Innovations-Kooperation: Was braucht es für den Erfolg?

Der Trend geht auch in der Energiebranche zu einer Innovationskultur, in der das Zusammenarbeiten wesentlicher Bestandteil wird. In gewissen Projekten kooperieren sogar Konkurrenten. Was sagen CEOs, Innovatoren und Berater dazu? Wir haben uns am Branchentag Energie des WorldWebForum 2017 umgehört.

Energie 360° war Partner des «WorldWebForum Energy», einem Gipfeltreffen der Branche. Mit dem Ziel, den Dialog zur Energiezukunft zu initialisieren, nutzten wir die führende Konferenz zum Thema Digitalisierung und stellten die Frage nach Innovations-Kooperationen in der Energiebranche.

Sehen Sie hier die Auswahl der interessantesten Aussagen.

Innovations-Kooperation von Energiefirmen: Was braucht es für den Erfolg?

 

Finden Sie hier die wichtigsten Aussagen aus dem Video im Wortlaut.

Anton Gunzinger, CEO SCS: Partnerschaft als grosse Herausforderung

Wenn zwei Konkurrenten im Thema Innovation zusammenarbeiten wollen, das ist eine große Herausforderung.

 

Tobias Stahel, Innovator Energie360°: Spirit der Innovation wecken

Das ist die grosse Herausforderung. Und es ist aber auch etwas, das man spürt bei der Organisationsentwicklung. Dort, wo man es schafft, in Teams einen Spirit zu wecken, in Teams eine Motivation zu wecken, die für die Sache ist, dann spielen Unternehmensgrenzen eigentlich keine Rolle mehr.

Foto_TobiasStahel_2017-03-23_final

 

Nadja Lang, CEO, Max Havelaar: Wem gehören die Intellectual Properties?

Wenn Firmen generell in Kooperationen zusammenarbeiten, ist einmal erstens wichtig, dass sie einen gemeinsamen Rahmen und Ziele entsprechend festlegen – dass zum Beispiel auch geregelt ist, wem gehören die Intellectual Properties.

 

Rasmus Nutzhorn, Innovation Coach: Innovation erfordert eine gemeinsame Weltsicht

Zuerst müssen zwei Mitbewerber daran arbeiten, wie sie die Welt sehen. Denn wenn sie sich als Konkurrenten im alten, traditionellen Sinn sehen, ist etwas fundamental falsch daran, sich in einen Raum zu begeben und zusammen was zu erschaffen.

Foto_RasmusNutzhorn_2017-03-23_final

 

Nadja Lang, CEO, Max Havelaar: Innovative Ideen dank Vertrauen

Foto_NadjaLang_2017-03-23_final

Ein dritter Punkt, denke ich, ist sicherlich das sehr aktive Managen der Beziehungen. Das heisst, die gegenseitigen Ziele und Erwartungshaltungen müssen auf dem Tisch liegen. Es muss eine Vertrauenskultur, eine Zusammenarbeitskultur, etabliert werden. Denn nur dann kommen die wirklich guten Ideen auch auf den Tisch.

 

Rasmus Nutzhorn, Innovation Coach: Innovationspartner oder Spion?

Da ist diese Entscheidung, die getroffen werden muss: Sind wir tatsächlich gemeinsam unterwegs oder sitzen wir hier und versuchen, Geschäftsgeheimnisse auseinander herauszulocken, während wir so tun, als ob wir zusammen etwas bauen.

Foto_RasmusNutzhorn_2017-03-23_final

 

Urs Rengel, CEO EKZ: Innovation dank klaren Deals

Wenn nicht klar ist, wer den Erfolg zugesprochen bekommt – der Erfolg hat ja viele Väter, nicht? Man muss das vorher klar vereinbaren, damit es dann tatsächlich eine Erfolgsstory gibt.

 

Kurt Lüscher, Consultant, Imforce: Gemeinsam sind wir innovativer

Der Erfolg einer Zusammenarbeit von verschiedenen Unternehmen hängt schlussendlich vom Willen ab. Von der Idee, dass man gemeinsam ein schwieriges Thema besser bewältigen kann als wenn es jeder für sich macht.

Foto_KurtLüscher_2017-03-23_final

 

Urs Rengel, CEO EKZ: Innovationspartnerschaft erfordert Ergänzung

Das ist eine Frage, ob Alleingang oder ob man etwas gemeinsam macht, da geht es darum, ob man zusammenpasst. Wenn man sich gut ergänzt, ist die Chance gross, dass es funktioniert. Wenn nicht, ist es eher schwierig.

 

Kurt Lüscher, Consultant Imforce: Kollaboration funktioniert dank Toleranz

Es muss sicher so sein, dass für beide Teilnehmer eine Win-Situation generiert werden kann und es braucht eine gehörige Portion Toleranz, damit das funktionieren kann.

Kommentar verfassen*

Tragen Sie unten Ihre Daten ein