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Deshalb fährt unsere Flotte erneuerbar

Alltagstauglich und wirtschaftlich

Viele Unternehmen setzen sich Ziele zur CO2-Reduktion. Zu den einfachsten und besonders wirkungsvollen Reduktionsmassnahmen gehört die Umstellung der Fahrzeugflotte. Denn erneuerbare Energien als Treibstoffe sparen grosse Mengen CO2 ein. Mit unserer Flotte erbringen wir den Tatbeweis, dass dieser Wechsel heute schon problemlos möglich ist. Derzeit besteht unsere Flotte zu 76% aus Biogasautos und Elektrofahrzeugen.

Klare Beschaffungsstrategie

Wie für jeden Flottenbetreiber zählt auch für uns bei den Firmenfahrzeugen in erster Linie Alltagstauglichkeit und Wirtschaftlichkeit. Gleichzeitig sieht unsere Beschaffungsstrategie vor, dass wir bei Neuanschaffungen wenn immer möglich Elekro- oder CNG-Fahrzeuge wählen.

Durch die wesentlich tieferen Treibstoffkosten können diese Technologien bei den Gesamtkosten mit Benzin- und Dieselfahrzeugen mithalten. Bei der Alltagstauglichkeit müssen wir ebenfalls keine Abstriche machen (siehe Interview). Unsere CNG-Autos sind Allrounder mit hoher Reichweite, die sich für jeden Einsatzzweck eignen. Die Elektroautos sind wie gemacht für Kurzstrecken und den städtischen Stop-and-go-Verkehr.

Unsere CNG-Autos betreiben wir mit 100% Biogas, die Elektromobile mit Ökostrom. Daher beträgt der CO2-Ausstoss über unsere gesamte Flotte betrachtet nur rund 61,0 g/km (2019). Zum Vergleich: Das aktuelle CO2-Gesetz schreibt den Autoimporteuren für ihre Neuwagenflotten einen CO2-Zielwert von durchschnittlich 95 g/km vor.

Interview: «Wir sparen pro Jahr mehr als 140 Tonnen CO2 ein»

Im Gespräch mit Michael Brunner, Leiter Einkauf, über die Flotte von Energie 360°.

Nach welchem Grundsatz beschafft Energie 360° Firmenfahrzeuge?

Wir kaufen ausschliesslich CNG- und Elektrofahrzeuge. Die beiden Technologien ergänzen sich perfekt. Mit dieser Kombination können wir fast alle Einsatzzwecke optimal abdecken. Nur in einzelnen Fällen beschaffen wir aufgrund spezieller Anforderungen Fahrzeuge mit konventionellem Antrieb. Dann achten wir bei der Wahl besonders auf die Herstellerwerte bezüglich Emissionen.

Michael Brunner, Leiter Einkauf und Verantwortlicher für die Flotte von Energie 360°
Michael Brunner, Leiter Einkauf bei Energie 360°

CNG- und Elektroautos lassen sich mit mehr oder weniger ökologischem Treibstoff betanken. Für welche Qualität haben Sie sich entschieden?

Wir fahren mit erneuerbaren Energien. Unsere CNG-Autos betanken wir mit 100% Biogas; die Ladestationen für unsere Elektrofahrzeuge betreiben wir mit 100% erneuerbarem Strom.

Wie schneiden Ihre CNG- und Elektrofahrzeuge bei der Wirtschaftlichkeit ab?

Die Gesamtkosten (TCO) eines gasbetriebenen Fahrzeugs liegen – über vier Jahre gerechnet – im Vergleich zu Benzin- und Dieselautos rund 10% tiefer. Bei den Elektrofahrzeugen fehlen uns noch verlässliche Vergleichswerte, weil sie noch nicht lange genug im Einsatz sind.

Welche Erfahrungen machen Sie bei den CNG-Fahrzeugen bezüglich des Wertverlusts?

Er ist mit jenem von Benzin- und Dieselautos vergleichbar. Wegen der beschränkten Auswahl an CNG-Fahrzeugen ist der Gebrauchtwagenmarkt zwar weniger dynamisch. Wir hatten jedoch noch nie Probleme, unsere Fahrzeuge wieder in Umlauf zu bringen.

Wie bewähren sich die Fahrzeuge im Alltag?

Sehr gut. Die Unterschiede zu Benzin- und Dieselfahrzeugen fallen gering aus. An einer CNG-Tankstelle oder einer Ladestation zu tanken, wird für die Mitarbeitenden schnell zur Gewohnheit und funktioniert genauso einfach wie an einer konventionellen Tankstelle. Das inzwischen dichte Netz an CNG-Tankstellen und Ladestationen macht es leicht, bei Bedarf unterwegs zu tanken.

Wie haben sich durch Ihre Beschaffungsstrategie die CO2-Emissionen Ihrer Flotte entwickelt?

