Energiebranche und Innovation: die Top-Trends der nächsten 5 Jahre

Sie treiben die Energiebranche an und arbeiten täglich an ihrer Zukunft. Sie sind CEOs, Innovatoren und Berater. Wir haben sie anlässlich des Branchentages Energie am WorldWebForum 2017 gefragt, was die Top-Trends sind und welche Innovationen die Energiebranche in die Zukunft führen.

Energie 360° war Partner des wwfEnergy, einem Gipfeltreffen der Branche. Mit dem Ziel, den Dialog zur Energiezukunft zu initialisieren, nutzten wir die führende Konferenz zum Thema Digitalisierung und stellten die Frage nach der Zukunft der Energieversorgung.

Sehen Sie hier die Auswahl der interessantesten Aussagen.

Energiebranche und Innovation: die Top-Trends der nächsten 5 Jahre

Finden Sie hier die wichtigsten Aussagen aus dem Video im Wortlaut.

Urs Rengel, CEO EKZ: Top-Trends in der Energiebranche

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Die Top-Trends in der Energie sind Batteriespeicher, Prosumer – Prosumer heisst, dass man als Kunde eben nicht nur konsumiert, sondern auch produziert – und ein Netz von einer Einbahnstrasse zu einer gegenverkehrs-tauglichen Strasse zu machen.

 

Tobias Stahel, Innovator Energie360°: Energiesysteme bottom-up steuern

Wir werden die Energiesysteme neu bottom-up steuern und nicht mehr top-down, wie das früher der Fall war. Das wird eine radikale Veränderung geben in der Energiebranche. Ein zweiter wichtiger Aspekt ist, dass Wärme, Strom und Mobilität zusammenwachsen werden. Das wird viel stärker eine Einheit im Vergleich zu heute.

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Kurt Lüscher, Consultant Imforce: Prozessoptimierung für die Energiebranche

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In der Energie geht es sicher auch um Prozessoptimierung. Man muss günstig produzieren können. Es geht darum, die Kundenbeziehungen zu modernisieren. Also Nutzung unter anderem zum Beispiel auch von Social Media in den Vertriebskanälen, aber auch im Kundendienst.

 

Rasmus Nutzhorn, Innovation Coach: Null Subventionen für Energie

Die nächsten fünf Jahre werden für den Sektor definiert von einem offensichtlichen Trend zu Erneuerbaren, von sinkenden Preisen, null Subventionen und Wettbewerb.

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Nadja Lang, CEO, Max Havelaar: Speicherkapazität und Energieeffizienz

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Davon leiten sich aus meiner Sicht zwei Themen ab. Das ganze Thema Speicherkapazität auf der einen Seite. Auf der anderen Seite die ganze Energieeffizienz. Darin, denke ich, spielen wiederum andere Trends hinein. Digitalisierung, ganz konkret zum Beispiel das Internet Of Things. … Die Waschmaschine läuft eben dann, wenn auch die Sonne scheint – natürlich viel effizienter, als zu einem anderen Zeitpunkt.

 

Rasmus Nutzhorn, Innovation Coach: Amazon als Energieversorger

Sie werden sehen, dass viele Energieunternehmen versuchen werden, kundenseitig Lösungen anzubieten oder die Qualität der Beziehung zu verstärken. Wenn ihnen das gelingt, könnte das sehr interessant werden. Doch ich sehe auch eine Chance für Amazon oder Google, zuerst zuhause bei den Leuten zu sein. Leute, die bereits Zugang zum Haus haben – das trifft auf Energiedienstleister zu – sehen diesen Zugang nicht als als Zugang zur Kundenbeziehung. Gleichzeitig könnten kleine Sprecheranlagen von Amazon auf dem Küchentisch die Tür zu dieser Beziehung werden. Ich denke daran, wie Amazon die Infrastruktur für die Unternehmens-IT startete, die Cloud Services. Diese Angebotslinie, weshalb sollen sie die nicht auch auf die Energie ausweiten? Und wenn sie [Amazon] diese Beziehung zuerst etablieren, dann wird die Businessinnovation, die der Energiesektor nun anstrebt, für ihn zu einer holprigen Strasse.

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Nadja Lang, CEO, Max Havelaar: Energieversorger definieren sich neu

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Kunden produzieren selber. Energieversorger werden dort grosse Herausforderungen haben, ihre Rolle im Markt neu zu definieren. Das wird spannend werden. Das heisst, Energielösungen – und nicht mehr nur einzelne Produkte – werden dort sicherlich im Vordergrund stehen.

 

Kurt Lüscher, Consultant, Imforce: neue Energieprodukte entwickeln

Last but not least geht es auch darum, neue Produkte zu entwickeln, wie im Bereich Smart Home oder im Management von lokalen, intelligenten Netzen und solchen Dingen.

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Tobias Stahel, Innovator Energie360°: Gesamtlösungen für die Energiebranche

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Ein dritter wichtiger Aspekt ist, dass die Energiebranche künftig Gesamtlösungen anbieten werden muss. Servicepakete, die einen Mehrwert bieten für die Immobilienbesitzer und für die Gemeinden.

 

Ronny Kaufmann, CEO SwissPower: Überleben die Energieversorger?

Ich kann es mittlerweile nicht mehr hören, ob man überlebt oder nicht. Diese Frage stellt sich für uns nicht.

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Urs Rengel, CEO EKZ: für die Energiedienstleister sehr optimistisch

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Für die Zukunft des Schweizer Energiedienstleisters bin ich sehr optimistisch, weil die Dezentralisierung zu mehr Dienstleistungsnachfrage führen wird.

 

Kurt Lüscher, Consultant Imforce: Vorfreude auf die Zukunft der Energiebranche

Ja, ich freue mich auf diese Zeit, die Zukunft der Energiebranche, weil wir am Anfang stehen von gewaltigen Veränderungen, die ja auch riesige Chancen mit sich bringen. Und solche Veränderungen haben mir immer schon gefallen.

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Ronny Kaufmann, CEO SwissPower: Was tut die Energiebranche morgen?

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Für mich stellt sich die Frage nicht, obs uns noch gibt morgen, sondern was tun wir morgen.

 

Peter Richner, Stv. Direktor EMPA: Die Energiebranche muss sich ranhalten

Ob das in der Schweiz gut kommt mit der Zukunft der Energie? Ich bin eigentlich immer optimistisch, aber wir müssen uns schon ranhalten.

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