Der ökologische Fussabdruck kurz erklärt

Der ökologische Fussabdruck leitet sich ab aus zwei Komponenten: der biologisch produktiven Fläche eines Landes und den Ressourcen, die die Bewohnerinnen und Bewohner durch ihren Konsum verbrauchen. Der Abdruck, den die Schweiz hinterlässt, ist gross. Würden alle Menschen so leben wie wir, bräuchten wir 2,8 Planeten.

Der ökologische Fussabdruck stellt gegenüber, welche Ressourcen uns die Erde mit all ihren Seen, Wiesen, Feldern und Wäldern geben kann und wie stark wir diese sogenannte Biokapazität beanspruchen. Was einfach tönt, basiert auf einem umfassenden Konzept: Der ökologische Fussabdruck berücksichtigt die benötigte Fläche für den Anbau von Nahrungsmitteln, die Faserproduktion und die Regeneration von Holz ebenso wie die Aufnahme von CO2-Emissionen aus der Verbrennung fossiler Brennstoffe und den Platz, den Infrastrukturbauten wie Fabrikgebäude und Lagerhallen verbrauchen. Auch wird bei der Berechnung des ökologischen Fussabdrucks die Qualität der verfügbaren Fläche berücksichtigt.

ökologischer Fussabdruck

Berge und Wüsten sind weniger fruchtbar als Wiesen und Äcker. Würde also im Ländervergleich nur die verfügbare Fläche, nicht aber die Qualität des Bodens verglichen, so wäre der ökologische Fussabdruck wenig aussagekräftig. Deshalb wird fürs Ermitteln des ökologischen Fussabdrucks ein Durchschnittswert, die globale Hektare, herangezogen und der Wert dann in globalen Hektaren pro Person ausgewiesen. Entwickelt wurde der ökologische Fussabdruck übrigens in den Neunzigerjahren von Mathis Wackernagel und William Rees.

 

Die Schweiz im Vergleich

Alle Bewohnerinnen und Bewohner der Schweiz hinterlassen zusammen einen ökologischen Fussabdruck von 2,8 Planeten. Durch die Art und Weise, wie wir wohnen, essen, reisen und einkaufen, verbrauchen wir also fast dreimal so viele Ressourcen, wie uns die Erde liefern kann. Unser Pro-Kopf-Fussabdruck liegt im Durchschnitt der westeuropäischen Industrieländer; viel tiefer ist er allerdings in afrikanischen Ländern oder in Südostasien. Einige Länder wie Luxemburg, die Vereinigten Arabischen Emirate, Kanada und die Vereinigten Staaten, Dänemark und Estland verbrauchen sogar viermal die weltweit verfügbare Biokapazität. Weitere Informationen veröffentlicht beispielsweise das Bundesamt für Statistik (BFS).

 

«Grüne Minute» zum ökologischen Fussabdruck

In der Sendung „Die Grüne Minute“ auf Radio 1 behandelt Umweltingenieurin Bianca Svaizer von der Umwelt Arena Schweiz regelmässig Themen rund um mehr Nachhaltigkeit im Alltag.

Deinen Beitrag zum ökologischen Fussabdruck gibt’s online als Podcast zum Nachhören:

 

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