Modellhafte Zusammenarbeit

Das lab360, das Innovationslabor von Energie 360°, sucht nach neuen Lösungen mit Kundennutzen. Zu diesem Zweck sucht es auch den Austausch mit Forschungseinrichtungen wie der ETH. Eine wertvolle Verbindung von Wirtschaft und Forschung, Theorie und Praxis, neuen Ansätzen und bereits gemachten Erfahrungen.

Innovation wird bei Energie 360° gross geschrieben und ist fest in der Unternehmensstrategie verankert. Deshalb unterhält Energie 360° mit dem lab360 ein eigenes Innovationslabor, das neue Angebote entwickelt. Immer im Fokus: der Nutzen für Kundinnen und Kunden. Konstante Treiber für die Arbeit des lab-Teams sind die Digitalisierung und die Kooperation mit Partnern. Im Idealfall entsteht daraus ein Start-up-Unternehmen mit einem marktreifen Produkt – wie die Smart Energy Link, die 2018 als Spin-off aus dem lab360 hervorgegangen ist und heute als Partnerunternehmen gemeinsam mit Energie 360° Projekte realisiert.

Innovation «made in Zurich»

Eine wichtige Kooperation besteht mit der ETH. Studierende des Masterstudiengangs in Energy Science and Technology haben in Zusammenarbeit mit Energie 360° eine mögliche Lösung für die induktive Ladung von Elektrofahrzeugen entwickelt. Am Anfang eines solchen Projekts steht die Anfrage einer Hochschule oder einer Universität zu einem übergeordneten Thema.

Das lab360 stellt dann einen konkreten Projektantrag. Die Studierenden wiederum prüfen die Aufgabenstellung und entscheiden, ob sie die Problemstellung lösen können und möchten oder nicht. Der Austausch zwischen dem lab360 und den Studierenden ist je nach Projektphase unterschiedlich intensiv. Energie 360° agiert vor allem als Know-how-Trägerin und stellt Daten und Hardware zur Verfügung. Die konkrete Lösung des Problems findet an den Fakultäten statt.

Studentinnen und Studenten der ETH

Studentinnen und Studenten der ETH unter der Leitung von Doktorandin Johanna Vorwerk (2. v.r.) haben ein Problem bei der induktiven Ladung von Elektrofahrzeugen gelöst und anhand ihres Modells illustriert.

 

Philipp Meisel, Leiter des lab360, ist überzeugt: «Dank solcher Kooperationen findet eine wichtige Verschränkung zwischen Wirtschaft und Forschung statt.» Bewusst auch mit dem Risiko, dass für Energie 360° nicht immer ein konkreter Nutzen resultiert. «Wir verstehen uns als Impulsgeberin und Initiatorin, weil wir Innovation im und ausserhalb des Unternehmens fördern. Und natürlich versuchen wir, am Puls der Technik zu bleiben.»

2015 hat Energie 360° mit dem Smart Energy Innovationsfonds ein Instrument geschaffen, um Start-ups im Energiebereich zu unterstützen. Würde sich aus einer Forschungsarbeit also ein Start-up entwickeln, wäre Energie 360° auch eine potenzielle Kapitalgeberin. «So schliesst sich im Idealfall ein Kreislauf, wovon auch der Standort Zürich profitiert», so Philipp Meisel weiter.

Realitätscheck nach drei Monaten

Das lab360-Team von Philipp Meisel sucht Lösungen für Themen wie «Mobilität», «Infrastruktur», «Kreislaufwirtschaft» oder «Sektorenkopplung». Relevante Trends und Themen werden auf sogenannten Innovation Maps kartographiert und weiterverfolgt. Das Team hat eine grosse Autonomie, was die Themenwahl betrifft. Allerdings setzt sich das Team konkrete Ziele für ein Thema, die in einem 3-Monats-Zyklus überprüft werden. Nach drei Monaten wird also entschieden, ob ein Thema weiterverfolgt werden soll oder nicht. So wird sichergestellt, dass unsere Ressourcen nur für realistische und umsetzbare Lösungen eingesetzt werden.

ETH-Studierende forschen an induktivem Laden

In einigen Jahren soll induktives Laden auch sogenanntes Mikroladen ermöglichen, etwa wenn ein Elektroauto vor einem Rotlicht anhält oder parkt. Der Strom fliesst zwischen zwei Spulen, die sich einerseits am Boden und andererseits im Elektroauto befinden. Hierfür müssen die Spulen im Auto und im Boden aber direkt übereinander platziert werden. Das Problem: Die Ladespulen der verschiedenen Elektroautos befinden sich an unterschiedlichen Stellen. Studierende der ETH haben im Auftrag von Energie 360° deshalb an einer Lösung getüftelt und sie gefunden.

Dazu entwickelten sie eine induktive Ladelösung mit einer selbstjustierenden Grundplatte. «Solche Ladestationen liessen sich problemlos in die bestehende Infrastruktur einbauen, zum Beispiel unter den Asphalt bestehender Parkplätze», sagt Johanna Vorwerk, Doktorandin an der ETH, die die Studentinnen und Studenten im Projekt begleitet hat. Mit der Lösung samt Modell haben sie nicht nur den «Proof of Concept» erbracht, sondern auch den entsprechenden Publikumspreis erhalten.

 

Der Smart Energy Innovationsfonds von Energie 360°

Über Beteiligungen an Start-ups investiert Energie 360° in die Innovationskraft der Energiebranche. Unternehmen im Portfolio des Smart Energy Innovationsfonds profitieren von der umfangreichen Expertise, dem persönlichen Engagement und dem Netzwerk des Investmentkomitees. Diese Faktoren tragen viel zu einem erfolgreichen und nachhaltigen Wachstum der Start-ups bei.

Mehr zu Innovationen bei Energie 360°

Das Cleantech-Start-up Distran ist ein Portfolio-Unternehmen des Smart Energy Innovationsfonds von Energie 360°. Vor sieben Jahren gegründet, befindet es sich derzeit in einer spannenden Wachstumsphase.

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