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Holzschnitzel aus dem heimischen Wald

Grosse Heizlösungen mit Zukunft

Besonders in Gemeinden mit viel Wald macht Heizen mit Holzschnitzeln Sinn. Moderne Verbrennungsanlagen und Holzheizkraftwerke mit Pyrolyseverfahren ermöglichen es, aus dem erneuerbaren Rohstoff im grossen Stil Energie zu gewinnen – nachhaltig und klimafreundlich.

Holzschnitzel sind wertvolle Energieträger

Wie aus Holzschnitzeln Wärme wird

Holzschnitzel bietet sich vor allem für grosse Heizlösungen an. Zum Beispiel wenn ein ganzer Gebäudekomplex wie ein Altersheim, ein Industriestandort oder ein Wärmeverbund mit mehreren Haushalten versorgt werden soll.

Dabei lassen sich die zwei Technologien Verbrennung und Pyrolyse unterscheiden:

In einem Holzheizwerk werden die Holzschnitzel bei Temperaturen um 800 Grad verbrannt. Das dabei erhitzte Wasser kann beispielsweise in einen Wärmeverbund eingespeist werden. Ein Speicherkessel schafft den Ausgleich zwischen der gleichmässigen Wärmeproduktion und dem schwankenden Wärmebedarf.

Wohlige Wärme

Projektentwickler Tobias Schneebeli zeigt, wie eine Holzschnitzelverbrennungsanlage funktioniert.

Anders funktioniert ein Holzheizkraftwerk. Hier entsteht mittels Pyrolyse ein gasförmiger Brennstoff, der mit Gasmotoren zu Strom und Wärme umgewandelt wird. Weil der thermochemische Prozess weitgehend unter Ausschluss von Sauerstoff stattfindet, verbrennen die Holzschnitzel nicht, sondern werden verkohlt. Das hat den Vorteil, dass keine mit Schwermetallen belastete Asche zurückbleibt, sondern wertvolle Biokohle. Diese speichert das CO2 aus den Holzschnitzeln langfristig und kann beispielsweise in der Landwirtschaft eingesetzt werden, etwa zur Verbesserung des Bodens.

Wertschöpfung aus der Region

Holzschnitzel sind in der Regel ein lokales Produkt. Die gefällten Bäume werden im Wald gelagert und mit einem mobilen Hacker vor Ort zu Schnitzeln verarbeitet. Danach kommt das Material direkt zur Verbrennungsanlage in der nahen Umgebung. Die kurzen Wege sind einerseits gut für das Klima, andererseits profitiert die Region von der Wertschöpfung.

Für die Qualität der Schnitzel ist es weniger entscheidend, welches Holz verwendet wird. Einen positiven Effekt im doppelten Sinn hat hingegen die Lagerung der Baumstämme während einiger Monate. Dadurch verliert das Holz Feuchtigkeit, was das Transportgewicht verringert und den Heizwert erhöht.

Natürliche Holzreserven sichern die Versorgung

Wo es ausgedehnte Waldflächen gibt, die bewirtschaftet werden müssen, steht auch ausreichend Energieholz zur Verfügung. Für die Versorgungssicherheit ist es jedoch wichtig, dass die gefällten Bäume, wenn sie im Wald gelagert werden, auch während der winterlichen Heizperiode gut zugänglich sind und bei Bedarf gehackt werden können. Andernfalls braucht es ein Zwischenlager für die Holzschnitzel.

Hoher Wert trotz tiefem Marktpreis

Nicht alles geerntete Holz hat den gleichen Wert. Holz, das aufgrund minderer Qualität nicht als Möbel- oder Industrieholz verkauft werden kann, dient als Energieholz. Das gilt auch für Holz, das von Schädlingen wie dem Borkenkäfer befallen ist. Energieholz wird auf dem Markt allerdings zu einem tiefen Preis gehandelt. Deshalb ist es lohnenswerter, damit die eigene Gemeinde mit Wärme zu versorgen.

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