Dazu gründen die Bewohnerinnen und Bewohner einen Zusammenschluss zum Eigenverbrauch (ZEV). Sie erhalten ihre Stromrechnung dann nicht mehr vom Energieversorger, sondern vom Eigentümer der Solaranlage, der die Abrechnung übernimmt. Von einem Zusammenschluss zum Eigenverbrauch profitieren beide Seiten.

  • Die Bewohnerinnen und Bewohner erhalten Solarstrom zu einem tiefen Preis.

  • Der Eigentümer der Photovoltaikanlage erwirtschaftet eine höhere Rendite.

Bedingung für einen Zusammenschluss zum Eigenverbrauch ist, dass nur noch ein gemeinsamer Anschluss ans öffentliche Stromnetz besteht.

Selbst mit intelligenter Steuerung und Batteriespeicher ist ein vollständiger Eigenverbrauch kaum realistisch. Einen Teil Ihres Solarstroms speisen Sie also ins Stromnetz ein. Die physikalische Energie vergütet Ihnen der Netzbetreiber zu einem fixen Rückliefertarif. Den ökologischen Mehrwert (Herkunftsnachweis) können Sie auf zwei Arten verkaufen.

  • Verkauf ebenfalls an den Netzbetreiber

  • Verkauf über eine Ökostromplattform (Direktvermarktung)

Förderung

Der Bund unterstützt den Bau von Photovoltaikanlagen durch Fördergelder. Die Höhe hängt von der Grösse der Solaranlage ab.

Kleine Einmalvergütung (KLEIV): Diese Vergütung gilt für Photovoltaikanlagen mit einer Leistung zwischen 2 und 99,9 kWp und wird wie folgt abgewickelt:

  1. Inbetriebnahme der Anlage

  2. Anmeldung für KLEIV bei der Pronovo AG, einem Tochterunternehmen der nationalen Stromnetzgesellschaft Swissgrid

  3. Auszahlung des einmaligen Förderbeitrags

Wenn Sie eine KLEIV beantragen, müssen Sie allerdings mit einer Wartefrist rechnen. Informieren Sie sich bei der Pronovo AG über die aktuelle Wartefrist.

Grosse Einmalvergütung (GREIV): Diese Vergütung gilt für Photovoltaikanlagen mit einer Leistung zwischen 100 kWp und 50 MWp und wird wie folgt abgewickelt:

  1. Anmeldung für GREIV bei der Pronovo AG

  2. Aufnahme auf die Warteliste

  3. Grundsatzverfügung

  4. Inbetriebnahme der Anlage

  5. Auszahlung des einmaligen Förderbeitrags

Wenn Sie eine GLEIV beantragen, müssen Sie mit einer mehrjährigen Wartefrist rechnen. Informieren Sie sich bei der Pronovo AG über die aktuelle Frist.

Kostendeckende Einspeisevergütung (KEV): Anders als bei der KLEIV und der GREIV wird die KEV nicht einmalig ausbezahlt, sondern über viele Jahre und pro kWh produziertem Solarstrom. Allerdings finden nur noch Photovoltaikanlagen Aufnahme im Fördersystem der KEV, die bis zum 30. Juni 2012 angemeldet wurden und mehr als 100 kWp leisten.

Steuervergünstigungen

Die Investitionen für Ihre Photovoltaikanlage können Sie in den meisten Kantonen von den Steuern abziehen.

Thermische Solaranlagen

Funktionsweise und Nutzung

Wenn bei der Solarthermie die Sonnenstrahlung auf die Kollektoren trifft, erwärmt sich der sogenannte Absorber. In diesem Teil der Sonnenkollektoren zirkuliert eine Flüssigkeit. Sie erhitzt sich und fliesst zum Speicherkessel. Dort gibt sie ihre Energie ab und gelangt abgekühlt wieder zu den Kollektoren.

Die Wärme im Speicherkessel lässt sich nicht nur fürs Warmwasser nutzen. Sie kann auch die Heizung ergänzen. Deshalb ist das Zusammenspiel von Solarthermie und Gasheizung eine optimale Kombination. Immer häufiger kommt Solarwärme ausserdem zum Kühlen und als Prozesswärme zum Einsatz. Unabhängig von der Nutzung ist für die Wirtschaftlichkeit entscheidend, dass die thermische Solaranlage richtig dimensioniert wird. Lassen Sie sich dazu von einer Fachperson beraten.

Lebensdauer

Die durchschnittliche Lebensdauer einer thermischen Solaranlage beträgt gemäss dem Branchenverband Swissolar 20 bis 25 Jahre. In dieser Zeit sind nur geringe Unterhaltsarbeiten erforderlich.

Förderung

Die meisten Kantone und viele Gemeinden gewähren Förderbeiträge für thermische Solaranlagen. Wenn sich Ihre Liegenschaft in unserem Gasversorgungsgebiet befindet und Sie Ihre Gasheizung mit Sonnenkollektoren kombinieren, erhalten Sie von uns eine Solarprämie.

Steuervergünstigungen

Die Investitionen für Ihre thermische Solaranlage können Sie in den meisten Kantonen von den Steuern abziehen.

Möchten Sie die Vorteile der Sonnenenergie nutzen? Bei unserem Solarpaket erhalten Sie eine fertig installierte thermische Solaranlage zum attraktiven Pauschalpreis.

Giada Rapaglià, Energieberaterin
ENERGIE360-6BGUBG6ITB
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