Die Meister der Luft-Messtechnik

Die Firma Luftmeister setzt bei der Messung von Luftmengen und Luftenergie innerhalb von Gebäuden neue Massstäbe und gar Normen. Energie 360° beteiligt sich über den Smart Energy Innovationsfonds am Unternehmen.

Ein Gerät für die Luftmengenmessung: die Messung von Wärme- und Luftströmen sorgt für mehr Energieeffizienz. Dank der Technologie der Firma Luftmeister lässt sich nicht nur das Volumen der bewegten Luft in Klimaanlagen, Belüftungssystemen und Prozessluftanlagen messen. Sondern auch deren Wärmelieferung, basierend auf Temperatur, Absolutdruck und Feuchtigkeit.

Der Vorteil: Das innovative Verfahren fördert den effizienten Umgang mit aufbereiteter Luft in grossen Mengen. Das birgt ein enormes ökologisches und ökonomisches Sparpotenzial. Zudem sorgt es bei Nutzern für Transparenz und Investitionssicherheit.

Das Gerät von Luftmeister misst Luftenergieströme.

Der «Luftmeister», der erste Luft- und Luftenergiezähler der Welt.

Das Konzept hat Energie 360° überzeugt. So fest, dass sie sich über den Smart Energy Innovationsfonds an der süddeutschen Firma beteiligt hat. Und zwar schon bevor das Produkt final entwickelt war und der Markteintritt stattgefunden hatte. «Der ‹Luftmeister› ist der erste und einzige Luftenergiezähler auf dem Markt, dank dem Endverbraucher die gelieferte Zuluft messen und bedarfsgerecht abrechnen können», sagt Metin Zerman. Er ist bei Energie 360° Investment Manager des Smart Energy Innovationsfonds. «Die Technologie zeigt erstmals, wie viel Energie überhaupt benötigt wird, um Raumluft zu bewegen, zu kühlen und zu erwärmen. Und wie viel davon der einzelne Verbraucher zu tragen hat. Das macht sie einzigartig.»

Investitionen genau planbar

Luftmeister hat Messgeräte für die Luftmengenmessung unter anderem in einem Lackierwerk für Schiffsteile im Hamburger Hafen installiert. Dort wird Zuluft für den Lackiervorgang auf 80° Celsius erhitzt – die Abluft soll wiederverwendet werden. Doch wie viel Abluft entsteht überhaupt und wie heiss ist sie? «Indem wir das Abwärmepotenzial gemessen haben, konnte unser Kunde eine fundierte Entscheidung über die Art und Weise der Abwärmenutzung treffen und die entsprechende Investition exakt planen», sagt Jens Amberg, CEO der Firma Luftmeister.

Wissenschaftliche Grundlage für Fördergelder

Bei Projekten im Zeichen der Energieeffizienz stellt sich oft die Frage nach einer Berechtigung für Fördergelder. «Ein Vorteil unserer Innovation ist: Wir können das Energiesparpotenzial durch einen Luftzähler beweisen – durch eine präzise Vergleichsmessung vor und nach der Massnahme», sagt Jens Amberg. In diesem Fall hat das Lackierwerk Fördergelder für die Abwärme-Investitionen erhalten. «Das kann den Ausschlag geben, ob man sich für oder gegen eine Investition entscheidet.»

Luftmeister hat mit ihrer Luftmengenmessung-Technologie ganz nebenbei eine neue Norm gesetzt: Die DIN 94701 bestimmt die produktseitigen Mindestanforderungen an Luftenergiezähler. Nach dieser wird in Deutschland nun gemessen und geprüft.

Bedarfsgerechte Abrechnung für Kunden

Die Messbarkeit sorgt auch für Transparenz bei Klimaanlagen mit mehreren Verbrauchern. Zum Beispiel in Chemieparks, Bürogebäuden oder Einkaufszentren. Diese verrechnen die Lüftungskosten bislang auf Basis der Verkaufsfläche. Dies, obwohl ein Restaurant mehr Frischluft pro Quadratmeter benötigt als eine Buchhandlung. Dank Luftmeister ist eine bedarfsgerechte Abrechnung möglich. Die Geschäfte werden befähigt, ihren Bezug zu überwachen, zu optimieren und damit Energie und Kosten zu sparen.

Keine Lösungen von der Stange

Ausser in Deutschland ist Luftmeister auch in Frankreich, Österreich und der Schweiz auf dem Markt. Bei Jowa, der auf Backwaren spezialisierten Migros-Tochter, hat das Unternehmen kontinuierliche Messstellen zur Luftmengenmessung installiert. Jowa muss das Belüftungssystem eines Produktionsstandorts in den kommenden Jahren ersetzen. Riesige Lüftungsschächte von vier mal vier Meter im Querschnitt versorgen die Produktionshallen mit Frischluft. Solche Luftmengen zu bewegen, ist teuer. Aufgrund der aktuellen Messungen kann Jowa den effektiven Bedarf an Frischluft detailliert bestimmen und die Anlage genau darauf ausrichten und planen.

Messstellen zur Luftmengenmessung

Bei Jowa hat Luftmeister kontinuierliche Messstellen zur Luftmengenmessungen installiert.

Im Querschnitt des riesigen Luftschachts hat Luftmeister zur Kalibrierung 100 Messpunkte gesetzt. «Das ist keine Lösung von der Stange, sondern individuell geplant und umgesetzt», so Amberg.

Die mit fünf Patenten geschützte Technologie hat beim Umwelttechnikpreis Baden-Württemberg den 1. Platz gewonnen. Das freut auch Metin Zerman von Energie 360°. «Wir hatten von Anfang an nicht nur ein sehr gutes Gefühl bei der Firma und deren Lösungskonzept, sondern auch vom gesamten Team. Der grosse Erfolg freut uns deshalb enorm.»

Smart Energy Innovationsfonds

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