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Häufige Fragen - FAQ

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Häufige Fragen nach Kategorien sortiert

Kundenservice

Wie kommt der Gaspreis zustande?

Der Gaspreis setzt sich aus dem Arbeitspreis und einem Leistungspreis für den Gasanschluss zusammen. Der Leistungspreis besteht je nach Anwendung entweder aus einem fixen Betrag pro Jahr oder aus einem Betrag, der von der installierten Leistung (in kW) abhängig ist. In allen Preisen inbegriffen ist das Netznutzungsentgelt. Dieses deckt alle Kosten für den Transport und die Verteilung des Gases sowie alle Administrationsgebühren.

Weshalb muss ich einen Leistungspreis bezahlen?

Die Leistung muss auch Energie 360° ihren Vorlieferanten bezahlen. Die klare Trennung zwischen Arbeitspreis und Leistungspreis ermöglicht eine verursachergerechte Weiterverrechnung an die Kunden. Früher waren diese Kosten im Gaspreis aller Kunden enthalten und somit haben alle für die speziellen Bedürfnisse von einzelnen Nutzern bezahlt. Die Verrechnung des Leistungspreises schafft zudem Anreize, die Energieeffizienz dank moderner Technik zu verbessern.

Wie wird die Leistung bestimmt?

Es gilt die eingestellte Leistung der Anlage (Feuerungswärmeleistung), sofern sie nicht höher ist als die installierte Leistung. Ansonsten gilt die installierte Leistung.

Welche Leistung wird verrechnet, wenn ich mitten im Jahr die Leistung verändere?

Die Rechnungsteilung für den Leistungspreis erfolgt anteilsmässig, pro rata temporis, mit der jeweiligen Gasbezugsrechnung.

Warum erhalte ich vor der Rechnung für die Energielieferung jeweils Teilrechnungen?

Teilrechnungen haben den Zweck, die Energiekosten auf kleinere Raten zu verteilen. Das System ermittelt die Betragshöhe aufgrund des Vorjahresverbrauchs. Alle Teilrechnungen werden bei der Energieverrechnung in Abzug gebracht.

Warum muss ich die Teilrechnung bezahlen, wenn ich die Rechnung für die Energielieferung bezahlt habe?

In der Energieverrechnung wurde der Betrag aller Teilrechnungen berücksichtigt und abgezogen – ohne zu prüfen, ob eine Zahlung bei uns eingegangen ist.

Weshalb stimmt der Betrag auf der Teilrechnung nicht exakt mit dem Betrag überein, der auf der Rechnung für die Energielieferung in Abzug gebracht wird?

Auf der Teilrechnung wird die Mehrwehrtsteuer (MwSt.) ausgewiesen. Auf der Rechnung der Energielieferung werden die in Abzug gebrachten Teilrechnungen ohne MwSt. abgebildet. Die MwSt. wird erst am Schluss mit dem offenen Nettobetrag verrechnet.

Auf welcher Berechnungsgrundlage basiert der Umrechnungsfaktor?

Der Gasverbrauch wird in Betriebskubikmetern (Bm3) gemessen. Die Verrechnung erfolgt aber in Kilowattstunden (kWh). Die Umrechnung von Bm3 auf kWh basiert auf folgenden, für jede Anlage individuellen Grunddaten: Höhenstufe (Barometerdruck), Gastemperatur, Abgabedruck, Brennwert.

Was passiert, wenn ich ein neues Gerät einbaue, ein Gerät entferne oder die Feuerungswärmeleistung neu einstellen lasse?

Energie 360° überprüft die Energierechnung und passt die zu verrechnende Leistung allenfalls an.

Sicherheit

Wen kann ich mit der Installation eines Gasherds beauftragen?

Gasherde dürfen nur durch installationsberechtigte Fachpersonen installiert werden. Siehe dazu das Verzeichnis der Installateure: Verzeichnis Installateure.

Wer erteilt die Installationsbewilligung für Gasinstallationen?

Im Gasversorgungsgebiet von Energie 360° erteilt nur Energie 360° die Installationsbewilligung für Gasinstallationen.

Wann muss die Installationsanzeige für Gasinstallationen Energie 360° eingereicht werden?

Bei jedem Ersatz oder der Neuinstallation von Gasapparaten wie Heizkessel, Gasherd, Durchlauferhitzer usw. muss Energie 360° eine Installationsanzeige eingereicht werden. Ebenfalls erforderlich ist eine Installationsanzeige, wenn eine Gasinstallation demontiert oder abgeändert wird und wenn Gasarmaturen, Zähler und Regler versetzt werden.

Wird ein Gaszähler demontiert, ist der ausgebaute Zähler unverzüglich durch den Sanitärinstallateur an uns zu retournieren. Die Gaszähler sind Eigentum von Energie 360°. Nicht mehr benötigte Gasinstallationen sind fachgerecht zu verschliessen respektive zu verzapfen und uns zur Abnahme zu melden.

Welche Gefahr besteht bei einem alten Gasherd ohne Zündsicherung?

Unverbranntes Gas kann ungehindert ausströmen, wenn z.B. die Flamme durch einen Luftzug gelöscht wird.

Welche Vorteile bietet eine Zündsicherung?

Eine Zündsicherung verhindert, dass unverbranntes Gas ausströmen kann.

Wer bietet Gasherde an?

Die meisten Küchengerätehersteller wie z.B. Electrolux, Bosch, Zanussi, usw.

Wen kann ich mit der Installation beauftragen?

Sprechen Sie mit Ihrem Installateur. Eine aktuelle Übersicht bieten wir Ihnen unter diesem Link. 

Bin ich verpflichtet, einen Gasherd ohne Zündsicherung zu ersetzen?

Es gibt keine gesetzliche Grundlage, die Sie zu einem Austausch eines Gasherds ohne Zündsicherung verpflichtet. Ein Gasherd ohne Zündsicherung entspricht jedoch nicht mehr dem heutigen Standard. Wir empfehlen deshalb aus Sicherheitsgründen, Gasherde ohne Zündsicherung durch ein neues Modell mit Zündsicherung zu ersetzen. Die meisten Gasherde, welche vor 1998 produziert wurden, haben keine Zündsicherung integriert.

Welcher Vorteil bietet ein Gasherd gegenüber einem Elektroherd?

Bei Gasherden ist die Wärmezufuhr sofort regulierbar und eignet sich daher sehr gut zum Kochen.

Wie merke ich, wenn unverbranntes Erdgas ausströmt?

Gas ist odoriert und riecht nach einem Knoblauch-Schwefel-Gemisch, das unangenehm auffällt.

Kann ich meinen Gasherd mit einer Zündsicherung nachrüsten?

Grundsätzlich können die meisten Geräte mit einer Zündsicherung nachgerüstet werden. Die Kosten des Nachrüstens fallen aber im Verhältnis zu einem neuen Gasherd meistens zu hoch aus. Wir empfehlen deshalb den Austausch durch ein neues Gerät mit Zündsicherung.

Wo sehe ich, wann mein Durchlauferhitzer das letzte Mal gewartet worden ist?

Das Datum ist in Ihrem Serviceheft oder auf der letzten Rechnung vermerkt.

Wie oft sollte ein gasbetriebener Durchlauferhitzer gewartet werden?

Ein Gasdurchlauferhitzer sollte einmal pro Jahr durch eine Fachperson gewartet werden.

Wen kann ich mit der regelmässigen Wartung meiner Gasgeräte beauftragen?

Für die Wartung und Reparaturen Ihrer Gasgeräte wenden Sie sich bitte an Ihren Installateur, den Hersteller oder den Gerätelieferanten.

Wird der Ersatz von Gasherden ohne Zündsicherungen finanziell durch Energie 360° unterstützt?

Nein. Gasgeräte fallen in den Zuständigkeitsbereich der einzelnen Liegenschaftsbesitzer. Es gilt dabei zu berücksichtigen, dass seit 1998 keine Gasherde ohne Zündsicherung mehr verkauft werden. Man kann somit davon ausgehen, dass diese Geräte vollumfänglich abgeschrieben sind.

Elektromobilität

Was spricht dafür, ein Elektroauto zu fahren?

Für die Elektromobilität gibt es gleich mehrere gute Gründe:

  • Es macht viel Spass, ein Elektroauto zu fahren. Das maximale Drehmoment steht sofort bereit, was selbst bei Kleinwagen für eine überraschend sportliche Beschleunigung sorgt.

  • Mit Ökostrom verursacht ein Elektrofahrzeug sehr geringe CO2-Emissionen.

  • Elektromobile produzieren beim Fahren keine Luftschadstoffe. Mit Ökostrom betrieben, sind sie auch in der Gesamtbilanz praktisch emissionsfrei.

  • Ein Elektromotor ist etwa vier Mal effizienter als ein Verbrennungsmotor – er nutzt die eingesetzte Energie also viel besser aus.

  • Ein E-Auto kann bequem in der eigenen Garage geladen werden oder dort, wo es sonst noch längere Zeit steht.

  • Elektroautos fahren bei niedrigem Tempo viel leiser als Autos mit Verbrennungsmotor und entlasten darum die lärmgeplagten Innenstädte.

Schonen Elektroautos wirklich das Klima? Die Produktion ihrer Batterie benötigt ja auch viel Energie.

Das stimmt. Deshalb sollte für eine möglichst exakte CO2-Bilanz auch der CO2-Ausstoss bei Herstellung und Entsorgung des Autos berücksichtigt werden. Bei einer solchen Gesamtbetrachtung zeigt sich: Am besten schneiden Autos ab, die zum Fahren erneuerbare Energien nutzen – also Elektromobile, die mit Ökostrom fahren, und Erdgas/Biogas-Autos, die Biogas tanken.

Gibt es überhaupt genügend Ökostrom, falls die Zahl der Elektroautos in der Schweiz deutlich wächst?

Ja. Wenn die Nachfrage nach Ökostrom steigt, wird es für Energieunternehmen und private Investoren interessant, in zusätzliche Produktionsanlagen für Ökostrom zu investieren. Dadurch wächst auch das Angebot an Ökostrom. Deshalb ist es wichtig, dass die Fahrerinnen und Fahrer von Elektroautos bei ihrem Energieversorger Ökostrom bestellen oder eine Ökostromvignette fürs Elektrofahrzeug kaufen.

Wie lange hält die Batterie eines Elektromobils?

Da Lithium-Ionen-Batterien der neusten Generation erst seit etwa 2010 eingesetzt werden, gibt es noch keine Langzeitstudien. Unter Forschern ist zum Beispiel umstritten, ob das Schnellladen die Batterie eines Elektroautos vorzeitig altern lässt. Die Erfahrungen mit Hybridautos zeigen aber, dass deren Nickel-Metallhydrid-Batterien eine lange Lebensdauer haben.

Was mache ich als Käuferin oder Käufer eines Elektrofahrzeugs, wenn die Batterie nicht mehr richtig funktioniert oder an Kapazität verliert?

Die meisten Hersteller von E-Autos geben auf die Batterie eine lange Garantie. Sinkt die Kapazität innerhalb der Garantiezeit unter einen festgelegten Wert, wird sie ausgewechselt. Noch geringer fällt das Risiko aus, wenn die Batterie des Elektroautos nicht gekauft, sondern gemietet wird. In diesem Fall garantiert der Hersteller während der gesamten Lebensdauer des Fahrzeugs für eine voll funktionstüchtige Batterie.

