Denken in Möglichkeiten – Smart Energy Services

Das Team der Smart Energy Services (SES) sucht neue Geschäftsfelder, in denen Energie 360° Nutzen für die Kundinnen und Kunden schaffen kann. Dafür geht SES auch unkonventionelle Wege.

Teamleiter Tobias Stahel (r.) spiegelt die gewonnenen Erkenntnisse mit Philipp Meisel und Christa Falkensammer.

Ein Tisch, ein Stuhl, Notizpapier. So stellt man sich eine Denkerstube vor. Ganz ähnlich sieht es in den Räumen des Teams der SES aus. Ok, da sind noch die Computer – die Digitalisierung ist ein wesentlicher Innovationstreiber – sowie Flipchart und jede Menge selbstklebende Zettel an den Beton- und Glaswänden. Doch das Bild einer spartanischen Denkerstube bleibt.

These. Antithese. Synthese.

Genauso wie sich die Bedürfnisse der Kundinnen und Kunden verändern, muss sich auch Energie 360° verändern. «Wir sind überzeugt, dass es neue, zu Energie 360° passende Geschäftsfelder gibt, in denen wir relevanten Nutzen schaffen können», sagt Tobias Stahel, Leiter SES. Ein wichtiger Treiber sei die Digitalisierung, ein anderer die Kraft der Kooperation – intern über Abteilungsgrenzen hinweg, extern mit anderen Unternehmen. «Wir testen neue Möglichkeiten und Herangehensweisen», sagt Tobias Stahel.

Doch wo und wie beginnen? – Beim Nutzen für die Kundinnen und Kunden! In iterativen Experimenten bewegt sich das Team von SES auf die Lösung zu und hinterfragt so laufend das eigene Vorgehen: Es formuliert Thesen, baut Prototypen, teilt sie mit Kundinnen und Kunden, beobachtet, lernt aus den Feedbacks. Es ist ein agiles, unlineares Arbeiten, ähnlich einem Software-Unternehmen, das sein Programm als nicht fertige Betaversion einer repräsentativen Kundinnen- und Kundengruppe zum Testen vorlegt. Und mit den gewonnenen Feedbacks das eigene Produkt verbessert.

Den Innovationspfad gehen

Das Team von SES ist auf mehreren Innovationspfaden gleichzeitig unterwegs. Einer davon ist ein Ladeservice für Elektroautos zum Fixpreis, bei dem das Team das Bedürfnis «sorglose Elektromobilität» ausgearbeitet hat. Die Idee: Energie 360° stellt die Ladeinfrastruktur zuhause und unterwegs zur Verfügung, die Kundin oder der Kunde erhält via Abonnement ein Service-Paket inklusive Strom zum Fixpreis. Im Hintergrund dieses Angebots steht die Software-Lösung der Energie 360° Tochter swisscharge.ch. Die Betaversion des Angebots inklusive Preisstruktur wird bereits getestet: Das Team sammelt gemeinsam mit Kundinnen und Kunden Erfahrungen und richtet die Lösung immer besser auf deren Bedürfnisse aus.

Ein anderes Marktfeld, auf dem SES Innovationen vorantreibt, ist «Smart Home». Auch hier entwickelt das Team nicht selbst Software, sondern schafft ausgehend von bereits existierenden technischen Lösungen neue Geschäftsmodelle. SES macht es sich zur Aufgabe, spannende Technologiepartner zu finden und gemeinsam mit ihnen neue Business-Modelle und Verkaufskanäle zu gestalten.

Die beiden Beispiele machen deutlich: Das Team von Smart Energy Services hilft mit, dass sich Energie 360° weiter verändert und Zukunftsentwicklungen antizipiert. Tobias Stahel: «Wir haben noch einige Pfeile im Köcher und schleifen immer wieder neue Pfeilspitzen. Jetzt versuchen wir, mit möglichst vielen ins Schwarze zu treffen.»

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Comments

  1. Erich Priemer sagt:

    Ich bin ‚Ing.i.UR.‘ und Ihr ‚Intelligentes dezentrales Energie-MS‘ hat sich just so auch in meinem Kopf evolutionär herausgebildet. Seine (konstruktiv optimierbaren!) Cluster und noch mehr das Gesamt-Versorgungssystem dürften sich dann fast wie von selbst stabilisieren, also keinen ’statistischen‘ Unstetigkeiten unterliegen. Die ‚ereignisbedingten‘ Spitzen muss man natürlich ‚vorhersagen‘, etwa wie beim Wetterbericht ein Gewitter. Toll!

    Ich arbeite ehrenamtlich am Projekt ‚Grafrath klimafreundlich‘ meiner Heimatgemeinde mit, das sich gerade ‚in statu nascendi‘ befindet. Dort wollte ich diese Idee kreativ einbringen und zwar zusätzlich verknüpft mit dem Gedanken der ‚Autarkie‘ vom Netz (nicht als definiertes Ziel für die Gemeine bzw. der VG mit unseren Nachbargemeinden, sondern als Objekt der Evaluation. Wir müssten ja dann unsere selbst erzeugten Bedarfsspitzen auch selbst abfangen. Mein ‚Traum‘ ist es, dass wir ‚unsere gesamte verbrauchte Energie‘ insgesamt viel günstiger produzieren/beziehen, z.B. auch etwa in einem Verbund mit ähnlich organisierten ‚Gemeindeverbünden‘ – für ‚Logiker‘ wie mich ein äußerst reizvoller Gedanke.

    Frage:
    Haben Sie für mich ev. einschlägige Informationen wie Artikel, Beschreibungen, LINKs etc. ?
    Wenn ja: Dann schon hier vielen Dank!

    Erich Priemer

    • Seyb Michelle sagt:

      Sehr geehrter Herr Priemer
      Vielen Dank für Ihre Nachricht.
      Wir werden Ihr Anliegen gerne an unsere Kollegen weiterleiten und Ihnen die gewünschten Informationen per E-Mail zukommen lassen.
      Freundliche Grüsse Ihr Energie 360° Team