Wie nachhaltige Energielösungen die grüne Wirtschaft ankurbeln

Viele Innovatoren, Entscheider und Umsetzer trafen sich am Swiss Green Economy Symposium 2019. Mit dabei als Referenten: Drei Fachleute von Energie 360° für nachhaltige Energielösungen. Sie stellten ihre Thesen vor und zeigten auf, wie Ökonomie und Ökologie Hand in Hand gehen.

«Innovativ und lustvoll zusammenarbeiten» lautete das Motto des 7. Swiss Green Economy Symposiums in Winterthur. Der wichtigste Schweizer Anlass rund um nachhaltiges Wirtschaften machte deutlich, wie die Zusammenarbeit von Wirtschaft, Politik, Wissenschaft und NGOs zu mehr Wohlstand und zum Schutz der Umwelt beiträgt. Dabei wurden konkrete Beispiele präsentiert, innovative Lösungen diskutiert und Erfolgsrezepte geteilt.

 

Lebensqualität dank Green Economy

Grundpfeiler des Swiss Green Economy Symposiums sind die UNO-Nachhaltigkeitsziele 2030. Darin hat die UNO die grüne Wirtschaft erstmals als zentralen Treiber für eine nachhaltige Entwicklung genannt. Die Green Economy hat zum Ziel, materiellen Wohlstand zu ermöglichen, sozialen Frieden zu erhalten und eine intakte Umwelt zu bewahren – also Lebensqualität zu schaffen.

Das Swiss Green Economy Symposium versteht sich als neutrale Plattform, um unterschiedliche Positionen aufzuzeigen und den konstruktiven Dialog zu fördern. Dazu gab es am diesjährigen Anlass neben Impulsreferaten und Panels auch 13 Innovationsforen. Zu den Referenten zählten drei Fachleute von Energie 360° für nachhaltige Energielösungen.

 

Langfristige Nachhaltigkeit

Marcel Brülisauer, Produktmanager Lösungen, präsentierte seine Thesen im Innovationsforum «Zukunftsfähige Immobilien durch umfassende Nachhaltigkeit». Die Ausgangslage: Neue Immobilien müssen heute mehrere Anforderungen gleichzeitig erfüllen. Sie sollen eine angemessene Rendite generieren, komfortablen Wohn- und Arbeitsraum bieten, die Umwelt schonen sowie auf die Digitalisierung, verschärfte Gesetzesvorschriften und weitere künftige Entwicklungen vorbereitet sein.

«Das gelingt nur, wenn Immobilen und Energiesysteme ganzheitlich betrachtet werden», lautete das Fazit von Marcel Brülisauer. «Weil sich durch solche Gesamtkonzepte Synergien ergeben, entstehen die besseren nachhaltigen Energielösungen.»

Marcel Brülisauer über die Energielösungen von Energie 360°.

Marcel Brülisauer, Produktmanager Lösungen, präsentierte seine Thesen im Innovationsforum «Zukunftsfähige Immobilien durch umfassende Nachhaltigkeit».

Die Bauherrschaft erhält ein abgestimmtes, integrales Energiesystem mit langfristiger Performance-Garantie.

Bei Projekten dieser Art agiert Energie 360° als Bauherr des Energiesystems. Die Partnerschaft mit dem Eigentümer der Liegenschaft erstreckt sich über Entwicklung, Finanzierung, Realisierung, Betrieb und Energiemanagement, also über den gesamten Lebenszyklus. Marcel Brülisauer betonte denn auch den ökonomischen Nutzen der langfristigen Nachhaltigkeit. Als Musterbeispiel nannte er die integrale Energie- und Mobilitätslösung fürs neue Areal Stockacker in Reinach (BL): «Dieses Projekt zeigt einmal mehr: Der Schlüssel zu integralen und nachhaltigen Energielösungen ist die Vernetzung – technisch und vor allem menschlich.»

 

Smarte Arealpartnerschaften

Die Vorteile der Vernetzung standen auch im Fokus des Referats von Elvis Mujagić, Projektentwickler Lösungen bei Energie 360°. Er referierte im Innovationsforum «Smart-City-Partnerschaften für eine nachhaltige Zukunft». Dieses beschäftigte sich damit, welchen Nutzen Smart-City-Strategien bieten und wie sich die Herausforderungen bei der konkreten Umsetzung meistern lassen.

«Der Schlüssel zu smarten Arealen ist eine Vernetzung hoch drei», lautete dazu die These von Elvis Mujagić.

Elvis Mujagic über die Energielösungen von Energie 360°.

Die Vorteile der Vernetzung standen auch im Fokus des Referats von Elvis Mujagić, Projektentwickler Lösungen bei Energie 360°.

Zuerst braucht es demnach die Vernetzung der Partner: des Bauherrn des Areals und des Bauherrn des Energiesystems. Als Zweites werden die technischen Systeme vernetzt – sämtliche Anlagen für Wärme, Kälte, Strom, Mobilität, Smart Solutions und Facility Management.

Für deren perfektes Zusammenspiel sorgt drittens die Vernetzung der Daten. Sie ermöglicht auch, erneuerbare Energien optimal zu nutzen. Elvis Mujagić nannte als Beispiel die digitale Lösung Smart Energy Link. Sie verknüpft die eigene Energieproduktion, etwa durch eine Photovoltaikanlage, mit grossen Stromverbrauchern wie Wärmepumpe oder Elektroauto. Weiter ist sie mit Sensoren und Zählern vernetzt. Dadurch wird sie zusätzlich zur Plattform für Monitoring und Abrechnung.

 

Energiequellen priorisieren

«Wege zu einer Wärmeversorgung ohne fossile Brennstoffe» lautete der Titel eines weiteren Innovationsforums am Swiss Green Economy Symposium. Denn ein Wärmemarkt mit erneuerbaren Energien gehört zu den Schlüsselelementen für den Umbau des Energiesystems. Tony Kluser, Leiter Lösungsentwicklung Transformation, präsentierte das Engagement von Energie 360° für diese Transformation hin zu nachhaltigen Energiequellen und stellte zwei Thesen vor.

Erstens sollten nachhaltige Energiequellen gemäss einer Rangfolge priorisiert werden. Als Beispiel dafür nannte Tony Kluser die Energieplanung der Stadt Zürich. Sie legt fest, dass mit höchster Priorität lokal anfallende Abwärme als Wärmequelle zu nutzen ist.

Tony Kluser über die Energielösungen bei Energie 360°.

Tony Kluser, Leiter Lösungsentwicklung Transformation, präsentierte das Engagement von Energie 360° für diese Transformation hin zu nachhaltigen Energiequellen und stellte zwei Thesen vor.

An zweiter Stelle stehen lokale erneuerbare Energiequellen wie Grund-, Fluss- und Seewasser. Danach folgt Gas, das immer mehr erneuerbar wird.

Die zweite These lautete, dass es oft Verbundlösungen braucht, um nachhaltige Energiequellen zu erschliessen. Das ist etwa bei der Abwärme von Kehrichtverwertung und Abwasserreinigung der Fall. «Solche wertvollen Energiequellen können wir nur mit Fernwärme in Grossverbünden nutzbar machen», sagte Tony Kluser. In der Stadt Zürich beteiligt sich Energie 360° zurzeit am Ausbau der Fernwärmeversorgung und erstellt dazu Gemeinschaftsanschlüsse.

Kommentar verfassen*