Welche Arten von Elektroautos gibt es?

  • Batterieelektrische Autos (BEV): Sie werden von einem oder mehreren Elektromotoren angetrieben und beziehen die Energie dafür ausschliesslich aus ihrer Batterie. Aufgeladen werden sie an einer Elektroladestation. Beispiele: Tesla Model S, BMW i3, Renault Zoe.

  • Range-Extender-Autos (REX oder EREV): Diese Elektrofahrzeuge verfügen zusätzlich zum Elektromotor über einen Verbrennungsmotor. Auf längeren Strecken lädt er die Batterie laufend nach, was eine ähnliche Reichweite ermöglicht wie bei einem konventionellen Benziner. Die Räder werden aber ausschliesslich vom Elektromotor angetrieben. Beispiele: BMW i3 Range Extender, Opel Ampera.

  • Plug-in-Hybride (PHEV): Wie Range-Extender-Autos verfügen sie über einen Elektromotor und einen Verbrennungsmotor. Allerdings können hier beide Motoren auf die Räder wirken. Zudem ist die Batterie, um das Gewicht und die Kosten zu senken, deutlich kleiner dimensioniert und reicht unter Alltagsbedingungen für eine elektrische Reichweite von 20 bis 50 Kilometern. So lassen sich kurze Strecken rein elektrisch zurücklegen. Bereits auf mittleren Strecken kommt aber vor allem der Verbrennungsmotor zum Einsatz. Beispiele: Audi A3 e-tron, VW Golf GTE, Mitsubishi Outlander PHEV.

  • Brennstoffzellenautos (FCEV): Auch sie werden von einem Elektromotor angetrieben. Den Strom dafür beziehen sie aber nicht von einer Ladestation; er wird direkt im Fahrzeug laufend durch eine Brennstoffzelle produziert. Für diesen chemischen Prozess braucht es Wasserstoff, den das Auto ähnlich wie bei konventionellen Modellen in einem Tank mitführt. Getankt wird der Wasserstoff in wenigen Minuten an einer Tankstelle – mit hohem Druck und luftdicht wie bei Erdgas/Biogas. Da es sich um eine neue Technologie handelt, gibt es erst wenige Automodelle und Tankstellen. Beispiele: Hyundai ix35 FCEV, Hyundai SUV Nexo, Toyota Mirai.

Hybridfahrzeuge (HEV) wie der Toyota Prius, deren Batterie nur beim Fahren, aber nicht an einer Ladestation aufgeladen werden, gelten nicht als Elektroauto.

Warum ist die Modellauswahl bei E-Autos so klein?

Inzwischen bieten die meisten grossen Hersteller reine Elektroautos oder Plug-in-Hybride an. Vor allem bei Letzteren wächst das Angebot rasch. Viele Hersteller geben ihnen bis vor Kurzem gegenüber den reinen Elektromobilen zurzeit noch den Vorzug, weil sie die gleiche Reichweite erzielen wie ein konventionelles Fahrzeug und für die Fahrerinnen und Fahrer die kleinere Umstellung bedeuten. Da die Batteriekosten aber stark sinken, die Reichweiten der E-Autos ständig zunehmen und die Hersteller immer strengere CO2-Zielwerte zu erreichen haben, nimmt das Angebot an reinen Elektrofahrzeugen stetig zu.

Wieso sind Elektroautos so viel teurer als vergleichbare Benziner?

Elektrofahrzeuge sind wegen der Batterieherstellungskosten bei der Anschaffung teurer. Doch der Kaufpreis ist nur die halbe Wahrheit: Für einen aussagekräftigen Vergleich müssen die Gesamtkosten (TCO) betrachtet werden. Hier schneiden einige E-Autos bereits heute mindestens gleich gut ab wie vergleichbare Benziner. Dafür sorgen einerseits die tieferen Kosten für Service und Unterhalt, da bei einem Elektromotor weniger Teile gewartet und erneuert werden müssen. Andererseits fallen die Treibstoffkosten gemäss der Schweizer Studie «Korelation» mit empirischen Daten von 200 Elektrofahrzeugen rund 60% tiefer aus als bei vergleichbaren Benzinern. Schwierig gestalten sich Prognosen für den Restwert von Elektroautos in der Schweiz, da die meisten Modelle der neusten Generation erst seit Kurzem auf dem Markt sind. Mit einem Leasing lässt sich das Restwertrisiko eines E-Autos jedoch begrenzen.

Gibt es für die Schweiz Vergleichsdaten zu den Gesamtkosten von Elektrofahrzeugen?

Ja, zum Beispiel führt die Fachgesellschaft e’mobile des Verbands Electrosuisse Kostenvergleiche durch. Sie zeigen, dass verschiedene Elektroautos sogar bei einer geringen Jahresfahrleistung von 10 000 km gleiche oder tiefere Gesamtkosten verursachen wie vergleichbare Benzinmodelle. Dabei gibt es regionale Unterschiede, weil für Elektroautos in einigen Kantonen eine deutlich reduzierte oder gar keine Verkehrssteuer anfällt.

Kostenvergleich anschauen

Reicht die heutige Anzahl Ladestationen, um ein Elektroauto zu fahren?

Ja. Empirische Erhebungen wie die Studie «Korelation» im Auftrag des Bundesamts für Energie zeigen, dass die Fahrerinnen und Fahrer ihr Elektroauto in der Schweiz vorwiegend zu Hause oder am Arbeitsplatz laden. Energie 360° plant solche Ladeinfrastrukturen für zu Hause und auf der Arbeit und setzt Private Charging Projekte in der ganzen Schweiz um. Als Ergänzung macht es Sinn, schrittweise ein Netz von öffentlichen Ladestationen an attraktiven Standorten aufzubauen – etwa in Einkaufszentren, in Parkhäusern, bei Ausflugszielen und auf Autobahn-Raststätten. Energie 360° geht mit gutem Beispiel voran und hat in den letzten Jah-ren zusammen mit Partnern zahlreiche solche Stromtankstellen in der Schweiz realisiert und wird dieses Netz auch in den kommenden Jahren weiter ausbauen.

Kann ich mein Elektroauto an einer normalen Steckdose laden?

Ja. Aus Sicherheitsgründen empfiehlt sich das jedoch nicht. Haushaltssteckdosen sind nicht für den Dauerbetrieb mit so hohen Ladeleistungen gemacht. Stattdessen sollten Sie zumindest eine Industriesteckdose (CEE 16) verwenden, die genügend abgesichert ist. Eine gute, aber etwas teurere Lösung sind spezielle Ladestationen für zuhause (HCD = Home Charge Device). Damit laden Sie Ihr Elektroauto schneller. Zudem verfügen HCD in der Regel über eine Zeitschaltuhr, sodass Sie das Laden zum Beispiel auf die Nachtstunden zum Niedertarif programmieren können. Energie 360° plant solche Ladeinfrastrukturen für zu Hause oder auf der Arbeit und setzt Private Charging Projekte in der ganzen Schweiz um.

Kann ich mein Elektroauto an jeder Elektrotankstelle laden?

Nein. Die verschiedenen Elektroautos weisen unterschiedliche Ladeanschlüsse auf. Diese eignen sich entweder für das Laden mit Wechselstrom (AC), für das Schnellladen mit Gleichstrom (DC) oder für beides. Energie 360° bietet bei den DC-Schnellladestationen immer Ladekabel für die Fahrzeuganschlüsse CCS und CHAdeMO an.

Wie lange dauert das Laden eines Elektroautos?

Die Ladezeit eines Elektrofahrzeugs hängt von dessen Batteriekapazität sowie von der Ladeleistung ab und variiert daher sehr stark. Durchschnittlich beträgt die Ladezeit an einer Heimladestation 6 bis 8 Stunden vom leeren Zustand bis zur vollständigen Ladung. Die Batterie eines Elektroautos ist jedoch selten ganz leer. Deshalb reicht oft eine Ladezeit von 3 bis 4 Stunden. Bei Schnellladestationen lässt sich je nach E-Auto in 15 bis 30 Minuten genügend Strom für 100 km Fahrt laden.

Was sind Schnellladestationen?

Wie der Name sagt, handelt es sich um Ladestationen, an denen ein Elektromobil besonders schnell geladen werden kann – also mit hoher Leistung. Eine genauere, weltweit anerkannte Definition fehlt aber bisher. In der Schweiz gilt eine Stromtankstelle mit mindestens 20 kW Leistung als Schnellladestation.

Mit welchen Leistungen werden Elektrofahrzeuge in Zukunft geladen?

In der Schweiz entsteht derzeit ein Netz von Ladestationen mit besonders hoher Ladeleistung von bis zu 150 kW. Dazu wurde das Unternehmen GOtthard FASTcharge AG (GOFAST) gegründet, an dem Energie 360° beteiligt ist. Für die nächsten Jahre plant GOFAST rund 50 Stromtankstellen.

Mehr über GOFAST erfahren

Kann ich jede halböffentliche oder öffentliche Ladestation nutzen?

Das hängt davon ab, welchem Zugangssystem die Ladestationen angeschlossen sind und ob Sie über die entsprechende Berechtigung verfügen. Bisher benötigten Sie zahlreiche Kundenkarten von den verschiedenen Ladenetzwerken und Betreibern, um mit Ihrem Elektromobil Stromtankstellen in der ganzen Schweiz zu nutzen. Dieser für Fahrerinnen und Fahrer von Elektroautos wenig praktische Zustand ändert sich nun schrittweise. Immer mehr Betreiber von Elektrotankstellen schliessen sich den wenigen grossen Ladenetzwerken in der Schweiz wie swisscharge.ch an. Und diese Ladenetzwerke wiederum integrieren ihr Zugangssystem in die europaweite E-Roaming-Plattform Hubject, welche alle Ladestationen für Elektroautos vernetzt. Mit ganz praktischen Folgen für Sie: Dank Hubject genügt es, wenn Sie Kundin oder Kunde von swisscharge.ch sind, um mit Ihrem Elektrofahrzeug viele halböffentliche und öffentliche Ladestationen in Europa zu nutzen.

Vorteile von swisscharge.ch entdecken

Welche Kosten fallen beim Laden an?

Das bestimmen die Betreiberinnen und Betreiber der Stromtankstellen in der Schweiz. Sie verrechnen einen Preis pro Zeiteinheit (z. B. pro Stunde Ladezeit), einen Preis pro geladene Kilowattstunde Strom oder eine Kombination von beidem. Einige Betreiberinnen und Betreiber von Elektrotankstellen berechnen der Einfachheit halber eine Pauschale pro Ladevorgang.

Kann es passieren, dass ich mit meinem E-Auto plötzlich stehen bleibe?

