«In fünfzehn Jahren fährt die halbe Schweiz elektrisch»

Alexandra Kneis und ihr Team verhelfen der Elektromobilität zum Durchbruch. Die Leiterin Produktmanagement Mobilität bei Energie 360° über die Vorteile und Vorurteile im Zusammenhang mit der Mobilität der Zukunft.

Ein Elektroauto zu fahren bedeutet, mehr Fahrspass zu haben. Die rasante Beschleunigung ist einzigartig und nicht zu vergleichen mit jener eines Autos mit Verbrennungsmotor. Was mich an der Elektromobilität am meisten fasziniert, ist der Nachhaltigkeitsaspekt. Wollen wir die Klimaziele des Bundes erreichen, müssen wir als Gesellschaft zwingend umdenken und mehr Sorge zur Umwelt tragen. Die Etablierung der Elektro­mobilität gehört als eines von vielen Puzzleteilen zu dieser Strategie dazu. Meine ­Arbeitgeberin Energie 360° hat früh verstanden, dass es wichtig ist, ein umweltschonendes Angebot aufzubauen und die Transformation zu mehr Nachhaltigkeit voranzutreiben. Cleantech in Form von nachhaltigen Produkten, Prozessen und Dienstleistungen ist ein Thema, das mich bereits während meines Wirtschafts- und Marketing­studiums beschäftigt hat. Meine Arbeitszeit und mein Know-how in den Dienst der Umwelt zu stellen, erachte ich als sinnvoll.

 

Portrait von Alexandra Kneis

«Wir möchten die Elektromobilität im Alltag der Bevölkerung etablieren.» Alexandra Kneis, Leiterin Produktmanagement Mobilität

Seit rund drei Jahren arbeite ich nun im Produkt­management Mobilität von Energie 360°. Anfang 2020 habe ich die Leitung der Abteilung übernommen. Unser Kernteam besteht aus fünf Mitarbeitenden, wobei sich vier mit Elektro- und ein Kollege mit Gasmobilität befassen. Unsere Aufgabe ist es, gemeinsam mit unseren Partnerunternehmen Lösungen zu entwickeln, die den Kundinnen und Kunden den Einstieg in die oder den Zugang zur Elektromobilität erleichtern. Ziel ist es, unser Produktportfolio zu verbessern, Abläufe wie Energiemanagement, Zahlungstools und Abrechnungsservice laufend zu optimieren. Ob Privat- oder Grosskunden: Wichtig ist, trans­parent zu informieren, die Bedürfnisse der Kundschaft genau zu kennen und Bedenken auszuräumen. Denn es gibt inzwischen einen ganzen Dschungel von Produkten und Anbietern. Da braucht es unsere fachkundige Beratung, damit man den Überblick nicht verliert.

 

Viele Private, Immobilienbesitzerinnen und -besitzer oder KMU sind auf das Thema sensibilisiert und werten ihre Liegenschaften mit Ladeinfrastrukturen auf.

 

Die Elektromobilität steckt noch in den Kinderschuhen. Auch wir stehen immer wieder vor Herausforderungen, wenn es darum geht, komplexe Projekte umzusetzen. Ein Beispiel ist die nachhaltige Überbauung Suurstoffi in Rotkreuz (ZG) von Zug Estates. Ein smartes Quartier, das Leben, Arbeit und Freizeit vereint, wobei Nachhaltigkeitsaspekte wie Photovoltaikanlagen oder Ladelösungen für Elektromobilität eine grosse Rolle spielen. Mit unseren Partnern zusammen statten wir die Suurstoffi derzeit mit rund dreissig Ladestationen aus. Gerade solche Grossprojekte erfordern eine genaue Planung, zumal die Energieversorgung ja jederzeit reibungslos gewährleistet sein muss – auch wenn gleichzeitig mehrere Autos am Stromkabel hängen. Da braucht es innovative Umset­zungen – von der Finanzierung übers sinnvolle Lasten­management bis zur automatisierten Abrechnung.

 

Name: Alexandra Kneis

Das steht auf meiner Visitenkarte: Leiterin Produktmanagement Mobilität

Mein Job: Gemeinsam mit dem Team und unseren Kundinnen und Kunden in das neue Zeitalter der nachhaltigen Mobilität aufbrechen.

Was mich an der Elektromobilität begeistert:  Die Elektromobilität bietet Fahrspass und Nachhaltigkeit in einem. Mit unseren Ladelösungen tragen wir schon heute unseren Teil zur dezentralisierten Energiezukunft bei, in der die Sonnenenergie auf direktem Weg nutzbar gemacht werden wird.

