Feste feiern, Kosten sparen

Wenn die Lichterketten leuchten, die Heizung auf Hochtouren läuft und in der Küche Festbetrieb herrscht – dann sind Weihnachten und der Jahreswechsel nicht mehr fern! Gemeinsam feiern ist herrlich, braucht allerdings Energie. Mit unseren Tipps halten Sie den Energieverbrauch tief. An den Feiertagen und darüber hinaus.

Gemeinsam essen, kochen, feiern - und mit wenigen klugen Massnahmen Energie sparen.

Gemeinsam essen, kochen, feiern – und mit wenigen klugen Massnahmen Energie sparen.

Energieverbrauch beim Backen tief halten

Weihnachtsguetzli, Christstollen, Festtagsbraten – der Backofen läuft über die Festtage fast im Dauerbetrieb. Doch Obacht: Backen gehört zu den energieintensivsten Tätigkeiten im Haushalt. So lässt sich der Stromverbrauch tief halten: Verzichten Sie aufs Vorheizen. Verwenden Sie die richtigen Backformen und Bleche. Backen Sie mit Umluft (Faustregel: Reduzieren Sie die Temperatur um 20 °C im Vergleich zur Temperatur von Oberhitze/Unterhitze). Nutzen Sie die Restwärme, und halten Sie die Ofentüre stets geschlossen.

Machen Sie Dampf

Schon mal Dampfgaren probiert? Beim Dampfgaren bleiben die Mineralien und Vitamine der Speisen optimal erhalten. Diese Zubereitungsart ist nicht nur äusserst schonend, im Steamer lassen sich auch mehrere Gerichte gleichzeitig garen. So kann er energieeffizienter funktionieren als mehrere Töpfe auf dem Herd. Reduzieren Sie auch hier den Energieverbrauch.

Stand-by-Betrieb vermeiden

Standby-Verluste entstehen, wenn scheinbar ausgeschaltete elektrische Geräte nicht wirklich von Netz getrennt werden. Denn Stand-by bedeutet «nicht ausgeschaltet» – was je nach Alter und Typ der Geräte nicht wenig Strom verbraucht – und dies rund um die Uhr. Der Energieverbrauch ist hoch und es entstehen schnell Strom-Mehrkosten von 150 Franken pro Jahr. Schalten Sie deshalb ungenutzte Elektrogeräte komplett aus, indem Sie TV, Computer & Co. durch eine Steckerleiste mit Kippschalter oder einen «Standby-Killer» komplett vom Netz trennen. Auch das trägt dazu bei, den Energieverbrauch tief zu halten.

Lüften Sie. Aber richtig!

Öffnen Sie zwei Mal täglich die Fenster ganz für vier bis zehn Minuten – je kälter es draussen ist, desto kürzer. Das fördert den Luftaustausch und führt Feuchtigkeit und Schadstoffe ab. Lassen Sie die Fenster jedoch nicht in Kippstellung – das verursacht im Winter unnötigen Energieverlust.

 

Ohne glitzernde Lichter kein Weihnachtsbaum – aber auch hier ist eine LED-Schmuckbeleuchtung eine Überlegung wert.

Ohne glitzernde Lichter kein Weihnachtsbaum – aber auch hier ist eine LED-Schmuckbeleuchtung eine Überlegung wert.

Smarte Festbeleuchtung

Was wäre der Advent ohne glitzernden Lichterschmuck? Der Trend zeigt dabei eindeutig in Richtung LED. Diese mögen zwar teurer in der Anschaffung sein als Halogenlämpchen, senken den Verbrauch aber massiv. Auch für den Christbaum sind LEDs eine Überlegung wert. Denn echte Kerzen am Christbaum sorgen rasch für dicke Luft oder können sogar brandgefährlich werden. Auch in Räumen, in denen das Licht längere Zeit brennt, lohnen sich moderne LED-Leuchtmittel. Diese sparen bis zu achtzig Prozent Strom. Erwägen Sie dort, wo das Licht häufig ein- und ausgeschaltet wird, den Einsatz von Bewegungsmeldern.

Duschen statt baden senkt den Energieverbrauch

Kurz unter die Dusche zu gehen, ist um das Vier- bis Fünffache sparsamer, als sich ein warmes Bad einzulassen. Interessant: Das ETH-Spinoff Amphiro bietet ein intelligentes Verbrauchsmessgerät für die Dusche mit Smartphone-App an. Amphiro zeigt den aktuellen Verbrauch beim Duschen und motiviert so zum bewussten Umgang mit Energie. Mit «amphiro b1 connect» können die Daten sogar per Smartphone synchronisiert, ausgewertet und geteilt werden. In vielen Haushalten ist die Temperatur für das Warmwasser übrigens zu heiss eingestellt. So verpufft viel Energie. Regulieren Sie Ihren Boiler auf 55 bis maximal 60 Grad. Das reicht, um auch den gefürchteten Legionellen-Bakterien Einhalt zu gebieten.

Beim Heizen optimieren

Heizkörper frei halten: Wenn Sie Heizkörper mit Möbelstücken zustellen oder hinter langen Vorhängen verstecken, wird die Wärme nicht richtig an den Raum abgegeben. Warme Luft sollte ungehindert zirkulieren können.

Meiden Sie Elektroöfen:  Zusätzliche Heizquellen, die noch dazu am Stromnetz hängen, machen energetisch keinen Sinn. Elektro-Kleinheizgeräte produzieren Wärme über Glühdrähte oder Heizspiralen und sind ineffiziente Stromfresser.

Pulli statt T-Shirt: Die Heizung um ein einziges Grad zu drosseln, spart bereits sechs Prozent Energiekosten. Damit niemand frösteln muss: Einfach Pulli überziehen, statt die Heizung höher zu stellen.

Kühl schlafen: Im Schlafzimmer reicht eine Temperatur von 16 bis 18 Grad vollkommen. Mehr noch: Wer in kühlen Räumen schläft, lebt nachweislich gesünder. Jedes Grad zusätzlich sorgt auch für Mehrkosten von 15 Franken im Jahr. Auch selten gebrauchte Räume können Sie auf «cool» herunterregulieren. Und wie wär’s mit einem grossen Thermometer als Deko-Element für Wohn- und Schlafzimmer?

 

Nachhaltigkeit ist einfach möglich, schon hier und heute. In unserem Magazin porträtieren wir immer wieder Menschen und Unternehmen, die einen konkreten Beitrag leisten – die beispielsweise mit Biogas heizen, sich gegen Foodwaste einsetzen oder aufs Auto verzichten – und schreiben darüber, wie sich im Alltag Energie sparen lässt.

Auch die Klimaschutzorganisation myblueplanet hilft, Nachhaltigkeit in den Alltag zu integrieren. Seit Kurzem auch mit einer kostenlosen App, die zahlreiche Tipps enthält und zum klimafreundlichen Handeln motiviert.

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