Das kann Ihnen grundsätzlich genauso passieren wie bei einem Benziner, bei dem Sie den Tank leerfahren. Aber die heutigen Elektroautos machen die Fahrerin oder den Fahrer rechtzeitig darauf aufmerksam, wenn die Energie zur Neige geht, und reduzieren automatisch elektrische Verbraucher wie zum Beispiel die Heizung. So bleibt genügend Energie, um die nächste Ladestation anzusteuern. Mehr noch: Bei einigen Elektromobilen geben Sie einfach Ihren Zielort ein und das Elektrofahrzeug ermittelt, an welchen Ladestationen Sie Halt ma-chen sollten. Weiter berechnet das System die passende Geschwindigkeit, damit Sie Ihr Ziel sicher erreichen. Falls Sie doch einmal stehen bleiben sollten, gibt es verschiedene Pannendienste, wie zum Beispiel von BMW selber oder vom TCS, die Ihr Auto mir einer mobilen Batterie wieder aufladen können. Künftig dürfte sich die Frage der Reichweite kaum noch stellen. Denn einerseits steigt die Batteriekapazität und somit die Reichweite der E-Autos laufend und andererseits wird das Netz von Ladestationen für Elektroautos immer dichter.

Wie engagiert sich Energie 360° für die E-Mobilität?

Energie 360° ist überzeugt: Die Elektromobilität setzt sich durch. Deshalb engagiert sich das Unternehmen finanziell und mit seinem Know-how dafür, dass Sie Ihr Elektroauto in der Schweiz ganz einfach nutzen und an attraktiven Standorten laden können. Für Ihre sorglose E-Mobilität baut Energie 360° an einem schweizweiten Netz von Ladestationen mit und bindet diese ins offene Partnernetzwerk swisscharge.ch mit bedienerfreundlichem Zugangssystem ein. Für das Laden von Flottenfahrzeugen, das Laden zu Hause und das Laden am Arbeitsplatz bietet Energie 360° für jede Situation die passende Private Charging Lösung und deckt damit auch das nicht-öffentliche Laden perfekt ab. Ausserdem ist Energie 360° an innovativen, jungen Firmen im Bereich der Elektromobilität beteiligt und arbeitet eng mit diesen zusammen. Ihre Erfahrungen helfen Energie 360°, weitere komfortable Service-pakete zu entwickeln. So führt manche unkonventionelle Idee zu einer innovativen Dienstleistung rund um die Elektromobilität.

Warum investiert Energie 360° bereits in Ladestationen, wenn sich diese bisher noch nicht rechnen?

Damit sich die E-Mobilität durchsetzt, braucht es genügend öffentliche und vernetzte Ladestationen für Elektroautos. Weil Energie 360° davon überzeugt ist, dass Strom zu den Treibstoffen der Zukunft gehört, beteiligt sich das Unternehmen schon heute am Aufbau eines Netzes von Elektrotankstellen. Dabei setzt Energie 360° auf innovative Systeme, die Ihnen ein einfaches und zuverlässiges Laden ermöglichen. Durch Partnerschaften mit Besitzern von Tankstellen, Einkaufszentren, Sportanlagen und weiteren interessanten Standorten realisiert Energie 360° die Stromtankstellen in der ganzen Schweiz an bester Lage. Dank Ihrer Wahl für ein Elektromobil und die ausschliesslich mit Ökostrom betriebenen Ladestationen von Energie 360° kommt die Elektromobilität in Fahrt.

Warum ist Energie 360° überhaupt im Mobilitätsbereich tätig?

Mobilität bedeutet Freiheit, Flexibilität und Individualität. Sie bringt die Menschen buchstäblich voran, hat aber auch grosse Auswirkungen auf das Ökosystem. Höchste Zeit also, die konventionellen Antriebe und Treibstoffe schrittweise abzulösen. Deshalb engagiert sich Energie 360° bei der individuellen Mobilität für die ökologischen Varianten, die heute schon vorhanden sind – wie die Elektromobilität. Gemeinsam mit den Kundinnen und Kunden sorgt Energie 360° dafür, dass sich diese im Markt durchsetzen.

Gibt es für Elektroautos in der Schweiz Förderbeiträge?

 

Nein, die Schweiz gewährt – anders als mehrere Nachbarländer – keine Förderbeiträge. Dennoch bestehen finanzielle Anreize für den Kauf von Elektroautos:

  • Die Automobilsteuer von 4% auf den Import von Elektromobilen entfällt.

  • Verschiedene Kantone reduzieren oder erlassen bei E-Autos die Verkehrssteuer.

  • Mehrere Versicherungen gewähren einen Ökorabatt.

Gasmobilität

Wie verbreitet sind CNG-Fahrzeuge?

In der Schweiz fahren rund 14'000 CNG-Fahrzeuge, Tendenz steigend. In Deutschland sind es rund 100'000 CNG-Fahrzeuge. In Italien, dem europäischen «Mutterland» der Gas-Fahrzeugtechnik, sind bereits beinahe 900'000 CNG-Fahrzeuge auf den Strassen unterwegs.

Was ist ein CNG-Fahrzeug?

Ein CNG-Fahrzeug wird mit CNG betrieben. Der herkömmliche Ottomotor ist auf CNG optimiert, von wenigen Ausnahmen (LKWs) abgesehen, hat jedes CNG-Fahrzeug auch einen Benzintank.

Welche Vorteile bieten CNG-Fahrzeuge?

CNG-Fahrzeuge haben einen wirtschaftlichen Vorteil durch deutlich geringere Treibstoffkosten. Zusätzlich emittiert CNG rund ein Drittel weniger CO2 als herkömmliche Treibstoffe. Russpartikel und Feinstaub werden fast vollständig vermieden.

Sind die Anschaffungskosten bei einem CNG-Fahrzeug höher?

Bei vielen neuen Modellen entstehen keine Mehrkosten gegenüber konventionellen Antrieben. Einige Fahrzeuge weisen einen etwas höheren Einkaufspreis auf. 

Durch tiefere Treibstoffkosten, reduzierte Strassenverkehrsgebühren und je nach Versicherungsgesellschaft tiefere Versicherungsprämien wird dieser Mehrpreis im Verlaufe der Zeit (abhängig von Verbrauch und jährlich gefahrenen Kilometern) amortisiert.

Unter folgendem Link finden Sie weiterführende Informationen zur kantonalen Regelung der Rabatte für energieeffiziente Fahrzeuge: Bundesamt für Energie

Welche Hersteller bieten CNG-betriebene Serienfahrzeuge an?

Zurzeit werden in der Schweiz Serienfahrzeuge von den Herstellern Volkswagen, Fiat, Seat, Skoda und Audi angeboten. Auch LKWs, Busse, leichte Nutzfahrzeuge und Stapler werden angeboten.

Wo kann ich ein CNG-betriebenes Serienfahrzeug kaufen?

Grundsätzlich können Sie ein CNG-Fahrzeug über jede Markenvertretung der jeweiligen CNG-Automobilhersteller beziehen. Der Markenvertreter übernimmt auch den Service für die Fahrzeuge.

Gibt es auch Fahrzeuge mit Automatikschaltung?

Ja, es gibt einige Modelle mit einer Automatikschaltung.

Was bedeutet bivalent oder monovalent?

Die meisten CNG-Fahrzeuge können sowohl mit CNG als auch mit Benzin betrieben werden können. Man nennt sie bivalente oder Bifuel-Fahrzeuge. Fahrzeuge, die nur mit CNG angetrieben werden, nennt man monovalente Fahrzeuge (z.B. LKWs).

Wie ist das Motorverhalten im CNG- und Benzinmodus?

Bei den meisten neu entwickelten und auf CNG optimierten Serienfahrzeugen ist die Leistung im CNG- und Benzinmodus gleich.

Muss ein CNG-Fahrzeug häufiger zur Motorfahrzeugkontrolle?

Nein, CNG-Fahrzeuge werden wie konventionelle Fahrzeuge behandelt.

Kostet der Service bei einem CNG-Fahrzeug mehr?

Normalerweise nicht, es werden herstellerabhängig bei den regulären Serviceintervallen die entsprechenden Checks durchgeführt. Alle zwei bis vier Jahre fällt eine Kontrolle der Gas-Anlage an. Die Kosten dafür belaufen sich je nach Hersteller zwischen 60 und 100 Franken. Die Motorpflege unterscheidet sich nicht von benzinbetriebenen Fahrzeugen.

Wie hoch ist der Wiederverkaufswert von serienmässigen CNG-Fahrzeugen?

Durch die steigende Nachfrage nach gebrauchten Fahrzeugen ist der Wiederverkaufswert von Serienfahrzeugen gut. Erleichtert wird der Verkauf über spezielle Internetplattformen wie zum Beispiel www.autoricardo.ch und www.autoscout24.ch.

Welche Abgasnorm erfüllen CNG-Fahrzeuge?

Derzeitige Neufahrzeuge erfüllen alle die Euro-5-Abgasnorm. Einige Fahrzeuge erfüllen auch die Euro-6-Norm.

Wo kann ich tanken?

Tanken kann man derzeit an rund 150 CNG-Tankstellen in der Schweiz. Die Anzahl der CNG-Tankstellen erhöht sich kontinuierlich. Wir empfehlen Ihnen, den aktuellen Stand bei Ihrem lokalen Gas-Versorgungsunternehmen oder im Internet unter https://www.cng-mobility.ch/ regelmässig abzufragen. Ein Verzeichnis mit CNG-Tankstellen erhalten Sie bei Ihrem örtlichen Gas-Versorgungsunternehmen. Zudem sind Apps für iPhone- und Androidbenutzer erhältlich, z.B. gibgas CNG.

Kann ich auch 100% Biogas tanken?

CNG-Fahrer können an einigen CNG-Tankstellen auch 100% Biogas tanken. Ansonsten einfach wie bisher tanken und das gewünschte Upgrade auf 100% Biogas in unserem Biogas-Shop vornehmen.

Was kostet 100% Biogas als Treibstoff?

100% Biogas kostet CHF 1.03 (Stand April 2014) pro kg mehr als der Standard-Treibstoff (90% Erdgas, 10% Biogas). Biogas ist von der Mineralölsteuer befreit. Somit ist 100% Biogas nur rund 30 Rp. teurer als ein Liter Benzin. Für diesen moderaten Aufpreis fahren Sie nahezu CO2-neutral.

Ist das Tanken von CNG kompliziert?

Der Tankvorgang mit CNG ist ganz einfach. Ein ausgereiftes System mit genormten Zapf- und Füllstutzen stellt sicher, dass keine Bedienungsfehler auftreten können. Der Tankvorgang selbst nimmt in etwa so viel Zeit in Anspruch wie bei flüssigem Treibstoff. Einfach die Füllkupplung aufsetzen, Hebel verriegeln und los geht‘s. Ist der Tank voll, wird der Tankvorgang automatisch beendet. Ein zusätzlicher Vorteil ist, dass keinerlei Dämpfe entweichen.

Was tun, wenn keine Tankstelle in der Nähe ist?

Erzeugen Sie Nachfrage! Erkundigen Sie sich bei Ihrem zuständigen Gas-Versorgungsunternehmen, ob eventuell eine Tankstelle in Planung ist. Zudem ist es möglich, in Ihrer Garage eine Kleinbetankungsanlage oder auf Ihrem Firmengelände eine Betriebshoftankstelle einzurichten.

Ist das Tanken im Ausland genau so einfach wie in der Schweiz?

Ja, denn im benachbarten Ausland, besonders in Deutschland, Italien und Österreich wurde bereits eine gute Tankstellen-Infrastruktur aufgebaut. Nähere Informationen finden Sie unter www.cng-mobility.ch.

Wo ist der Tank beim CNG-Fahrzeug?