Mein Job ist dann zu Ende, wenn: Reichweitenangst und Herausforderungen beim Ladevorgang kein Thema mehr sind und eine sorglose Ladereise für alle Elektroautofahrerinnen und -fahrer Normalität geworden ist – zu Hause, im Büro und unterwegs.

 

Der Ausbau der Infrastruktur für Elektromobilität geht seit etwa zwei Jahren schweizweit zügig voran. Am Ziel sind wir aber noch lange nicht. Denn es geht nicht nur um öffentliche oder private Ladepunkte, sondern insbesondere um die Elektrifizierung von ganzen Tiefgaragen, um den Einbau von Ladelösungen in grossen Immobilien. Viele Private, Immobilienbesitzerinnen und -besitzer oder KMU sind inzwischen aufs Thema sensibilisiert und werten ihre Liegenschaften mit Ladeinfrastrukturen auf. Da sich der Markt rasch entwickelt, ist für uns entscheidend, skalierbare Installationen anzubieten, die ausbaufähig und zukunftstauglich sind. Der Grund ist simpel: Bei Energie 360° erwarten wir ein schnelles und starkes Marktwachstum. Ich bin optimistisch und davon überzeugt, dass ab dem Jahr 2035 mehr Elektroautos unterwegs sein werden als ­herkömmliche Verbrenner. Betrachtet man den aktuellen Bestand reiner E-Fahrzeuge auf Schweizer Strassen von gerade mal gut 8%, klingt unsere Annahme durchaus etwas kühn. Aber die gesamte Elektromobilitätsbranche wird immer ­effizienter: Leistungsfähigere Ladelösungen, nachhaltigere Produktezyklen und ein stetig wachsendes und damit erschwinglicheres Angebot an Elektrofahrzeugen sorgen dafür, dass die Nachfrage nach E-Fahrzeugen künftig massiv steigen wird.

 

Bild von Martin Kopp vor einer Ladestation

Ladestationen für Elektroautos werten Immobilien auf. Martin Kopp und Alexandra Kneis gehören zum Team, das die passenden Produkte entwickelt. Damit Immobilienbesitzerinnen und -besitzer von einfachen und skalierbaren Lösungen profitieren.

Wie all diese Fahrzeuge mit Strom versorgt werden sollen? Ein Einwand, den ich immer wieder höre. Nun, die Entwicklung und Verbreitung der Elektromobilität geht einher mit der Dezentralisierung der Stromversorgung. Es sind also mehrere Entwicklungen parallel im Vorwärtsgang. Zum Beispiel rüsten immer mehr Immobilienbesitzer ihre Liegenschaften mit Photovoltaikanlagen aus und bieten den produzierten Strom durch den Zusammenschluss zum ­Eigenverbrauch (ZEV) ihren Mieterinnen und Mietern oder der Nachbarschaft an. In absehbarer Zukunft werden ­solche Zusammenschlüsse und die Tatsache, sich mit eigenem Strom zu versorgen, Teil unseres Alltags sein, genauso wie der Umstieg auf die Elektromobilität auch. Dafür setzen wir uns als Team ein, denn die Produktvorteile und die Nachhaltigkeit werden sich mittelfristig durchsetzen, davon sind wir überzeugt.

 

Wollen in einer Liegenschaft mehrere Mieterinnen und Mieter ihre Elektrofahrzeuge laden, braucht es ein Lastmanagement. Dieses steuert den Ladebedarf und hilft, Lastspitzen zu vermeiden und Stromkosten zu sparen. Wie sich ein solches Lastmanagement umsetzen lässt, zeigen die Spezialistinnen und Spezialisten von Energie 360° gerne an einem Beratungsgespräch auf. Was ausserdem überzeugt: Dank dem skalierbaren Installationssystem von Energie 360° ergänzen Liegenschaftsbesitzerinnen und -besitzer ihre Ladestationen abgestimmt auf die Mieternachfrage schrittweise.

Ladelösungen von Energie 360° kennenlernen

Kommentar verfassen*

Comments

  1. Avatar Erich Herzog sagt:

    Können die Kosten für die Ladestationen steuerlich abgesetzt werden?
    Vielen Dank für die Antwort.

    • Avatar Seyb Michelle sagt:

      Lieber Herr Herzog
      Vielen Dank für Ihre Anfrage.
      Je nach Umstand kann dies unterschiedlich sein. In jedem Kanton gibt es jedoch Merkblätter, die zeigen welche Kosten in welchem Umfang geltend gemacht werden können. Wir möchten Sie bitten, den Sachverhalt ggf. mit der für Sie zuständigen Steuerverwaltung oder Steuerberatung zu prüfen.
      Liebe Grüsse Ihr Energie360°-Team