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Dezentrales und lokales Energiemanagement ist die Zukunft

Stromverbraucher*innen produzieren immer häufiger selbst Strom. Das stellt hohe Anforderungen ans Energiemanagement. Es wird lokaler und dezentraler und erfordert eine entsprechende Steuerung. Energie 360° antwortet darauf etwa mit Smart Energy Link.

Publiziert 05.09.2017 Aktualisiert 14.10.2022 Lesedauer 4 min

Lange herrschten klare Verhältnisse: Es gab einerseits Unternehmen, die Energie produzierten, andererseits Verbraucher*innen, die Energie konsumierten. Heute ist die Energiewelt komplizierter: Die klassische Rollenaufteilung verschwindet. Die regulatorischen Bedingungen und die technischen Möglichkeiten ermöglichen allen, sich an der Energieproduktion zu beteiligen, etwa mit eigenen Solarpanels. Dies schafft das Bedürfnis einer neuen und dynamischeren Energiesteuerung. Dezentrales Energiemanagement ist gefragt.

Zunehmend vernetzte Energieversorgung

Weil sich Strom nur begrenzt speichern lässt, geht es im Energiemanagement darum, jederzeit eine Balance zu finden zwischen Angebot (Energieproduktion) und Nachfrage (Energiebezug). Bisher wurde diese Balance auf Basis von recht statischen Angebots- und Bedarfsprognosen zentral hergestellt. Weil die Konsument*innen den Energiehaushalt vermehrt selbst optimieren (und den selbstproduzierten Strom auch selbst nutzen), wird die Energieverteilung immer dynamischer. Und sie organisiert sich lokal im Zusammenspiel smarter Gebäude und Einheiten. Die digitale Vernetzung von Produktion und Konsum macht es möglich, die Vielzahl von Beteiligten automatisiert aufeinander abzustimmen –in einem intelligenten dezentralen Energiesystem.

Unsere Gebäudesteuerung optimiert den Eigennutzungsgrad und balanciert Lastspitzen elegant aus.

Tobias Stahel

Geschäftsführer Smart Energy Link

Die Digitalisierung ist ein wichtiger Innovationstreiber und steht damit im Fokus der Smart Energy Link AG. Die junge Firma ist unter der Schirmherrschaft von Energie 360° und der Elektrolink AG entstanden, im lab360, dem Innovationslabor von Energie 360°. Sie ist heute selbständig und ermöglicht es Immobilienbesitzer*innen, den Weg für die Energiewende zu ebnen. Energie 360° hält 62% des Aktienkapitals.

Solarstrom vom Dach, Erdwärme zum Heizen, smart gesteuert und wirtschaftlich umgesetzt: Das Energiesystem der Überbauung Ecoviva in Niederlenz ist vorbildlich.

Energiesteuerung spart Energie und Geld

Smart Energy Link steht für die dezentrale Energieoptimierung in Mehrparteiengebäuden und Arealen. Das Unternehmen bietet Lösungen an, mit denen Gebäude den Eigenverbrauch optimieren. Damit nutzt etwa eine Eigenverbrauchsgemeinschaft selbst produzierten Solarstrom optimal für Alltag, Wärme und Elektromobilität. Die Gemeinschaft stellt so ökonomisch und ökologisch ein Gleichgewicht her zwischen Produktion und Verbrauch, Netzbezug und Netzeinspeisung.

Smartgrid oder Microgrid? Das sind die Unterschiede

Microgrids sind regionale, in sich geschlossene, intelligente Stromverteilungsnetze, zum Beispiel Arealnetze. Produzent, Verbraucher und Speicher sind direkt miteinander verbunden. Smartgrids sind intelligente Netze für die Stromversorgung. Darin kommunizieren Produzent, Verbraucher und Speicher miteinander, um zentral und dezentral eingespeiste Energie bedarfsgerecht und effizient zu verteilen.

Kernstück ist die smarteste Gebäudesteuerung der Schweiz. Sie optimiert einerseits die Produktion und andererseits den Eigenverbrauch in Mehrparteiengebäuden. Dies tut sie, indem sie miteinander vernetzte elektrische Geräte intelligent steuert. Ausserdem misst und verrechnet sie Energie. Smart Energy Link macht Gebäude auch fit für Smartgrid, das intelligente Stromnetz. Das Gebäude wird zum Beispiel fähig, auf Tarif-Signale aus dem Versorgungsnetz zu reagieren und erneuerbare Energie dann zu nutzen, wenn sie günstig ist. Dieser effiziente Umgang mit Strom macht die lokale Produktion wirtschaftlicher. Immobilienbesitzer*innen sparen Kosten und leisten erst noch einen Beitrag zur Stabilität der Schweizer Energieversorgung.

Das Zuhause von morgen ist emissionsfrei

Auf der Basis von Wetterdaten kann Smart Energy Link voraussagen, wie viel erneuerbare Energie die Solaranlage in den nächsten Stunden produzieren wird. Anhand dieser Prognose und mittels der errechneten Überproduktionswerte steuert das System Wärmepumpen oder Ladestationen für Elektroautos. Es führt ihnen je nach aktuellem Produktionsstand mehr oder weniger Energie zu. Das spart Netzenergie und macht das Zuhause von morgen emissionsfrei. Immobilienbesitzer*innen erhöhen dank Smart Energy Link die Rentabilität ihrer Photovoltaikanlagen.

Bezieht ein Mehrfamilienhaus sehr viel Strom aufs Mal, wird es teuer.

Tobias Stahel

Geschäftsführer Smart Energy Link

Tiefere Stromkosten dank Smart Energy Link

Die Zentrale erfasst ausserdem den Energiekonsum der einzelnen Mietparteien und erstellt Abrechnungen. Durch die Dezentralisierung profitieren Mieter*innen nicht nur von ökologischer Energie, sondern auch von tieferen Energiekosten. Denn: «Bezieht zum Beispiel ein Mehrfamilienhaus sehr viel Strom aufs Mal, wird es teuer», erklärt der Geschäftsführer von Smart Energy Link Tobias Stahel. Das ist typischerweise abends der Fall, wenn in mehreren Wohnungen gleichzeitig das Licht brennt, die Backöfen und Fernseher laufen und zugleich in der Garage die Elektroautos geladen werden. «Unsere Gebäudesteuerung optimiert den Eigennutzungsgrad und balanciert Lastspitzen elegant aus», so Stahel.

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