Bei den gängigen Serienmodellen sind die CNG-Tanks unterflurig montiert, das heisst in den Boden des Fahrzeugs integriert, so dass keinerlei Platzverlust entsteht.

Wie viel Fassungsvermögen hat ein CNG-Tank?

CNG wird mit einem Druck von 200 bar in den Tank gepresst und in Kilogramm gemessen. Je nach Fahrzeugmodell können so zwischen 9 kg und 37 kg getankt werden. Bei den Nutzfahrzeugen sind, je nach Modell, höhere Fassungsvermögen möglich. Die Füllmenge ist wie bei allen komprimierten Gasen von Druck und Temperatur abhängig. 

Wie weit reicht eine Tankfüllung?

Je nach Fahrzeugmodell kommen Sie mit einer Tankfüllung CNG als Treibstoff 180 bis 570 km weit. Durch den zusätzlichen Benzintank, der bei allen gängigen CNG-Fahrzeugmodellen vorhanden ist, erhöht sich die Reichweite je nach Modell auf bis zu 950 km.

Was kostet CNG als Treibstoff?

CNG als Treibstoff ist günstiger als Benzin oder Diesel. Der aktuelle CNG-Preis wird auf der Zapfsäule in Kilogramm und auf dem Totem (Preistafel) in Liter äquivalent ausgewiesen.

Wie vergleicht man ein Kilogramm CNG mit einem Liter Benzin bzw. Diesel?

Der Energiegehalt von 1 kg CNG entspricht 1,47 Liter Benzin bzw. 1,3 Liter Diesel.

Wie sind CNG-Fahrzeuge versichert?

Versicherungstechnisch werden CNG-Fahrzeuge genauso behandelt wie jedes konventionelle Fahrzeug. Einige Versicherungen haben günstigere Prämien für energieeffiziente Fahrzeuge.

Warum wird CNG mit einer niedrigeren Mineralölsteuer belegt?

CNG verursacht im Strassenverkehr deutlich weniger Schadstoffe (Stickoxide, Benzol, Partikel/Feinstaub, Kohlenmonoxid und Kohlendioxid) als konventionelle Treibstoffe. Daher hat der Gesetzgeber CNG mit einem deutlich reduzierten Mineralölsteuersatz belegt. Der Biogas-Anteil ist gänzlich von der Mineralölsteuer befreit.

Wie wird ein CNG-Fahrzeug bei der Motorfahrzeugsteuer eingestuft?

Das unterscheidet sich von Kanton zu Kanton. Im Kanton Zürich beispielsweise profitieren CNG-Fahrzeuge in der Energieeffizienzklasse A oder B mit einem Ausstoss von weniger als 130 g CO2 pro Kilometer von einer Steuerreduktion. Nähere Informationen erhalten Sie unter www.asa.ch.

Welche Schadstoffe werden dank CNG eingespart?

Als CNG-Fahrer verursachen Sie etwa einen Drittel weniger CO2 und praktisch keinen Feinstaub.

Sind CNG-Fahrzeuge umweltschonend?

Ja. Aufgrund seiner Eigenschaften verringert CNG den Schadstoffausstoss gegenüber Benzin oder Diesel deutlich und reduziert die Ozon- sowie die Säurebildung. CNG ist zurzeit der einzige ökologische und gleichzeitig wirtschaftliche Treibstoff.

Fahren CNG-Fahrzeuge leiser?

CNG als Treibstoff verbrennt in einem herkömmlichen Ottomotor, jedoch sind die Motorengeräusche tendenziell leiser. Somit fahren CNG-Fahrzeuge dank des umweltfreundlichen Treibstoffes nicht nur umweltschonend, sondern machen auch wesentlich weniger Lärm, was ebenfalls zu einer verbesserten Lebensqualität beiträgt.

Welche Emissionen entstehen beim Tanken?

Die Tankkupplung wird druckdicht verriegelt. Dadurch wird beim Tanken gewährleistet, dass keine Emissionen entstehen. Damit wird die Umwelt geschont und man tankt auch noch ohne jegliche Treibstoffdämpfe.

Sind CNG-Fahrzeuge sicher?

Ja, CNG-Fahrzeuge sind mindestens so sicher wie konventionelle Fahrzeuge – obwohl der Gas-Tank unter 200 bar Druck steht. Die Sicherheitsprüfung schreibt einen Berstdruck von 600 bar vor – das übersteigt auftretende Crash- und Hitzebelastungen bei Weitem. Zusätzliche Sicherheitsventile sorgen im Schadensfall zudem für gezieltes Abblasen des Gases, das sich nach oben verflüchtigt, denn Erdgas ist leichter als Luft. Crashtests, unter anderem durchgeführt vom ADAC in Deutschland, haben bewiesen, dass die Druckbehälter strengen Sicherheitsnormen entsprechen und auch härtesten mechanischen und technischen Belastungen widerstehen.

Aus welchem Material sind CNG-Flaschen bzw. CNG-Tanks?

Überwiegend werden Flaschen aus Stahl eingebaut. Manche Hersteller verwenden auch Tanks aus Verbundwerkstoffen (Kompositwerkstoffen).

Muss die CNG-Anlage zusätzlich geprüft werden?

Die CNG-Anlage bedarf alle zwei bis vier Jahre einer Überprüfung, auch Gasanlagenprüfung genannt, durch eine autorisierte Fachwerkstatt. Die Kosten hierfür belaufen sich je nach Hersteller zwischen 60 und 100 Franken.

Dürfen CNG-Fahrzeuge in die Tiefgarage fahren?

Ja, grundsätzlich können Sie mit einem CNG-Fahrzeug in jede Tiefgarage fahren.

Welche Oktanzahl hat CNG, was bewirkt dies?

CNG ist im Hinblick auf die verbrennungstechnischen Eigenschaften ein idealer Treibstoff für Ottomotoren. Die RO-Zahl (Research Oktan Zahl) beträgt beim Erdgas 130 und beim Benzin 95, dadurch hat CNG eine ruhigere Verbrennung im Motorblock und das Motorengeräusch ist äusserst leise und angenehm.

Was ist Flüssiggas?

Flüssiggas besteht im Wesentlichen aus Propan und Butan. Es wird grösstenteils bei der Verarbeitung von Rohöl als Nebenprodukt in der Raffinerie, aber auch bei der Förderung von Erdgas und Rohöl gewonnen. Für Flüssiggas werden häufig noch weitere Namen wie Autogas/LPG (Liquefied Petroleum Gas) oder GPL (französisch: gaz de pétrole liquéfié) verwendet.

Eignet sich jede Gassorte für ein CNG-Fahrzeug?

Nein, grundsätzlich können Gas-Fahrzeuge nur verdichtetes Erdgas (Compressed Natural Gas – CNG) tanken. Einzige Ausnahme: Ein CNG-Fahrzeug kann auch Biogas, das auf den Methangehalt von Erdgas aufbereitet wird, tanken. Dies wird heute schon in der Schweiz, Deutschland, Österreich und Schweden praktiziert. Flüssiggas oder Autogas/LPG kann nicht getankt werden.

Was ist der Unterschied zwischen CNG und Flüssiggas?

Im Gegensatz zu CNG ist Flüssiggas schwerer als Luft und kann sich bei Leckagen in Bodennähe sammeln, wogegen CNG sich verflüchtigt. Flüssiggas und CNG dürfen nicht verwechselt werden! Bei ordnungsgemässem Einbau der CNG-Anlagen oder beim Kauf eines CNG-betriebenen Autos ab Werk ist eine Verwechslung beim Tanken nicht möglich, da unterschiedliche Anschlüsse für Flüssiggas und CNG verwendet werden.

Gibt es Fördermittel für die Anschaffung eines CNG-Fahrzeuges?

Bei einzelnen Fahrzeugmarken gibt es immer wieder zeitlich beschränkte Förderbeiträge oder Prämien für CNG-Fahrzeuge. Die Gaswirtschaft richtet keine individuellen Förderbeiträge mehr aus.

Gibt es Reparaturwerkstätten im In- und Ausland?

Ja, CNG-Fahrzeuge können in der Werkstatt Ihres Vertrauens gewartet und repariert werden. Bei Reparaturen an den Gaskomponenten ist jede vom Hersteller autorisierte Werkstatt dazu in der Lage. Bei nachgerüsteten Fahrzeugen empfiehlt es sich, die Umrüstwerkstatt aufzusuchen.

Wo gibt es weitere Informationen?

Ergänzende Information zu CNG als Treibstoff erhalten Sie im Internet unter www.cng-mobility.ch

Erdgas/Biogas

Welche Vorteile bietet Biogas gegenüber Erdgas?

 

1. Biogas ist ein erneuerbarer Energieträger. Organische Abfälle, die den Rohstoff für die Produktion von Biogas bilden, werden auch in Zukunft immer in genügenden Mengen vorhanden sein. Bei fossilen Energieträgern wie Erdgas dauert die Entstehung mehrere Millionen Jahre. Für den Menschen sind diese Ressourcen irgendwann aufgebraucht.

2. Biogas ist nahezu CO2-neutral, weil die Pflanzen, die das Ausgangsprodukt von Biogas sind, für ihr Wachstum CO2 benötigen. Sie binden bei der Photosynthese ähnlich viel CO2, wie bei der Verbrennung von Biogas wieder freigesetzt wird. Weil sich dieser Kreislauf in einem kurzen Zeitraum schliesst, wird nicht mehr klimaschädigendes CO2 ausgestossen, als die Pflanzen wieder aufnehmen können. Biogas leistet damit einen wertvollen Beitrag zur Reduktion der CO2-Emissionen.

3. Im Gegensatz zu anderen erneuerbaren Energien müssen bei Biogas keine zusätzlichen Investitionen in die Heizungsanlage getätigt werden. Biogas fliesst über das gleiche Transport- und Verteilnetz wie Erdgas.

 

Wie unterscheidet sich Biogas von Erdgas?

Sowohl Biogas als auch Erdgas geht aus organischen Materialien hervor. Während Erdgas über Millionen von Jahren entstanden ist, wird Biogas heute aus der Vergärung von organischen Abfallstoffen gewonnen. Beim Roh-Biogas ist der Methangehalt geringer als beim Erdgas. Deshalb wird es vor der Einspeisung ins Gasnetz in einer Aufbereitungsanlage gereinigt, damit es am Ende dieselbe Qualität aufweist wie Erdgas.

Das aufbereitete Biogas verfügt über dieselben physikalischen Eigenschaften wie Erdgas. Beide sind in ihrer ursprünglichen Form farb- und geruchlos, ungiftig und haben den gleichen Brennwert. Der wesentlichste Unterschied ist, dass Biogas erneuerbar und nahezu CO2-neutral ist und somit eine nachhaltige Energieversorgung sicherstellt.

Fliesst aus meiner Leitung im Keller ein anderes Gas als bei meinem Nachbarn, der ausschliesslich mit Erdgas heizt?

Biogas hat dieselben physikalischen Eigenschaften und Qualitäten wie Erdgas und kann demnach im Leitungsnetz nicht davon unterschieden werden. Dies hat den grossen Vorteil, dass beide Gase ins gleiche Netz eingespeist werden können. Das Prinzip ist vergleichbar mit jenem beim Ökostrom. Wer Biogas bezieht, kauft neben der eigentlichen Energie zusätzlich einen ökologischen Mehrwert, nämlich erneuerbare Energie. Diese Menge Biogas wird an einem anderen Ort real produziert und garantiert ins Gasnetz eingespeist.