Der durchschnittliche CO2-Ausstoss sinkt kontinuierlich, zuletzt von 64,6 Gramm pro Kilometer im Jahr 2018 auf 61,0 Gramm im Jahr 2019. Zum Vergleich: Der Zielwert in der Schweiz beträgt 95 Gramm. 

Die Fahrzeugflotte von Energie 360° in Zahlen

  • Anzahl Fahrzeuge: 120 (Stand November 2018)

  • Anzahl Biogasfahrzeuge: 84

  • Anzahl Elektrofahrzeuge: 7

  • Anteil Fahrzeuge mit erneuerbarem Treibstoff: 76%

  • Jahresleistung der Flotte: 2,2 Mio. km (2017)

  • Durchschnittlicher CO2-Ausstoss: 65,4 g/km (2017)

Elektroautos in Fahrzeugflotten: 8 Tipps rund ums Laden

Privates und öffentliches Laden kombinieren

Am günstigsten laden Flottenbetreiber ihre Elektroautos mit der eigenen Ladeinfrastruktur. Für tiefe Betriebskosten sollten daher die meisten Ladungen hier erfolgen. Gleichzeitig empfiehlt es sich, in jedes Fahrzeug eine Ladekarte für öffentliche Ladestationen zu legen – etwa die Ladekarte von Energie 360°. Sie ermöglicht, bei Bedarf unterwegs zu laden.

Ladeinfrastruktur auf Einsatz der Elektroautos abstimmen

Die passende eigene Ladeinfrastruktur hängt von den eingesetzten Elektrofahrzeugen und dem Einsatzzweck ab. Sind die Fahrzeuge täglich nur kurz im Einsatz oder für mehrere Fahrten den ganzen Tag über? Das beeinflusst die benötigte Ladeleistung und somit die Wahl der Ladestation. Bei Fahrzeugen im Dauereinsatz lassen sich zusätzlich öffentliche Schnellladestationen wie jene von GOFAST ins Ladekonzept einbeziehen.

Beim Laden auf Nummer sicher gehen

Die in der Schweiz üblichen Steckdosen (T13) eignen sich aus Sicherheitsgründen nicht zum regelmässigen und längeren Laden von Elektroautos. Eine sichere Lösung sind Wallboxen – spezielle Ladestationen fürs private Laden. Bei ihnen sind die Schutzvorrichtungen gleich eingebaut.

Angebote für Ladeinfrastruktur vergleichen

Fürs private Laden gibt es immer mehr Angebote, weshalb sich ein sorgfältiger Vergleich von Dienstleistungen und Preisen lohnt. Einige Anbieter übernehmen sogar die Finanzierung der Ladeinfrastruktur. Flottenbetreiber sollten sich daher überlegen, ob sie selbst eine Investition tätigen oder monatliche Kosten für die Ladeinfrastruktur bezahlen möchten.

Den richtigen Ort wählen

Bei der privaten Ladeinfrastruktur kostet meist nicht die Ladestation selbst am meisten, sondern das Installieren. Dabei gilt die Faustregel: Je näher beim Stromzähler die Ladestation montiert wird, desto geringer sind die Kosten. Das gilt es zu berücksichtigen, wenn die Parkplätze der Elektroautos bestimmt werden.

An die Zukunft denken

Die private Ladeinfrastruktur sollte von Anfang an so ausgelegt sein, dass die Ladeleistung auch für zusätzliche Elektroautos ausreicht oder sich zu geringen Kosten erhöhen lässt.

Flexibel laden

Jede Liegenschaft verfügt beim Stromanschluss nur über eine begrenzte Kapazität. Muss diese Anschlussleistung wegen der Elektroautos erhöht werden, entstehen meist hohe Kosten. Die günstigere Lösung kann ein Lastmanagementsystem sein. Es teilt die maximale Kapazität nach den vorgegebenen Prioritäten auf. Elektroautos werden nur dann geladen, wenn die Leistung dafür ausreicht.

Professionellen Partner wählen

Gerade bei der Ladeinfrastruktur für Firmenflotten geht es um weit mehr als die Installation von Ladestationen. Genauso wichtig sind etwa die richtigen Lösungen für den Zugang – wann und zu welchem Preis sind Mitarbeitende, Gäste und Dritte zum Laden berechtigt – sowie fürs Abrechnen der Ladevorgänge. Deshalb empfiehlt es sich, mit einem Mobilitätsanbieter wie Energie 360° zusammenzuarbeiten, der sich um alle Anliegen kümmert: von der Erstberatung zur Elektromobilität über die Entwicklung und Realisierung der individuellen Ladelösung bis hin zu Betrieb und Störungsbehebung.

Michael Brunner, Leiter Einkauf bei Energie 360°
ENERGIE360-6BGUBG6ITB
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