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Ökobilanzen von Heizsystemen

Welches ist die umweltfreundlichste Heizungslösung?

Bei der Wahl einer neuen Heizung ist Ihnen unter anderem wichtig, wie stark sie die Umwelt belastet. Doch wie lassen sich verschiedene Heizsysteme vergleichen? Diese Umweltkennzahlen schaffen die nötige Transparenz: Treibhausgasemissionen und Umweltbelastungspunkte.

Treibhausgasemissionen

Die Masseinheit CO2-Äquivalente macht vergleichbar, welche Mengen Treibhausgase verschiedene Heizsysteme verursachen und wie stark sie somit zum menschenverursachten Klimawandel beitragen. Die folgende Darstellung zeigt Ihnen, wie viele Gramm CO2-Äquivalente bei den Heizsystemen für die Produktion von 1 kWh Wärme entsteht. Dabei werden die Treibhausgasemissionen über den gesamten Lebenszyklus des Energieträgers betrachtet, zum Beispiel auch für Erzeugung und Transport.

Umweltindikatoren und Treibhausgasemissionen verschiedener Energieträger

Datenquelle: Empa, 2021, Life cycle assessment of digestion and biogas treatment at Werdhölzli (Roland Hischier und Didier Beloin-Saint-Pierre)

Umweltbelastungspunkte

Umweltbelastungspunkte sind ein Mass, um die gesamten Umweltauswirkungen eines Produkts abzubilden – also nicht nur die Treibhausgase. Dabei werden alle Stoff- und Energieflüsse über den gesamten Lebenszyklus erfasst, von der Rohstoffbereitstellung über die Herstellung bis zum Gebrauch und zur Entsorgung. So zeigt sich, welche Emissionen in Boden, Wasser und Luft entstehen und welche Ressourcen benötigt werden. Die Methodik der Umweltbelastungspunkte ermöglicht, die verschiedenen Auswirkungen wie zum Beispiel jene auf die menschliche Gesundheit, das Klima oder auf Ökosysteme entsprechend ihrer Bedeutung zu gewichten und somit vergleichbar zu machen.

Umweltindikatoren und Umweltbelastungspunkte verschiedener Energieträger

Datenquelle: Empa, 2021, Life cycle assessment of digestion and biogas treatment at Werdhölzli, (Roland Hischier und Didier Beloin-Saint-Pierre).

«Allokation»

Die Systeme Biogas und Fernwärme erfüllen zwei Funktionen: Sie dienen primär der Abfallentsorgung, sekundär der Energieerzeugung. Es gibt verschiedene Ansätze, wie man die Umweltwirkungen zwischen die-sen zwei Aufgaben aufteilen kann: Bei der «Cut-off Allokation» zum Beispiel werden die Umweltwirkungen aus der Sammlung und Entsorgung der Abfälle dem ursprünglichen Produkt und nicht dem Energieträger belastet. Bei der «ökonomischen Allokation» hingegen werden die Umweltwirkungen entsprechend den finanziellen Erträgen je Aufgabe aufgeteilt. In obigen Grafiken sind die Ergebnisse gemäss Cut-off Allokation abgebildet, was dem Standard in der Ökobilanz-Datenbank «ecoinvent» entspricht. Biogas schneidet unabhängig von der Wahl der Allokationsmethode im Vergleich zu anderen Heizsystemen sehr gut ab.

Alle Details zu den Ergebnissen finden Sie im Bericht der Eidgenössischen Materialprüfungs- und Forschungsanstalt (Empa).

Systematisch nachhaltig

Wir arbeiten gemäss unserem Nachhaltigkeitsbericht mit einer Vielzahl von Massnahmen, um unsere Umweltbelastungen zu reduzieren.

Möchten Sie mehr über die Ökobilanzen unserer Produkte erfahren?

Michael Reichert und sein Team geben Ihnen gerne Auskunft.

Michael Reichert, Leiter Regulatory & Transformation
umwelt@energie360.ch

Michael Reichert ist Leiter Regulatory & Transformation bei Energie 360°
ENERGIE360-6BGUBG6ITB
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