Woher kommt das Biogas von Energie 360°?

Wir erzeugen und beziehen ausschliesslich Biogas, welches aus organischen Abfallstoffen und Klärschlamm gewonnen wird. Wir beziehen kein Biogas aus nachwachsenden Rohstoffen wie z.B. aus Mais, weil wir dies als ethisch bedenklich ansehen. Wir wollen keinesfalls eine Konkurrenz zu Lebens- oder Futtermitteln aufbauen. Bei der Beschaffung achten wir sehr auf die Herkunft und die Qualität des Gases. Biogas wird in unseren eigenen Anlagen produziert und von ausgewählten Lieferanten aus der Schweiz oder aus Europa beschafft, die unsere hohen Qualitätsansprüche ebenfalls erfüllen müssen.

Welche Bedeutung hat Biogas für Energie 360°?

 

Energie 360° engagiert sich für die Umwelt und investiert verstärkt in erneuerbare Energien. Mit Biogas, das aus organischen Abfallstoffen wie zum Beispiel Grüngut oder Klärschlamm gewonnen wird, bieten wir unseren Kunden einen klimafreundlichen Energieträger mit grossem Zukunftspotenzial. Wir machen Gas immer mehr erneuerbar. Eine Gasheizung lässt sich auch hervorragend mit anderen erneuerbaren Energien wie z.B. einer Holzfeuerung oder Sonnenenergie kombinieren. Energie 360° bekennt sich zu den energiepolitischen Zielen der Schweiz sowie des Kantons und der Stadt Zürich. Wir wollen den Weg zur 2000-Watt-Gesellschaft entscheidend mitprägen und eine Vorbildfunktion übernehmen.

 

Warum heisst das Produkt eigentlich Biogas und nicht Bioerdgas/Biomethan?

Aus technischer Sicht heisst das Produkt Bioerdgas oder Biomethan: Biogas entsteht bei der Vergärung von Biomasse, wie z.B. Abfallstoffen oder Klärschlamm. Es wird anschliessend in einer Aufbereitungsanlage gereinigt, zu Erdgas-Qualität aufbereitet und ins Erdgas-Netz eingespeist. Das dadurch entstandene Produkt wird in technischen Fachkreisen Bioerdgas oder Biomethan genannt.

Aus Kundensicht heisst das Produkt Biogas: Eine Kundenumfrage hat uns gezeigt, dass der Begriff Bioerdgas bzw. Biomethan nicht ohne Weiteres verstanden wird und zu Unsicherheiten und zu Verwechslungen führt. Der Kunde nimmt Biogas als Endprodukt wahr. Deshalb haben wir uns entschieden, das angebotene Produkt Biogas zu nennen.

Wer kann Biogas nutzen?

 

Grundsätzlich können alle, die mit Gas heizen, kochen oder fahren, ihren Verbrauch oder einen Teil davon durch Biogas ersetzen. Die bestellte Biogas-Menge wird von Energie 360° oder von ausgewählten Lieferanten ins Gasnetz eingespeist. An der physischen Gaslieferung ändert sich nichts.

 

Wie wird Biogas abgerechnet?

Im Normalfall wird Biogas direkt mit dem Gasbezug abgerechnet. Der Biogas-Anteil ist auf Ihrer Rechnung unter dem Produkt ausgewiesen. Es besteht auch die Möglichkeit, den ökologischen Mehrwert von Biogas separat vom Gasbezug abzurechnen. Weil bei Mietwohnungen und Stockwerkeigentum der Gasbezug in der Regel durch die Verwaltung beglichen wird, haben Sie so die Möglichkeit, freiwillig einen höheren Biogas-Anteil zu wählen, als in Ihrer Liegenschaft bezogen wird. Selbstverständlich garantieren wir auch in diesem Fall, dass diese Menge ins Gasnetz eingespeist wird.

 

Warum ist Biogas teurer als Erdgas?

Die Produktion und Aufbereitung von Biogas ist zum heutigen Zeitpunkt aufwendiger und teurer als der Import von Erdgas. Andererseits reduziert Biogas unsere Abhängigkeit von den Erdgas-Förderländern. Während Erdgas nur in bestimmten Gebieten der Erde vorkommt, kann Biogas auch in der Schweiz oder Europa hergestellt werden. Organische Abfälle und Klärschlamm als Ausgangsstoff für Biogas sind ausreichend vorhanden.

Muss für den Biogas-Anteil keine CO2-Abgabe entrichtet werden?

Für importiertes Biogas wird beim Grenzübertritt die gleiche CO2-Abgabe erhoben wie für importiertes Erdgas. Erdgas und Biogas sind physikalisch die gleichen Produkte und werden zolltechnisch nicht unterschieden. In der Schweiz produziertes Biogas ist von der CO2-Abgabe befreit. Diese Befreiung ist in den Preisen einkalkuliert.

Wovon ist der Biogas-Preis abhängig?

 

1. Der Biogas-Preis richtet sich nach den Produktions- und Aufbereitungskosten. Aus Grüngut, Klärschlamm und anderen organischen Abfallstoffen wird in einem ersten Schritt Rohgas produziert, das danach zu Biogas in Erdgas-Qualität aufbereitet wird. Diese Aufbereitung ist notwendig, damit das Biogas ins Gasnetz eingespeist werden kann. Die Betreiber von Biogas-Anlagen können die Kosten für den Betrieb und Unterhalt ihrer Anlagen nicht allein durch die Gebühren für die Grüngut- und Abfallverwertung decken. Sie sind auch auf die Einnahmen aus dem Verkauf von Biogas angewiesen.

2. Weitere Faktoren sind die physische Gaslieferung und die Netznutzungskosten. Biogas wird im Gasnetz unterirdisch transportiert und beansprucht ebenfalls das Transport- und Verteilnetz in der Schweiz. Dieser Kostenfaktor ist vergleichbar mit jenem von Erdgas. Wie beim Erdgas richten sich die Kosten für die physische Lieferung von Biogas und für die Netznutzung nach der jeweiligen Anwendung und dem Bezugsverhalten. Die Netzbeanspruchung ist unterschiedlich, je nachdem, ob das Biogas fürs Heizen, fürs Kochen oder für gewerbliche und industrielle Anwendungen genutzt wird.

 

Wie entwickelt sich der Biogas-Preis in Zukunft?

Energie 360° bindet die Biogas-Preise nur teilweise an den Erdgas-Preis und strebt längerfristig eine Verringerung der Preisdifferenz zwischen Erdgas und Biogas an. Mit einem Beschaffungsmix aus selber produziertem und importiertem Biogas, grösseren und wirtschaftlicheren Biogas-Anlagen und langfristigen Verträgen konnten wir den Mehrpreis von Biogas gegenüber Erdgas in den vergangenen Jahren deutlich senken.

 

Ich bin nicht Kunde von Energie 360°. Kann ich trotzdem Biogas bestellen?

Ja, Kundinnen und Kunden, welche keinen direkten Liefervertrag mit Energie 360° haben, können ebenfalls Biogas bei uns bestellen. In diesem Fall wird der ökologische Mehrwert von Biogas separat vom Gasbezug abgerechnet. Wir garantieren natürlich, dass die gekaufte Menge ins Gasnetz eingespeist wird.

Kann ich als Mieter oder Stockwerkeigentümer auch Biogas bestellen?

 

Bei Mietwohnungen und Stockwerkeigentum wird der Gasbezug in der Regel durch die Verwaltung beglichen und den Mietern oder Stockwerkeigentümern anteilsmässig auf einer Nebenkostenabrechnung weiterverrechnet. Sie haben jedoch die Möglichkeit, freiwillig einen höheren Biogas-Anteil zu wählen, als in Ihrer Liegenschaft bezogen wird. In diesem Fall wird der ökologische Mehrwert des zusätzlichen Biogases separat vom Gasbezug abgerechnet. Selbstverständlich garantieren wir auch in diesem Fall, dass diese Menge ins Gasnetz eingespeist wird. Bestellen Sie Biogas unter: www.energie360.ch/biogas-anteil

Ich fahre ein CNG-Fahrzeug möchte aber mit Biogas fahren. Was kann ich tun?

Die Schweizerische Gas-Wirtschaft hat sich dazu geeinigt, dem Treibstoff für CNG-Fahrzeuge mindestens 10% Biogas beizumischen. Diesen Anteil können Sie erhöhen, indem Sie einen zusätzlichen Biogas-Anteil bei Energie 360° bestellen. Selbstverständlich garantieren wir Ihnen, dass die von Ihnen bestellte Menge Biogas produziert und in unser Gas-Netz eingespeist wird.

So funktioniert’s:

  • Besuchen Sie unseren Online-Shop. Mit Hilfe unseres Verbrauchsrechners ermitteln Sie ihren Treibstoffverbrauch anhand Ihrer Kilometerzahl oder anhand der getankten Menge in kg.

  • Wählen Sie in unserem Online-Shop, den gewünschten Anteil aus, den Sie als Biogas beziehen möchten. Da in der Regel 10% Biogas im CNG-Treibstoff enthalten sind, können Sie maximal zusätzlich 90% Biogas bestellen. 

  • Energie 360° stellt Ihnen den ökologischen Mehrwert separat in Rechnung – unabhängig von der Abrechnung Ihrer Tankfüllungen.

Mein Gasversorger bietet kein Biogas an. Wie kann ich trotzdem Biogas nutzen?

Sie können den ökologischen Mehrwert von Biogas bei Energie 360° bestellen, auch wenn Sie Erdgas von einem anderen Versorger beziehen. An der physischen Gaslieferung durch Ihren Versorger ändert sich dadurch gar nichts. Selbstverständlich garantieren wir Ihnen, dass die von Ihnen bestellte Menge Biogas produziert und in unser Gasnetz eingespeist wird.
Bestellen Sie Biogas unter: www.energie360.ch/biogas-anteil

Warum ist im Standardprodukt 15% Biogas enthalten?

 

Energie 360° fördert die erneuerbaren Energien und leistet mit sinnvollen Produkten einen spürbaren Beitrag zum Klimaschutz. Die positiven ökologischen Auswirkungen sind am grössten, wenn ein Produkt, das sehr viele Kundinnen und Kunden beziehen, umweltfreundlicher wird. Deshalb hat Energie 360° entschieden, dem Standard-Gasprodukt 15% Biogas beizumischen.

Damit können unsere Kundinnen und Kunden ohne Mehraufwand einen Beitrag zum Klimaschutz und zu den Klimazielen von Bund, Kantonen und Gemeinden leisten.

 

Produziert Energie 360° genügend Biogas um die Nachfrage zu befriedigen?

Ja, Energie 360° bezieht genügend Biogas aus unterschiedlichen Quellen im In- und Ausland. Wir produzieren in eigenen Anlagen im Zürcher Werdhölzli sowie in Meilen, Volketswil, Bachenbülach, Buchs SG, Niedergösgen und Uzwil kontinuierlich mehr Biogas. Zusätzlich kauft Energie 360° Biogas von verschiedenen Partnern in der Schweiz und Europa.

Können Kundinnen und Kunden auch zu 100% Erdgas wechseln?

