Heizen mit Holzpellets: Saubere Verbrennung inklusive

Holz als klimafreundlicher Brennstoff hat immer mehr Fans – aber auch einige Kritiker. Sie behaupten, Holzfeuerungen hätten ein Feinstaubproblem. Stimmt das? Zumindest bei Pelletsheizungen ist Entwarnung angesagt.

Kaminfeuer mit Holz in einem Haus

Holz als Heizenergie macht es leicht, den Verbrauch fossiler Brennstoffe zu reduzieren und das Klima zu schonen. Wer mit Holz heizt, schliesst einen natürlichen Kreislauf. Denn die Verbrennung von Holz setzt gleich viel CO2 frei, wie die Bäume für ihr Wachstum der Atmosphäre entzogen haben. Holz ist deshalb ein CO2-neutraler Energieträger. Mit jedem Liter Heizöl, den eine Holzheizung einspart, bewahrt sie die Atmosphäre laut dem Bundesamt für Umwelt vor mehr als 2,5 Kilogramm CO2.

Zur Wahrheit gehört aber auch: Holzfeuerungen stossen mehr Feinstaub und sonstige Luftschadstoffe aus als andere Heiztechnologien. Alle Anlagen zusammen verursachen gemäss dem Bund rund 16% der Feinstaubemissionen in der Schweiz.

Grosse Unterschiede bei den Emissionen

Allerdings unterscheiden sich die verschiedenen Arten von Holzfeuerungen erheblich bei ihrem Feinstaubausstoss. Dieser hängt von zwei Faktoren ab – einerseits von der Anlage und ihrer Steuerung, andererseits von der Brennstoffqualität. Beides beeinflusst die Verbrennung und somit die Emissionen.

Zu den grossen Verursachern von Feinstaub gehören Cheminées, Cheminéeöfen und Kachelöfen. Bei ihnen läuft der Verbrennungsprozess nur wenig geregelt ab, weil eine automatische Steuerung meist fehlt. Die Luftzufuhr und die Temperatur bei der Verbrennung variieren daher stark. Sie bewegen sich selten auf einem optimalen Niveau.

Häuser im Winter mit Kaminen aus denen Rauch aufsteigt.

Um die Emissionen zu minimieren sollten Holzheizungen gemäss den Vorgaben der Hersteller betrieben werden.

Ausserdem wird oft Stückholz verbrannt, das nicht die richtige Grösse hat oder zu wenig trocken ist. Eine niedrige Feuerungstemperatur kombiniert mit feuchtem Holz etwa lässt die Feinstaubemissionen regelrecht in die Höhe schiessen. Auch falsches Anfeuern führt zu einer unnötigen Luftverschmutzung. Als Folge dieser Faktoren kann der Ausstoss an Russ und Feinstaub bei einem Cheminée laut der Branchenorganisation proPellets.ch rund 400-mal höher ausfallen als bei einer modernen Pelletsheizung.

Holzpellets: Konstant hohe Brennstoffqualität

Ein kleiner Haufen Holzpellets

Pellets entsprechen strengen Normen. Damit wird eine saubere Verbrennung mit tiefen Emissionen erzielt.

Dass Holzpellets beim Verbrennen deutlich weniger Feinstaub ausstossen als Stückholz, liegt auf der Hand. Erstens sind ihre Grösse und ihre Zusammensetzung genau normiert. Zweitens enthalten sie besonders wenig Feuchtigkeit. Beides sorgt für eine hohe und konstante Brennstoffqualität.

Hinzu kommt, dass Pelletsheizungen einen richtigen Technologieschub gemacht haben. Heute verfügen sie über eine automatische Steuerung, die den Abbrennprozess optimiert. Dazu werden die Zufuhr von Holzpellets, die Luftmenge und die Temperatur laufend kontrolliert. Mehr noch: Weil ein häufiges An- und Ausschalten ineffizient ist und die Schadstoffmenge erhöht, können moderne Holzpellet-Heizungen ihre Leistung stark ausgleichen. Ein geeigneter Wärmespeicher für Warm- und Heizwasser steigert zudem die Effizienz. Pelletsheizungen lassen sich auch optimal mit einer thermischen Solaranlage kombinieren.

Grenzwert wird deutlich unterschritten

Das Resultat der hoch entwickelten Anlagentechnik ist eine saubere Verbrennung. Laut proPellets.ch haben sich die Feinstaubwerte von Pelletsheizungen in den letzten 30 Jahren um das 20-Fache reduziert. Der Grenzwert der Luftreinhalteverordnung für Feinstaub liegt heute bei 50 mg/m3. Moderne Holzpellet-Heizungen unterschreiten diesen Wert mit 15 bis 30 mg/m3 um rund die Hälfte. Darum benötigen kleine und mittelgrosse Pelletsheizungen auch keinen Feinstaubfilter.

Eine Frau bedient eine Pelletheizung

Moderne Pelletsheizungen können mittels eines Touchscreens oder flexibel via Smartphone oder Tablet bedient werden.

Wie bei den meisten Anlagen gibt es bei Pelletsheizungen Qualitätsunterschiede. Hauseigentümerinnen und Hauseigentümer sollten sich ausschliesslich für eine Holzheizung mit dem Qualitätssiegel von Holzenergie Schweiz entscheiden. Es gewährleistet, dass die Pelletsheizung hohe Anforderungen bezüglich Lufthygiene erfüllt und einen guten Wirkungsgrad erzielt.

Wer mit Holzpellets heizt, sollte auf das Gütesiegel ENplus® achten. Es steht für kontrollierte Qualität entlang der gesamten Bereitstellungskette – von der Herstellung bis zur Lieferung. ENplus® zertifizierte Holzpellets sorgen für ein störungsfreies, emissionsarmes und energieeffizientes Heizen. Die ENplus® Norm unterscheidet bei Holzpellets für die Heizung drei unterschiedliche Qualitätsklassen: A1, A2 und B. Energie 360° verkauft ausschliesslich Holzpellets der höchsten Güteklasse ENplus® A1.

Vorteile von Holzpellets kennenlernen

EN Plus Gütesiegel für Holzpellets

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