Ja, ein Wechsel zu 100% Erdgas oder zu einem Produkt mit einem höheren oder tieferen Biogas-Anteil ist auf Wunsch jederzeit möglich.

Wonach riechen Erdgas und Biogas?

Erdgas und Biogas wird ein markanter Geruchsstoff (Tetrahydrothiophen) beigemischt. Diesen Vorgang nennt man Odorierung. Dieser Geruchsstoff riecht sehr stark und unangenehm nach einem Knoblauch-Schwefel-Gemisch, an dem man erkennt, dass Gas austritt.

Sind Erdgas und Biogas giftig?

Nein, Erdgas und Biogas sind ungiftig.

Was ist Erdgas?

Erdgas ist ein brennbares, natürliches Gas, das aus dem Erdinnern gefördert wird. Erdgas besteht zu über 90% aus dem farb- und geruchsneutralen Methan (CH4), dem einfachsten Kohlenwasserstoff, der in der Natur vorkommt.

Wie ist Erdgas entstanden?

Erdgas entstand vor ungefähr 600 Millionen Jahren. Abgestorbene Kleinorganismen, Plankton und Algen, die sich vor Jahrmillionen auf dem Grund riesiger Ozeane ablagerten und von Gesteins- und Erdschichten überdeckt wurden, durchliefen unter Luftabschluss und hohem Druck einen Prozess, der die organischen Substanzen über Jahrmillionen in gasförmige Kohlenwasserstoffe, also das jetzige Erdgas, umwandelte.

Woher stammt das Erdgas in der Schweiz?

Die Schweiz bezieht rund 36% ihres Erdgases aus EU-Ländern sowie 21% aus Norwegen, 35% aus Russland und 8% aus weiteren Ländern (Quelle: Verband der schweizerischen Gasindustrie VSG). Importe sind über verschiedene Transportsysteme aus allen Himmelsrichtungen möglich. Erdgas gelangt umweltschonend von den Lagerstätten über unterirdisch verlegte Leitungen zu den Abnahmestellen. Daher bedeutet der Transport keine Belastung für Schiene und Strasse und hinterlässt auch keine bleibende Beeinträchtigung des Landschaftsbildes.

Wie gross sind die Erdgas-Reserven?

Gemessen am heutigen Verbrauch reichen die Erdgas-Reserven für rund 60 Jahre. Dazu kommen noch die Ressourcen, also Erdgas-Vorkommen, die mit mehr Aufwand und höheren Kosten förderbar sind. Reserven und Ressourcen können die weltweite Versorgung noch für mindestens 250 Jahre sicherstellen. Laufend werden auch neue Vorkommen entdeckt.

Was ist Biogas?

Biogas wird aus biogenen Abfallstoffen gewonnen. Aus dem Vergärungsprozess von beispielsweise Grüngut oder Klärschlamm entsteht Biogas, das anschliessend aufbereitet und ins Gasnetz eingespeist wird. Biogas ist erneuerbar, nahezu CO2-neutral und verbessert die Ökobilanz massgeblich.

Was ist Flüssiggas?

Flüssiggas besteht im Wesentlichen aus Propan und Butan. Es wird grösstenteils bei der Verarbeitung von Rohöl als Nebenprodukt in der Raffinerie, aber auch bei der Förderung von Erdgas und Rohöl gewonnen. Für Flüssiggas werden häufig noch weitere Namen wie Autogas/LPG (Liquefied Petroleum Gas) oder GPL (französisch: gaz de pétrole liquéfié) verwendet.

Warum erhöht Energie 360° den Biogas-Standardanteil?

Energie 360° macht Energie immer mehr erneuerbar. Dazu gehört auch die Förderung von Biogas, das aus organischen Abfällen wie Grüngut und Klärschlamm hergestellt wird und somit nahezu CO2-neutral ist. Bis 2030 soll das Gas, mit dem Kundinnen und Kunden heizen, zu 30% aus Biogas bestehen.

Solar und Gas

Wie funktioniert ein Sonnenkollektor?

Im Sonnenkollektor wird die Sonnenenergie in Wärme umgewandelt. Eine frostgeschützte, zirkulierende Flüssigkeit nimmt sie auf und leitet sie über ein Röhrensystem an den Wärmetauscher des Speichers weiter. Dieser Energiespeicher wiederum leitet das Warmwasser an den Warmwasserspeicher weiter.

Ist meine Dachfläche für Sonnenkollektoren geeignet?

Jede ganzjährig besonnte Dachfläche zwischen Ost und West ist prinzipiell für Solaranlagen geeignet. Auch südseitige Fassaden und Balkonbrüstungen bewähren sich sehr gut als Fläche für Solaranlagen.

Wird das Dach beschädigt oder gar undicht?

Nein. Die Kollektoren werden entweder über den Dachziegeln mit einer speziellen Halterung montiert (Aufdach-Montage). Ästhetischer ist die Integration ins Dach. Hier werden die Kollektoren auf die Dachlattung montiert. Das Unterdach bleibt aber unangetastet.

Ist eine thermische Solaranlage in der Schweiz überhaupt sinnvoll?

Auf jeden Fall – in der Schweiz liegt die durchschnittliche Sonneneinstrahlung bei rund 1100 kWh pro Quadratmeter und Jahr. Damit ist genügend Sonneneinstrahlung vorhanden, um eine thermische Solaranlage effizient zu betreiben. Eine thermische Solaranlage lässt sich beispielsweise sehr gut mit einer Gasheizung kombinieren.

Arbeitet eine thermische Solaranlage auch bei Bewölkung?

Ja, eine moderne Solaranlage liefert auch bei Bewölkung Wärme, da sie auch die diffuse Strahlung, welche von den Wolken reflektiert wird, nutzt.

Wenn einmal die Sonne nicht scheint, wird dann kalt geduscht?

Das von der Sonnenenergie erwärmte Wasser wird in einem Solarspeicher gespeichert, der mehr als doppelt so gross ist wie der tägliche Warmwasserbedarf einer Liegenschaft. Was die Sonne nicht schafft, wird mit der Gasheizung ergänzt. Somit ist immer warmes Wasser vorhanden.

Kann ich mit einer thermischen Solaranlage nur Warmwasser aufbereiten oder mit der Sonnenenergie auch heizen?

Die Solaranlage stellt im Allgemeinen bis ca. 70% Ihres Warmwassers mit Sonnenenergie bereit. Dafür benötigen Sie rund 1 m2 Kollektorfläche pro Person im Haushalt. Es empfiehlt sich, eine so genannte Kompakt-Solaranlage mit 4–6 m2 Kollektorfläche einzusetzen. Denn mit einer grösser ausgelegten Solaranlage kann im Frühling und im Herbst auch mit der Sonnenenergie geheizt werden.

Ist der Kollektor gegen Naturgewalten geschützt?

Alle marktgängigen Kollektoren sind mit einem hochbelastbaren Solarglas ausgestattet, das auch schwerem Hagel standhält. Wenn eine Blitzschutzanlage vorhanden ist, muss die Anlage daran angeschlossen werden.

Was bringt eine thermische Solaranlage für die Umwelt?

Eine Solaranlage mit 5 m2 Kollektorfläche und einem 500-Liter-Solarspeicher erzeugt in 25 Jahren etwa 60 000 kWh Energie für die Warmwasseraufbereitung. Dadurch werden der Umwelt rund 17 Tonnen CO2-Emissionen «erspart».

Wie viel kostet die Solaranlage für die Warmwasseraufbereitung im Einfamilienhaus?

Eine Anlage kostet CHF 8000.– bis CHF 10 000.– plus CHF 3000.– bis CHF 5000.– für die Montage. Das ergibt durchschnittliche Mehrkosten von gesamthaft CHF 5000.– bis CHF 7000.– gegenüber einer konventionellen Heizungssanierung.

Wie lange dauert der Einbau?

Eine Solaranlage ist heutzutage in der Regel in zwei Tagen komplett installiert. Kollektoren, Speicher und Solarkreiskomponenten werden im Set angeboten und lassen sich mit einer Erdgas-Heizung optimal kombinieren.

Gas-Wärmepumpe

Wie funktioniert die Gas-Wärmepumpe?

Die Gasabsorptions-Wärmepumpe besteht grösstenteils aus den gleichen Bauteilen wie eine elektromotorische Wärmepumpe. Die Aufgabe des Elektromotors bei der Elektro-Wärmepumpe übernimmt bei der Gas-Wärmepumpe aber ein thermischer Verdichter. Das ist ein Gasbrenner, der neben dem Verdampfen des Kältemittels auch für nutzbare Abwärme sorgt.

Warum eignet sich die Gas-Wärmepumpe zum Heizen und Kühlen?

In beiden Fällen bietet die Gas-Wärmepumpe eine optimale Kombination mit der nahezu 100-prozentigen Nutzung von Erdgas oder Biogas beim Verbrennungsvorgang und der Nutzung von zusätzlich bis zu 70 Prozent (in der Praxis etwa 50 Prozent) kostenloser Umweltenergie.

Gibt es verschiedene Arten von Gas-Wärmepumpen?

Ja, es wird zwischen drei Arten unterschieden. Zwischen der motorischen Gas-Wärmepumpe sowie der Gasabsorptions- und der Gasadsorptions-Wärmepumpe. Energie 360° empfiehlt den Einsatz der Gasabsorptions-Wärmepumpe. Sie kann die heutigen Anforderungen an eine innovative Technologie, die wirtschaftlich und ökologisch sein muss, am besten erfüllen. Aber auch die Gasadsorptions-Wärmepumpe (Zeolith) ist in der Schweiz gut einsetzbar.

Warum hat die Einführung der Gas-Wärmepumpe so lange gedauert?

Mit der Brennwertheizung hatte die Gaswirtschaft eine sehr komfortable, wirtschaftliche und umweltschonende Technologie. Als dann in den letzten Jahren der Bedarf an einer noch umweltschonenderen Lösung erkennbar wurde, war die neue Technologie noch nicht sofort verfügbar. Jede neue Technologie benötigt ein paar Jahre bis sie technisch ausgereift ist. Das hat zum Beispiel bei der Elektro-Wärmepumpe auch über zehn Jahre gedauert.

Weshalb gibt es bis jetzt nur wenige Hersteller für Gas-Wärmepumpen?

Robur hat gegenüber anderen Anbietern einen zeitlichen Vorsprung bei der Entwicklung der Gas-Wärmepumpe mit Absorptionstechnologie. Die grossen Hersteller wie z.B. Buderus oder Remeha verkaufen aber künftig die Gas-Wärmepumpe von Robur unter eigenem Namen. Das ist ein guter Indikator dafür, dass die Technologie funktioniert und ausgereift ist. Die Gas-Wärmepumpe hat eine CE-Baumusterprüfung und ist vom Schweizerischen Verein des Gas- und Wasserfaches (SVGW) zertifiziert.

Wo können Gas-Wärmepumpen eingesetzt werden?

Die marktreife Gas-Wärmepumpe von Robur hat etwa 40 kW Leistung. Da diese Wärmepumpe auch Temperaturen von ca. 55 Grad erzeugen kann, ist sie ideal für die Sanierung im Altbau (Mehrfamilienhäuser, Gewerbe, Hotel, Restaurant usw.) geeignet. Es können ohne weiteres bis zu fünf Gas-Wärmepumpen kaskadiert (in Reihe aufgestellt) werden. Somit lässt sich ein Einsatzbereich von 40 bis 200 kW abdecken. Ausserdem lässt sich die Gas-Wärmepumpe gut für die Grundlast einsetzen. Das bedeutet, dass sie mit einer hohen Zahl an Benutzungsstunden die Grundlast abdeckt und ein Spitzenlastkessel (z.B. mit Erdgas oder Biogas) übernimmt für wenige Stunden im Winter die Spitzenlast.

Welche Wärmequelle kann mit einer Gas-Wärmepumpe genutzt werden?

Die gleichen bekannten Wärmequellen wie bei einer Elektro-Wärmepumpe. Es sind das die folgenden: das Erdreich, die Luft oder das Grund- bzw. Seewasser. Umso höher und konstanter die Temperatur der Wärmequelle ist, umso besser ist der Wirkungsgrad der Gas-Wärmepumpe. Wir empfehlen aus diesem Grund die Erdwärmenutzung. Unser Tochterunternehmen, Energie 360° Erdwärme AG, hat grosse Erfahrungen mit Bohrungen von Erdwärmesonden.

Was macht die Gas-Wärmepumpe mit Erdwärmenutzung so attraktiv?

Bei der Nutzung des Erdreichs als Wärmequelle muss bei der Gas-Wärmepumpe nur etwa halb so tief gebohrt werden wie bei einer Elektro-Wärmepumpe, was zu einer deutlichen Investitionsersparnis führt. Wir bieten Ihnen zudem den grossen Vorteil, dem Kunden ein Gesamtpaket anbieten zu können. Wir liefern nicht nur Erdgas oder Biogas, sondern arbeiten auf partnerschaftlicher Ebene sehr eng mit der Firma Robur zusammen und übernehmen – dank unserem Tochterunternehmen Energie 360° Erdwärme AG – auch gleich die Bohrungen für die Erdwärmesonden.

Welchen Wirkungsgrad hat eine Gas-Wärmepumpe?

Der Wirkungsgrad kann je nach Wärmequelle und Einsatzbereich über 150 Prozent betragen. Das bedeutet neben der Wärme des Gasbrenners mit Brennwerttechnik werden weitere 50 Prozent Wärme der Umwelt entnommen.

Was passiert denn bei sehr niedrigen Aussentemperaturen?

Mit einer Gas-Wärmepumpe mit Nutzung von Luft als Wärmequelle liegt auch bei einer Aussentemperatur von -10 Grad der Wirkungsgrad immer noch bei über 90%. Denn die Abwärme des thermischen Verdichters (mit Brennwertnutzung) steht immer zur Verfügung.

Kann man mit einer Gas-Wärmepumpe auch kühlen?

Gleichzeitiges Heizen und Kühlen ist möglich. Somit ist die Gas-Wärmepumpe auch eine ideale Technologie, um zum Beispiel Hotelzimmer zu klimatisieren.

Muss ich etwas beachten, wenn ich eine Gas-Wärmepumpe installiere?

Grundsätzlich sollte immer ein Pufferspeicher vorgesehen werden, damit die Gas-Wärmepumpe auf möglichste viele Benutzungsstunden kommt. Der thermische Verdichter braucht ca. 15 Minuten zum Anfahren. Lange Betriebszeiten sorgen für einen guten Wirkungsgrad der Wärmepumpenanlage.

Wer kann eine Gas-Wärmepumpe installieren?

Letztendlich kann das fast jeder Installateur. Wir empfehlen Ihnen aber ein Unternehmen zu beauftragen, das bereits Erfahrungen mit der Gas-Wärmepumpe hat. Unser Verkauf gibt Ihnen unter Tel. 043 317 25 25 gerne Auskunft.

Muss eine Gas-Wärmepumpe gewartet werden?

Wir empfehlen die Wartung in jedem Fall, auch wenn die Gas-Wärmepumpe mit Absorptionstechnik wartungsarm ist, denn sie hat nur wenige bewegliche Bauteile (eine Membranpumpe mit einem kleinen Elektromotor).

Wie sieht es mit der Lebensdauer einer Gas-Wärmepumpe aus?

Die beträgt wie bei einem Gaskessel etwa 15 bis 20 Jahre. Langzeiterfahrungen von Gas-Wärmepumpen liegen vor. Es sind bereits etwa 5000 Anlagen in Europa installiert.

Warum ist eine Gas-Wärmepumpe besser als eine Elektro-Wärmepumpe?

Vor allem im Sanierungsbereich bietet sich die Gas-Wärmepumpe an. Denn dort werden zumeist höhere Vorlauftemperaturen benötigt als in einem Neubau. Und eine Gas-Wärmepumpe kann dies zumeist besser, ohne allzu grosse Verluste beim Wirkungsgrad. Bei der Nutzung von Erdwärme als Wärmequelle wird bei der Gas-Wärmepumpe ca. 50 Prozent weniger Umweltenergie für die gleiche Heizleistung benötigt. Das bedeutet, dass auch nur eine halb so lange Erdwärmesonde gebohrt werden muss. Eine Elektro-Wärmepumpe benötigt zudem eine hohe elektrische Anschlussleistung und damit oft einen hohen Installationsaufwand für den Anschluss und die Absicherung. Eine Gas-Wärmepumpe nutzt das natürliche Kältemittel Ammoniak. Dies hat eine deutlich bessere Umweltwirkung als sonstige Kältemittel. Der Gasbrenner der Gas-Wärmepumpe ist zudem leiser als der Elektromotor einer Elektro-Wärmepumpe.

Neue Technologien

Ist die Gas-Wärmepumpe zeoTherm marktreif und erprobt?

Ja, diese Gas-Wärmepumpe ist marktreif. Das Zeolith-Modul hat den Vorteil, über keine bewegten Teile zu verfügen und ist komplett wartungsfrei. Die anderen Anlagenbestandteile sind seit vielen Jahren erprobt.

Wo wird die Gas-Wärmepumpe zeoTherm eingesetzt?

Die Gas-Wärmepumpe zeoTherm ist auf Grund Ihrer Wärmeleistung von 10 kW bzw. 15 kW ideal für den Einsatz im Einfamilienhaus mit Fussbodenheizung geeignet. Aber auch im Sanierungsbereich lässt sie sich gut einsetzen.

Was leistet die Gas-Wärmepumpe zeoTherm?

Neben dem hocheffizienten und modulierenden Brennwertbrenner mit einem Wirkungsgrad von etwa 98 Prozent leisten die Solarkollektoren rund 10 Prozent und die Zeolith-Gas-Wärmepumpe weitere 28 Prozent. Somit hat diese Technologie einen Wirkungsgrad von bis zu 136 Prozent. Das bedeutet, dass den Mehrkosten gegenüber einer herkömmlichen Heizungsanlage von die Nutzung von rund 36 Prozent kostenloser Umweltenergie gegenüberstehen. Ganz abgesehen davon, dass es Ihnen die Umwelt danken wird.

Was ist eine Zeolith?

Zeolith ist ein kristallines Mineral, das in der Natur vorkommt. Es hat die Eigenschaft Wärme abzugeben, wenn es Wasser aufnimmt (Adsorption). Diese Adsorptionswärme kann als Heizenergie genutzt werden. Wenn der Zeolith mit Wasser gesättigt ist, beginnt die Desorptionsphase. Dazu wird das Wasser mit Hilfe hoher Temperaturen durch einen Gasbrenner aus dem Zeolith ausgetrieben. Am Kondensator verflüssigt sich der Wasserdampf und die frei werdende Kondensationswärme wird genutzt.

Was ist bei der Installation zu beachten?

Das Produkt zeoTherm gibt es als Anlagenkonstellation. Die Firma Vaillant hat also ein Gesamtpaket geschnürt, wobei alle Anlagenkomponenten aufeinander optimal abgestimmt sind. Dazu gehören neben dem Herzstück der Anlage die Zeolith-Gas-Wärmepumpe, als Umweltwärmequelle drei Solarkollektoren, ein 400 Liter Solar/Wärmepumpenspeicher sowie die verschiedenen Installations- und Steuerungsteile wie Regelung, Pumpen usw. Die Montage ist somit sehr einfach und schnell möglich.

Strom erzeugende Heizung

Was ist eine Strom erzeugende Heizung?

Wie der Name schon sagt, steht bei der Strom erzeugenden Heizung die Beheizung des gesamten Gebäudes im Vordergrund. Als Nebeneffekt produziert sie aber auch noch einen wesentlichen Anteil des im Ein- oder Zweifamilienhaus benötigten Stroms. Sollte gerade mal kein Strom im Haus benötigt werden, wird der erzeugte Strom einfach ins vorgelagerte Netz eingespeist. Um die Anlagenkosten gering zu halten, empfehlen wir – in Abstimmung mit dem lokalen Stromversorger – nur einen Stromzähler einzubauen, der sowohl vorwärts als auch rückwärts laufen kann. Wenn dann die Erzeugung mal grösser als der Verbrauch ist, läuft der Stromzähler einfach rückwärts.

Wo wird die Strom erzeugende Heizung eingesetzt?

Die Strom erzeugende Heizung ist bestens für den Einsatz in Ein- und Zweifamilienhäusern geeignet. Neben der kompletten Deckung des Wärmebedarfs erzeugt sie auch einen Grossteil des Strombedarfs (ca. 2500 kWh).

Ist die Strom erzeugende Heizung marktreif und erprobt?

Unter den verschiedenen Strom erzeugenden Heizungen hat der Stirling-Motor, neben dem Otto-Motor, die Marktreife erlangt. Der «Stirling» leistet bis zu 6 kW thermisch und 1 kW elektrisch. Wenn die 6 kW im Winter nicht ausreichen, hilft der autarke Brennwertbrenner aus. Dann leistet das platzsparende Wandheizgerät etwa 25 kW.

Welches sind die Vorteile einer Strom erzeugenden Heizung?

Der Wirkungsgrad der gesamten Anlage liegt bei über 90 Prozent. Ein Stirling-Motor hat den Vorteil, dass er auf Grund einer ausserhalb des Zylinders stattfindenden Verbrennung sehr wartungsarm arbeitet. Der elektrische Wirkungsgrad des Stirling-Motors erreicht rund 15 Prozent. Die Abwärme kommt nahezu komplett der Wärmeerzeugung zu Gute.

Was ist bei der Installation zu beachten?

Damit der Stirling-Motor ein gutes Betriebsergebnis erreicht, empfehlen wir, immer einen Pufferspeicher vorzusehen. Dieser gewährleistet hohe Benutzungsstunden. Damit ist ein guter Wirkungsgrad gewährleistet und die gerade nicht benötigte Wärme wird im bestens isolierten Pufferspeicher gespeichert. Gerne unterstützen wir Sie bei der Auswahl Ihres Fachspezialisten für die Planung Ihrer Anlage.

Welche Leistungsgrössen werden in der Kraft-Wärme-Kopplung unterschieden?

Typ Leistung
Mikro-KWK (Strom erzeugende Heizung) < 2 kWel
Mini- KWK 2-15 kWel
Kleinst-KWK 15-50 kWel
Klein-KWK 50 kWel-2 MWel

Produkte & Preise

Warum erhöht Energie 360° den Biogas-Standardanteil?

Energie 360° macht Energie immer mehr erneuerbar. Dazu gehört auch die Förderung von Biogas, das aus organischen Abfällen wie Grüngut und Klärschlamm hergestellt wird und somit nahezu CO2-neutral ist. Bis 2030 soll das Gas, mit dem Kundinnen und Kunden heizen, zu 30% aus Biogas bestehen.

Brennstoffzelle

Wo wird die Brennstoffzelle eingesetzt?

Aktuell werden verschiedenste Brennstoffzellen erprobt, sowohl im kleinen als auch im grossen Leistungsbereich. Die erste Brennstoffzelle, die jetzt marktreif und auf dem Schweizer Markt erhältlich ist, stammt von einer Schweizer Firma. Mit ihren Leistungen von 1 kW elektrisch, 2 kW thermisch und dem Zusatzbrenner von 20 kW thermisch ist sie speziell für Ein- und Zweifamilienhäuser entwickelt und ausgelegt worden.

Ist die Brennstoffzelle marktreif und erprobt?

Das Produkt der Schweizer Firma Hexis aus Winterthur lässt sich ab sofort in jedem Ein- oder Zweifamilienhaus installieren. Im Preis der angesprochenen Brennstoffzelle «Galileo» wurde berücksichtigt, dass der «Zellenblock» nach rund 5 bis 7 Jahren einen Teil seiner Leistungskapazität verliert und ersetzt werden muss. Dieser Austausch wird ohne weitere Kosten für den Kunden durchgeführt. Ein jährlicher Service zu fixen Kosten ist obligatorisch.

Welches sind die Vorteile einer Brennstoffzelle?

Eine Brennstoffzelle wandelt Erdgas effizient, umweltschonend und praktisch geräuschlos direkt in Strom und Wärme um, wodurch der gesamte Wärmebedarf und ein grosser Teil des Strombedarfs eines durchschnittlichen Haushalts abgedeckt werden. Auf Wunsch kann die Brennstoffzelle auch mit erneuerbarem Biogas betrieben werden.

Was ist bei der Installation zu beachten?

Grundsätzlich sollte ein Pufferspeicher installiert werden, damit die Brennstoffzelle lange Betriebszeiten erreicht und so viel Strom wie möglich erzeugen kann. Ein häufiges An- und Abschalten der Brennstoffzelle sollte vermieden werden. Deshalb wird die anfallende Wärme in einem Pufferspeicher, der mindestens 500 Liter Inhalt haben sollte, zwischengespeichert. Der Strom wird im Gebäude genutzt oder allenfalls ins vorgelagerte Stromnetz eingespeist.

Holzpellets

Wie werden Holzpellets von Energie 360° hergestellt?

Holzpellets sind ein ökologisches Nebenprodukt: Sie entstehen aus Restholz der holzverarbeitenden Industrie. Sägemehl, Hobelspäne und andere naturbelassene Abfallhölzer werden dabei ohne Zusatz von chemischen Bindemitteln unter hohem Druck durch eine Lochmatrize in zylinderförmige Stäbchen gepresst. Das holzeigene Lignin wird durch die dabei entstehende Wärme und die restliche Holzfeuchte zum natürlichen Kleber, der die Holzfasern zusammenhält. Lignin sorgt auch für die glänzende Oberfläche.

Wo werden die Holzpellets von Energie 360° produziert?

Ein Teil der Holzpellets von Energie 360° stammt von den regionalen Produzenten Lehmann Holzwerk AG in Gossau und Tschopp Holzindustrie AG in Buttisholz. Das Produktionsvolumen reicht zurzeit nicht aus, um eine vollständige Versorgung mit Schweizer Holzpellets zu garantieren. Deshalb importiert Energie 360° zusätzlich Pellets aus dem grenznahen Ausland wie beispielsweise Deutschland oder Österreich. Natürlich ebenfalls in hoher ENplus-A1-Qualität.

Was sind die Vorteile von Holzpellets?

Im Gegensatz zu den fossilen Brennstoffen ist Holz ein erneuerbarer Brennstoff. In der Schweiz wächst pro Jahr mehr Holz nach, als genutzt wird. Holzpellets verbrennen CO2-neutral, weil bei ihrer Verbrennung die gleiche Menge an Kohlendioxid (CO2) freigesetzt wird, die der Baum zuvor beim Wachsen aufgenommen hat. Die Lagerung von Holzpellets ist wesentlich einfacher als z.B. bei Heizöl. Es werden keine Auffangwanne und keine Sicherungseinrichtungen benötigt.

Wie hoch ist der Heizwert von Holzpellets?

Der Heizwert ist gemäss SN-, EN- und ISO-Norm mindestens 4,6 kWh/kg. Es wird von einem Durchschnittswert von 4,9 kWh/kg ausgegangen.

Ist die Versorgung mit Holzpellets auch in Zukunft gesichert?

In der Schweiz besteht eine zuverlässige Versorgung über das ganze Jahr. Bereits heute ist die Nachfrage nach Holzpellets in der Schweiz grösser als die heimische Produktion. Um die Nachfrage decken zu können, wird deshalb auf Importe aus dem grenznahen Ausland wie zum Beispiel Deutschland und Österreich zurückgegriffen. Das Potenzial in der Schweiz für Holzpellets ist jedoch noch nicht ausgeschöpft. Energie 360° schafft zudem mit ihren regionalen Holzpellet-Lagern eine hohe Versorgungssicherheit.

Kann ein alter Öltankraum als Holzpellet-Lager verwendet werden?

Ja. Ein Tankraum hat oft die passende Grösse und erfüllt die Brandschutzvorschriften. Ein alter Öltankraum kann sowohl zu einem Schrägbodenlager umgebaut werden als auch als Aufstellraum für ein Fertiglagersystem genutzt werden. Holzpellets haben eine Dichte von 650 kg/m3. Anhand des bisherigen Ölverbrauchs kann abgeschätzt werden, wie viele Holzpellets benötigt werden. 2 kg Pellets ersetzen 1 l Heizöl. Daraus ergibt sich dann der geschätzte Jahresverbrauch.

Wie kann ich bei Energie 360° von der Umweltprämie für eine neue Holzpellet-Heizung profitieren?

Wir belohnen den Umstieg auf eine Holzpellet-Heizung mit einer Umweltprämie von bis zu CHF 4000.–, abhängig von der installierten Heizleistung. Dafür beantragen Sie die Prämie mit unserem Online-Formular und schliessen mit uns einen Holzpellet-Liefervertrag mit Festpreis für zwei Jahre ab. Die Umweltprämie verrechnen wir Ihnen mit der ersten Holzpellet-Lieferung.

Welche Faktoren beeinflussen die Holzpellet-Preise?

Die Holzpellet-Preise richten sich nach Angebot und Nachfrage. Es sind lediglich saisonale Schwankungen festzustellen. Pellets sind im Sommer günstiger als in den Wintermonaten, weil die Nachfrage dann geringer ist. Es empfiehlt sich daher, Holzpellets zwischen Mai und August zu kaufen.

Wie kann ich bei Energie 360° Holzpellets bestellen?

Die Holzpellets können jederzeit in unserem Online-Shop oder während der Geschäftszeiten telefonisch unter der Gratisnummer 0800 173 173 bestellt werden. Ebenfalls nehmen wir Bestellungen unter holzpellets@energie360.ch entgegen.

In welchen Regionen liefert Energie 360° Holzpellets?

Wir liefern Holzpellets in der ganzen Deutschschweiz, ausgenommen im Kanton Wallis.

In welchen Behältnissen liefert Energie 360° Holzpellets?

Energie 360° liefert Holzpellets in den folgenden Behältnissen:

  • Schüttgut (Pellets in loser Form) in speziellen Silolastwagen

  • In Pellet-Boxen oder Pellet-Silos für mobile Holzpellet-Heizungen

  • In Säcken zu 15 kg auf Paletten mit 56 Säcken

  • In Big-Bags zwischen 500 und 1000 kg

Kann ich den genauen Lieferzeitpunkt der Holzpellets wählen?

Gerne berücksichtigen wir soweit möglich Ihre Terminwünsche. Nach Bestellungseingang kontaktieren wir Sie, um den genauen Liefertermin zu vereinbaren.

Kann ich bei Energie 360° auch Holzpellets in Säcken bestellen?

Ja, wir liefern Sackware auf Paletten mit 56 Säcken à 15 kg Holzpellets. Die Mindestbestellmenge ist eine Palette. Die Bestellung von einzelnen Säcken ist leider nicht möglich.

Wie lange ist die Lieferfrist für Holzpellets?

Die Lieferfrist beträgt in der Regel 3 bis 4 Arbeitstage. Expresslieferungen sind innerhalb von 2 Arbeitstagen möglich.

Liefert Energie 360° Holzpellets auch an Samstagen?

Ja, in Ausnahmefällen liefern wir während der Heizsaison auch am Samstag.

Wann wird ein Expresszuschlag berechnet?

Bei dringenden Lieferungen innerhalb von 2 Arbeitstagen verrechnen wir einen Expresszuschlag.

Woran erkennt man hochwertige Holzpellets?

Hochwertige Holzpellets tragen das Gütesiegel ENplus A1. Die Pellets haben eine glatte, glänzende Oberfläche und sind zwischen 31,5 und 40 mm lang. Hochwertige Holzpellets wei-sen einen sehr geringen Feinanteil auf, vor dem Transport maximal 1%. Die Holzpellet-Qualität ist wichtig für einen reibungslosen und effizienten Betrieb von Pelletheizungen. Die Holzpellets von Energie 360° entsprechen ausnahmslos der höchsten Güteklasse ENplus A1.

Muss ein Holzpellet-Lager gereinigt werden?

Energie 360° empfiehlt, die fachmännische Siloreinigung alle zwei Jahre ausserhalb der Heizsaison und bei möglichst leerem Silo zusammen mit einer Holzpellet-Lieferung vorzunehmen. Damit können durch Staubablagerungen bedingte Störungen der Heizung vermieden werden. Das Betreten des Lagerraums birgt Risiken und einige Sicherheitsregeln müssen unbedingt eingehalten werden. Daher übernehmen wir gerne die fachmännische Lagerreinigung. Ein Gewebesilo muss nicht gereinigt werden.

Wie funktioniert eine Lagerreinigung?

Die Heizung wird ausgeschaltet und der Lagerraum ausreichend belüftet. Die im Silo verbleibenden Holzpellets und der abgelagerte Staub werden danach abgesaugt. Die Anwesenheit einer zweiten Person ist aus Sicherheitsgründen zwingend. Anschliessend wird das Silo wieder mit Holzpellets befüllt. Es empfiehlt sich, eine Lagerreinigung bei möglichst leerem Lager zusammen mit einer Holzpellet-Lieferung durchzuführen.

Wie wird die Holzpellet-Asche richtig entsorgt?

Die Asche aus kleinen Holzpellet-Feuerungen sollte mit dem Haushaltskehricht entsorgt werden.

Bei grösseren Heizanlagen mit einer Leistung ab 80 kW und einem Aschecontainer von mindestens 250 l vermitteln wir gerne ein spezialisiertes Unternehmen, welches die Asche absaugt und fachgerecht entsorgt. Weil in der Holzpellet-Asche unter anderem auch Schwermetalle natürlichen Ursprungs enthalten sind, darf die Asche nicht als Dünger im Garten verwendet werden.

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